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  • Wachstum mit Bahn: Wie Bösel und Friesoythe den Anschluss erkämpften

    Von Martin Pille Der alte Bahnhof in Bösel. Fotos: Archiv Martin Pille Bösel/Friesoythe . Um 14.30 Uhr traf man sich im Friesoyther Bahnhof zum „gemeinschaftlichen Festessen“ und um 19 Uhr „daselbst zum allgemeinen Festkommers“. Was war der Anlass im Jahr 1906? Fortschritt braucht Transport Als Justus von Liebig (1803-1873) in der Mitte des 19. Jahrhunderts die Düngung aus der Tüte statt aus der Kuh erfand und mit dem Kunstdünger gleichzeitig den Beginn der Agrochemie markierte, stieg die agrarische Produktion bis 1913 um 90 Prozent. Die Erfindung hätte den Menschen bei uns indes wenig genutzt, wenn 1906 nicht gleichzeitig die Bahn das Land erobert hätte, denn wie sonst sollte der Dünger zu den Bauern kommen? Die kombinierte Straßen- und Eisenbahnbrücke über den Küstenkanal wurde demontiert Politischer Gegenwind aus Oldenburg Dass es nicht früher dazu kam, lag sicherlich auch am Staatsministerium in Oldenburg, die dem Bau des Hunte-Ems-Kanals (heute Küstenkanal) eine höhere Priorität gab. Während der Böseler Gemeinderat unter seinem Bürgermeister Johann Heinrich Beeken weitsichtig und mit großer Beharrlichkeit bei der Großherzoglichen Staatsregierung darum warb und dem Landtag gar die Übernahme von 10 Prozent der Baukosten und die unentgeltliche Hergabe des Grundes und Bodens innerhalb der Gemeinde Bösel zum Bau einer normalspurigen Eisenbahn anbot, gab es auch erhebliche Widerstände in der Bevölkerung. Plakat zur feierlichen Eröffnung der Bahnlinie Skepsis in den Reihen In Rohens Wirtshaus in Bösel ging es im März 1893 bei einer Versammlung zu diesem Thema hoch her: „Trotzdem unser Herr Gemeindevorsteher sich sehr bemühte, die Nützlichkeit der Bahn darzuthun, konnte man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass man hier der Anlage noch recht unfreundlich gegenübersteht. Da man zu beabsichtigen scheint, südlich an Aumühlen vorbei zu bauen, glaubte ein großer Theil von Bösel und Petersdorf wenig Nutzen haben zu können. Die Petersdorfer wollen sich auch viel eher und bequemer Garrel anschließen können “, hieß es in einem Zeitungsartikel. Letztlich setzte sich die Gemeindevertretung durch. 1899 richtete Bösel eine Petition an den Eisenbahnausschuss mit der Bitte, die Bahnlinie Cloppenburg-Friesoythe über Bösel zu vermessen und nicht über Thüle. So kam es dann auch. Landwirtschaft unter Druck Es musste auch sein: Die sogenannte „vorindustrielle Gesellschaft“ bei uns lebte überwiegend von der Landwirtschaft und wohnte in ärmlichen ländlichen Siedlungen. Was nützte jetzt der technische Fortschritt, wenn der Bauer in Zeiten wachsender Bevölkerung nicht genug Lebensmittel schaffen konnte? Zudem: Steigende Bevölkerungszahlen erhöhten den Bedarf an Brennstoffen. Das Heizmaterial war knapp, die Bevölkerung hatte zudem zu leiden an großen Überschwemmungen, die ihr die Ernte verdarben. Eine der ersten Fahrten mit der Eisenbahn von Friesoythe nach Cloppenburg. Die Bahn kommt - endlich Die Bahn, von der Großherzoglich Oldenburgischen Staatseisenbahnen (GOE) 1906 als Stichbahn eröffnet und 1907 bis Scharrel und 1908 bis Ocholt verlängert,  galt als das einzige Verkehrsmittel, um weiter entfernt liegende Absatzmärkte damals zu erschließen. Und die Jungfernfahrt mit einem Eröffnungssonderzug mit der Eisenbahndirektion führte in der Folge zur Errichtungen von Bahnhöfen mit Gaststätten und Warteräumen und entwickelte Friesoythe und Cloppenburg zu wichtigen Knotenpunkten. Natürlich war auch die Landwirtschaft daran interessiert, die Produktionen zu steigern und zwar unter Ausnutzung wissenschaftlicher Erkenntnisse und durch Vergrößerung der landwirtschaftlichen Nutzfläche. Wachstum und Tragödie Die Bauern in Bösels Bauernschaft Glaßdorf optimierten den neuen Transport konspirativ noch erheblich, indem sie nachts angekommene Güterwaggons mit Kunstdünger nach Glaßdorf schafften, dort entluden und anschließend wieder nach Bösel brachten. Wie auch immer sie das angestellt haben mögen… Zu Beginn verkehrten nur drei Züge auf der neuen Strecke, 1950 bereits fünf Zugpaare.  Am 7. Juli 1944 kam es am Bahnübergang beim  Flugplatz Varrelbusch  zu einer Kollision zwischen einem Zug und einem Mannschaftswagen der Wehrmacht, bei dem alle neun Fahrzeuginsassen ums Leben kamen Der alte Bahnhof in Friesoythe. Abbau statt Ausbau Keine 70 Jahre dauerte der Eisenbahnverkehr: Im September 1968 wurde der Reiseverkehr eingestellt, die kombinierte Straßen- und Eisenbahnbrücke über den Küstenkanal demontiert. Im Jahr 2004 begann die Inbetriebnahme durch den Verein „Museumseisenbahn Friesoythe-Cloppenburg e.V., die inzwischen längst eingestellt ist.  Und eine Sünde beging der Böseler Gemeinderat, als er zuließ, dass 1979 das Bahnhofsgebäude abgerissen wurde. Der Parlamentarische Lenkungskreis zum Reaktivierungsprogramm des Landes Niedersachsen hat die Strecke Friesoythe-Cloppenburg 2024 immerhin in die Stufe II der landesweiten Untersuchung aufrücken lassen.

  • Fine Dining auf höchstem Niveau: Sterneabend im „Regional“

    Von Claudia Wimberg Das Regional in Friesoythe. Foto: Claudia Wimberg Friesoythe . Als Thomas Imbusch in Hamburg den Schritt in die Selbstständigkeit ging, habe er sich schon gefragt, ob seine Idee und sein Konzept selbst für die Großstadt nicht zu verrückt seien. In Friesoythe ein Restaurant mit einer besonderen Philosophie und einem solch hohen Anspruch zu eröffnen, „beeindruckt mich schwer und das, was Timo und Ina hier geleistet haben und leisten, hat meinen höchsten Respekt“, sagt der gebürtige Friesoyther, dessen Restaurant „100/200 Kitchen“ an den Elbbrücken mit zwei roten und einem grünen Stern ausgezeichnet ist. Sein Restaurant „Glorie“ ist mit einem roten und einem grünen Stern dekoriert.   Hätten dreimal ausverkauft sein können Für einen Abend reiste der 38-jährige Spitzenkoch nun in seine Heimatstadt, um gemeinsam mit Timo Plenter (39), Küchenchef des mit einem grünen Stern ausgezeichneten „Regional“ zum Fine-Dining einzuladen. „Dass Thomas hier ist, ist für uns eine große Ehre und wir hätten dreimal ausverkauft sein können“, freute sich Plenter über Imbuschs Idee des „Four-Hands-Dinners“ sowie die große Resonanz auf diese Ankündigung. Sechs Gänge mit Weinbegleitung Die Gäste, die sich einen Tisch sichern konnten, genossen kulinarische Höhepunkte in entspannter Atmosphäre, zu der Restaurantleiterin Ina Stuke samt Serviceteams maßgeblich beitrug. Insgesamt sechs Gänge wurden mit passender Weinbegleitung serviert. Zum Auftakt dreierlei Happen mit Creme ummantelten Rosenkohlblättern, Baiser mit Senfkaviar und gebackener Madeleine mit Kohlrabi-Topping. Gemundet haben außerdem rote Bete mit Buttermilchschaum, die „Proleten-Auster“, der geschichtete Sellerie mit Sellerie-Eis und geräuchertem Gemüsesud. Raffiniert die vegetarische „foie gras“ (Entenleber) mit Sonnenblumenkernen und Radiccio-Praline. Aus der Hamburger Küche ist die „Kanalarbeiter-Schnitte“ mit Rösti und Rinderfilet-Tartar bekannt, die mit Sauerrahm und Kaviar verfeinert wird. Das süße Finale bestritt eine Brioche mit Creme Chantilly und garantierte einen ebenso aromatischen wie krönenden Abschluss.   Ihre Kochkunst verbanden die Küchenchefs darüber hinaus noch mit einem karitativem Zweck: Der Erlös des Abends kommt dem Friesoyther Verein „Jedem Kind eine Chance“ zugute.

  • Mehr Kinder pro Frau: Landkreis Cloppenburg liegt weiter vorn

    Von Julius Höffmann Der Zuzug junger Familien stärkt den Kinderreichtum. Foto: AdobeStock Kreis Cloppenburg. Gemessen am Anteil der Kinder und Jugendlichen ist der Landkreis Cloppenburg nach wie vor der jüngste Landkreis Deutschlands. Das teilte jetzt die Kreisbehörde auf Anfrage von Fritz online mit. Rund 20 Prozent der Bevölkerung sind demnach unter 18 Jahre alt (Stand: 31.12.2024). Damit nehme der Landkreis bundesweit eine Sonderstellung ein und hebe sich klar von den meisten anderen Regionen ab. Stetiges Bevölkerungswachstum seit Jahrzehnten: Der Landkreis Cloppenburg verzeichne seit vielen Jahren ein kontinuierliches Bevölkerungswachstum. Zwischen 2000 und 2024 sei die Einwohnerzahl um rund 18 Prozent gestiegen. Zum Vergleich: In Niedersachsen insgesamt lag das Wachstum im gleichen Zeitraum bei etwa einem Prozent. Zum Stichtag 31. Dezember 2024 lebten im Landkreis Cloppenburg 177.025 Menschen. Hohe Geburtenrate als zentraler Faktor: Ein wesentlicher Grund für die junge Altersstruktur liege in der vergleichsweise hohen Geburtenrate. Die zusammengefasste Geburtenziffer – also die durchschnittliche Kinderzahl je Frau – lag im Jahr 2024 im Landkreis Cloppenburg bei 1,69. "Damit liegt sie deutlich über dem niedersächsischen Durchschnitt von 1,42", teilt die Behörde mit. Im Landkreis Cloppenburg leben viele Familien mit Kindern. Foto: AdobeStock Diese Besonderheit sei auf mehrere Faktoren zurückzuführen : Der Landkreis sei traditionell kinderreich, was häufig mit der katholischen Prägung der Region in Verbindung gebracht werde. Zudem habe die Zuwanderung von Spätaussiedlerfamilien in den 1990er Jahren eine konservativ-religiöse und familienorientierte Struktur verstärkt. Unterstützt werde diese Entwicklung durch stabile wirtschaftliche Rahmenbedingungen sowie den kontinuierlichen Ausbau der Kinderbetreuungsangebote. Zwar sei – wie bundesweit – auch im Landkreis Cloppenburg in den letzten Jahren ein Rückgang der Geburtenziffer zu beobachten. Diese Entwicklung werde vor allem auf gesellschaftliche Unsicherheiten infolge aktueller Krisen zurückgeführt. Dennoch liege die Geburtenrate weiterhin deutlich über dem Landesdurchschnitt. Zuzug junger Familien stärkt den Kinderreichtum: Neben der hohen Geburtenrate trage auch das Wanderungsgeschehen maßgeblich zur jungen Bevölkerungsstruktur bei. Der Wanderungssaldo der unter 18-Jährigen sei seit Jahren positiv. Das bedeutet: Mehr Kinder und Jugendliche ziehen mit ihren Familien in den Landkreis Cloppenburg, als ihn verlassen. "Dies unterstreiche die Attraktivität des Landkreises als Wohn- und Lebensort für Familien", betont die Behörde. Blick in die Zukunft: Wachstum, Alterung und Internationalisierung: Auch für die kommenden Jahre werde ein weiterer Bevölkerungsanstieg erwartet. Gleichzeitig zeichne sich ein deutlicher Zuwachs in der Gruppe der älteren Menschen ab. Zudem werde die Bevölkerung internationaler. Dieser demografische Wandel – geprägt von Alterung und zunehmender Vielfalt – stelle den Landkreis vor neue Herausforderungen in Bereichen wie Bildung, Betreuung, Wohnen, Pflege, Integration und Infrastruktur. Trotz dieser Veränderungen bleibe die Ausgangslage besonders: In seiner Bevölkerungsvorausberechnung gehe das Landesamt für Statistik Niedersachsen davon aus, dass der Anteil der Kinder und Jugendlichen im Landkreis Cloppenburg auch im Jahr 2042 weiterhin bei rund 20 Prozent liegen wird. Auch für die Zukunft wird ein Bevölkerungswachstum erwartet. Foto: Adobe Stock Fazit: Nach Angaben der Kreisbehörde bleibt der Landkreis Cloppenburg damit nicht nur einer der dynamischsten Wachstumsräume in Niedersachsen, sondern auch langfristig der jüngste Landkreis Deutschlands – eine Besonderheit, die Chancen eröffnet, zugleich aber vorausschauende Planung und gezielte politische Gestaltung erfordert.

  • Unfall in Friesoythe: Kleinkind leicht verletzt

    Symbolbild: AdobeStock Friesoythe. Am Montag, 19. Januar, gegen 07:50 Uhr, beabsichtigte eine 29-jährige Frau aus Friesoythe mit ihrem Pkw von der Straße Schwaneburger Wieke nach links auf die B 401 aufzubiegen. Ein 64-jähriger Mann aus Barßel befuhr die Bundesstraße in Richtung Papenburg. Er beabsichtigte, den vorausfahrenden Pkw, der in die Straße Schwaneburger Wieke abbog, zu überholen. Während des Überholvorgangs fuhr die 29-Jährige auf die B 401 auf. Es kam zum Zusammenstoß. Dabei wurden beide Fahrzeugführer sowie die einjährige Mitfahrerin der Frau und der 19-Jährige Beifahrer des 64-Jährigen leicht verletzt wurden. Nach weiteren der Polizei entstand ein Sachschaden von ca. 10.000,00 Euro.

  • Friesoythe: Noch 236 Tage bis zur (Bürgermeister-)Wahl

    Von Julius Höffmann Symbolbild: AdobeStock Friesoythe . Noch 236-mal schlafen, dann ist Bürgermeisterwahl in Friesoythe. Und Stadtratswahl. Es ist noch relativ ruhig im Wahlkampf, aber die politischen Fronten beginnen sich zu sortieren. Ein Kandidat ist gesetzt, eine Kandidatin praktisch startklar. Für die CDU tritt Stadtverbandsvorsitzender Jann-Christian Hegewald an, der mit einem deutlichen Votum seiner Partei in den Wahlkampf ziehen kann. Die SPD schickt aller Voraussicht nach Melanie Buhr ins Rennen, derzeit ehrenamtliche stellvertretende Bürgermeisterin. Formal fehlt ihr noch das letzte Häkchen: die offizielle Nominierung durch die Mitgliederversammlung der rund 65 Sozialdemokraten im Friesoyther Ortsverein. Nach Informationen von fritz-online soll diese am Donnerstag, 5. Februar, erfolgen. Melanie Buhr. Foto: privat Dass die SPD erst so spät Klarheit schafft, ist das Ergebnis innerparteilicher Turbulenzen. Für viele überraschend war der frühere Ortsvereinsvorsitzende Olaf Eilers als Gegenkandidat gegen Buhr angetreten – und von der Findungskommission mit 7:5 Stimmen nominiert worden. Doch das Intermezzo währte nur kurz: Nach heftigen internen Diskussionen zog Eilers wenige Tage später die Reißleine, trat sowohl als Kandidat als auch als Vorsitzender zurück. Mehrere Vorstandsmitglieder folgten ihm. Inzwischen hat sich die Lage beruhigt. Der neu gewählte SPD-Vorstand sprach sich mit deutlicher Mehrheit für Melanie Buhr aus. Am 5. Februar soll die Mitgliederversammlung diesen Kurs offiziell bestätigen. Theoretisch könne bis dahin – oder sogar noch am Abend selbst – ein weiterer Bewerber auftauchen, sagt der neue OV-Vorsitzende Sören Wewer auf Anfrage von fritz-online . Praktisch halte man das jedoch für äußerst unwahrscheinlich. Jann-Christian Hegewald Foto: privat: Deutlich geräuschloser verlief die Kandidatenkür bei der Friesoyther CDU. Jann-Christian Hegewald erklärte frühzeitig seine Ambitionen. „Ich wollte mich bewusst früh zeigen“, so der 34-Jährige im Gespräch mit fritz-online . Er wolle die Zeit nutzen, um mit den Menschen vor Ort persönlich ins Gespräch zu kommen. CDU-Vorstand und Ratsfraktion stellten sich geschlossen hinter ihn, die Nominierungsversammlung folgte ohne Gegenwind. Sofern nicht weitere Kandidaten antreten, ist die Ausgangslage nach dem 5. Februar klar: Zwei Bewerber, zwei Parteien, ein Ziel. Dann dürfte in Friesoythe der Wahlkampf offiziell beginnen. Die Entscheidung fällt am 13. September – Friesoythe hat die Wahl.

  • Schwerer Unfall in Bösel: 67-jährige Frau eingeklemmt

    Bei dem Unfall in Bösel wurde eine 67-jährige Frau schwer verletzt. . Fotos: Martin Pille Bösel . Eine 67-jährige Böselerin ist am Sonntagnachmittag gegen 14 Uhr auf der Overlaher Straße in Bösel bei einem PKW-Unfall schwer verletzt worden. Laut Polizeiangaben wollte die Frau in eine Hofeinfahrt einbiegen und hielt wegen des Gegenverkehrs auf der Fahrbahn, als ein 19-jähriger Garreler mit seinem VW Beetle die sich bildende Autoschlange in Richtung Overlahe überholte. Dabei übersah er den Die Feuerwehr musste die Fahrerin aus dem Autowrack befreien. Fotos: pi Abbiegevorgang und kollidierte mit der Böselerin in dem Moment als sie abbog. Das eintreffende Rettungspersonal mit Notarzt des DRK alarmierte die Böseler Feuerwehr, denn die eingeklemmte, aber ansprechbare Frau konnte nicht ohne weiteres aus dem Fahrzeug befreit werden. Die Feuerwehr, die mit 35 Leuten und fünf Fahrzeugen angerückt war, spreizte die Fahrzeugtür auf und entfernte die B-Säule, sodass die Verletzte, die eine Beinfraktur erlitten hatte, in die Städtischen Kliniken nach Oldenburg eingeliefert werden konnte. Der Unfallverursacher erlitt Prellungen und wurde vom Rettungsdienst in das Friesoyther Krankenhaus gefahren.

  • Ausschreibung bislang ohne Erfolg: Schulleitung gesucht

    Sucht eine Leitung: St. Martin-Grundschule Bösel. Foto: Gemeinde Bösel Bösel. Die Ausschreibung für den Rektor/in-Posten der St. Martin-Grundschule als Nachfolge für die bisherige Leiterin Rita Schorling war nicht erfolgreich. Wie die Gemeindeverwaltung weiter mitteilt, wird sie wird jetzt wiederholt.

  • Bösel plant Zukunft: Geld frei für Jubiläum, Kitas und Familientag

    Von Martin Pille Neue Elternbeiträge und Erhöhung der Betriebskosten bei den Kindergärten: Die Gemeinde reagiert bei den Haushaltsansätzen. Foto: pi Bösel . Der Böseler Ausschuss für Jugend, Kultur, Sport und Familie hat einstimmig alle Haushaltsansätze einschließlich Freiwillige Feuerwehr gebilligt, die während der jüngsten Sitzung von Fachbereichsleiter Josef Runden vorgetragen wurden und an den Gemeinderat überwiesen. Dazu gehört auch die finanzielle Vorbereitung auf den OM-Familientag, der am 6. September in Kooperation mit den Euro-Musiktagen in Bösel begangen wird. In diesem Jahr will die Gemeinde Bösel seine 150 Jahre währende politische Selbstständigkeit, die Jahre 1876 mit der Abtrennung von Altenoythe begann, „in kleinem Rahmen“ feiern. Unter anderem plant der Heimatverein dafür eine Fahrrad-Sternfahrt durch die Bezirke der Ortschaften. Die Gemeinde selbst hat einen 300-seitigen Bildband mit überwiegend historischen Fotos in Auftrag gegeben und plant zudem eine Foto-Ausstellung im Rathaus. Ein „großes Festjahr“ soll dann jedoch im Jahr 2030 gefeiert werden, wenn sich zum 950. Mal die erste Erwähnung Bösels jährt. Bürgermeister Hermann Block kündigte hierzu auch das Erscheinen einer wissenschaftlich fundierten Chronik an, für die ab 2027 auch die finanziellen Mittel in den Haushalt eingestellt werden sollen. Offizialat erhöht Elternbeiträge Das Bischöflich Münstersche Offizialat (BMO) wird zum 1. August 2026 die Elternbeiträge für die Betreuungsplätze in den katholischen Kindertagesstätten erhöhen. Eine analoge Erhöhung gibt es auch in der „Kita für Alle“ und in der Übergangskindertagestätte an der Messingstraße. Darauf reagiert die Gemeinde mit der Anpassung seiner Haushaltsansätze. Danach soll die Neuordnung kostenneutral sein; eine Staffelung der Elternbeiträge erfolgt künftig in elf statt bisher in sechs Einkommensstufen. Geringe Einkommen sollen entlastet werden, höhere differenzierter gefiltert und mehr belastet werden, so der Beschlussvorschlag der Verwaltung. Bedingt durch eine neue Finanzierungsvereinbarung mit dem BMO erhöhen sich die Ausgaben der Gemeinde bei den Betriebskosten der vier Kitas um ca. 100.000 Euro. Die neuen Ansätze billigte der Ausschuss einstimmig.

  • Plattdeutsch, Pop & Pleiten – Vorhang auf für die Glitterboys in Friesoythe

    Von Claudia Wimberg Werkeln an ihrer neuesten Aufführung: Die Mitglieder des Friesoyther Theatervereins treffen sich in der Friesoyther Realschule zu den Proben. Foto: cl Friesoythe. „Wenn man schon beim Lesen des Drehbuches soviel Spaß hat und soviel lachen muss, dann kann es nur gut werden“, lautet die einhellige Meinung von Doris Berndmeyer, Wilhelm Lübbers-Siemer und Mechthild Grunert. Die Regisseurin, der Vorsitzende des Friesoyther Theatervereins und seine Stellvertreterin hegen somit keinerlei Zweifel an ihrer Auswahl und zeigen sich zuversichtlich, dass auch die Aufführung der plattdeutschen Komödie kein Drama wird. Mit den Proben haben die Mitglieder bereits im November begonnen, während sich die Bühnenbildner derzeit intensiv um den Bau der Kulisse in der Realschule kümmern.   „För ümmer Disco“ heißt der Dreiakter von Andreas Wening, den die Laienschauspieler gewohnt unterhaltsam in Szene setzen und dabei ihr Publikum in die Zeit des Disco-Fiebers der 80er versetzen. Erinnerungen an das Popmusik-Duo „Modern Talking“ werden wach, das mit eingängigen Melodien, Kitsch und Klischees nicht nur im eigenen Land Karriere machte. Von 120 Millionen verkauften Tonträgern konnten Andreas Fiesebarg (Peter Behrens) und sein Kumpel Bodo (Gregor Lübbers) dagegen nur träumen. Die „Glitterboys“ galten damals vielmehr als Billigantwort auf Thomas Anders und Dieter Bohlen, sind bis heute jedoch genauso zerstritten. Für die ehrgeizige Event-Managerin Regina Rautenstengel (Mechthild Grunert) allerdings kein Grund, die beiden nicht auf eine lukrative Revival-Tournee schicken.   Die Vorbereitungen prägen jämmerliche Gesangsproben und Nebenwirkungen von Botox- und Hormoninjektionen. Zu allem Übel mutiert Andreas' Ehefrau Birgit (Andrea Loschen) zur knallharten Geschäftsfrau und veranlasst, dass die Promikochsendung „Schmausen wie die Stars“ in ihrem Haus gefilmt wird. Nicht nur der arrogante Fernsehproduzent Viktor Winsel (Werner Schumacher) und die „Klatschspalten-Nacktschnecke“ Coco Cabana (Christin Grunert-Elsen) wirbeln von nun an den Haushalt durcheinander, sondern auch die hysterische Fan-Club-Leiterin der „Glitterboys“, Elvira Puvogel (Friederike Kröger), die selbst Andreas' Unterhosen als begehrte Trophäen einsammelt. Anrüchige Fotos Als dann auch noch anrüchige Fotos von Tochter Lena (Julia Loschen) im Internet auftauchen, die sich von Winsel zu einem Casting hat überreden lassen, und Hossa Rodriguez (Felix Wulfers) den betagten Glitterboys auf Stöckelschuhen eine Choreografie einhauchen soll, eskaliert die Stimmung.   Wie es ausgeht, erfahren die Theaterfans erstmals in fünf Aufführungen. Premiere feiert Hubert Kathmann, der bei seinem Debüt in die Rolle des Hausarztes Dr. Richard Wurm schlüpft. Dass es nie zu spät ist, Plattdeutsch zu lernen, beweist Heiner Grunert-Elsen, der als Journalist Jens Schneckenreiter seine ersten drei Sätze im Rampenlicht schnackt.     Info: Der Theaterverein Friesoythe lädt am Samstag, 14. März, und am Samstag, 21. März ab 19.30 Uhr zu den ersten beiden Aufführungen ein. Die Nachmittagsvorstellung findet am Sonntag, 22. März, ab 14.30 Uhr mit Kaffee und Kuchen statt. Danach stehen die Laienschauspieler noch einmal am Freitag, 27. März, und Samstag, 28. März, ab 19.30 Uhr auf der Bühne. Karten gibt es ausschließlich an der Abendkasse.

  • Schmuck gestohlen, Anhänger weg: Polizei ermittelt im Nordkreis

    Symbolbild: AdobeStock Sedelsberg/Friesoythe. Am vergangenen Wochenende kam es im Nordkreis zu mehreren Eigentumsdelikten. Zwischen Freitag, 17 Uhr, und Samstag, 13.45 Uhr, wurden in der Danziger Straße in Sedelsberg zwei Wohnungseinbruchdiebstähle verübt. Die bislang unbekannten Täter nutzten die Abwesenheit der Bewohner aus und verschafften sich Zugang zu den Wohnungen. Dabei stahlen sie unter anderem Schmuck. Die genaue Schadenshöhe ist derzeit noch nicht bekannt. Darüber hinaus wurde in der Bahnhofstraße in Friesoythe ein Pkw-Anhänger gestohlen. Die Tat ereignete sich im Zeitraum von Mittwoch, 14. Januar, 17 Uhr, bis Samstag, 17. Januar, 08.44 Uhr. Der Anhänger war mit einem Anhängerschloss gesichert und auf einem frei zugänglichen Parkplatz abgestellt. Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 4.000 Euro geschätzt. Die Polizei hat in beiden Fällen die Ermittlungen aufgenommen und bittet mögliche Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise zu den Taten geben können, sich bei der Polizei zu melden.

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