top of page

Suchergebnisse

Diese Website durchsuchen

795 Ergebnisse gefunden mit einer leeren Suche

  • Schwerer Fahrradunfall: Ersthelfer appellieren an mehr Hilfsbereitschaft

    Die beiden Ersthelfer Jens Kotte (links) und Daniel Glöckner hätten sich mehr Unterstützung gewünscht. Foto: privat Friesoythe. Nach einem schweren Fahrradunfall in der Kirchstraße in Friesoythe am Montagnachmittag appellieren die Ersthelfer Daniel Glöckner und Jens Kotte an die Bevölkerung, in Notfallsituationen nicht wegzusehen und im Rahmen der eigenen Möglichkeiten Unterstützung zu leisten. Nach bisherigen Erkenntnissen waren gegen 17:15 Uhr zwei Radfahrer in Richtung Stadtmitte unterwegs, als einer von ihnen stürzte. Der Mann blieb nach Beschreibung der Ersthelfer zunächst regungslos auf der Fahrbahn liegen. Die Feuerwehrkameraden Glöckner und Kotte wurden durch Hilferufe auf den Unfall aufmerksam und übernahmen die Erstversorgung des Verletzten. Gleichzeitig sicherten weitere Anwesende die Unfallstelle ab und alarmierten die Rettungskräfte. Nach Angaben der beiden Ersthelfer gestaltete sich die Versorgung zunächst schwierig, da kein Verbandmaterial zur Verfügung stand, weil sie selbst nicht mit dem Auto unterwegs waren. Mehrere vor Ort befindliche Personen und Autofahrer wurden um Unterstützung gebeten. Dieser Bitte sei jedoch zunächst nicht entsprochen worden. In einer solchen Situation zählt jede Minute, betonen die beiden. Sie seien auf Unterstützung angewiesen gewesen und hätten sich gewünscht, dass mehr Menschen unmittelbar helfen oder zumindest die benötigten Hilfsmittel zur Verfügung stellen. Erst durch die Unterstützung eines Anwohners sowie einer später eintreffenden Autofahrerin seiVerbandmaterial bereitgestellt worden. Dadurch konnten die notwendigen Maßnahmen bis zum Eintreffen von Rettungsdienst und Notarzt durchgeführt werden, heißt es weiter. Der Verletzte sei nach der Erstversorgung durch Rettungsdienst und Notarzt zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht worden. Neben den Rettungskräften war auch die Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) des Landkreises Cloppenburg im Einsatz, um Augenzeugen des Unfalls zu betreuen. Die beiden Ersthelfer bedanken sich ausdrücklich bei den Personen, die im weiteren Verlauf Unterstützung leisteten. Gleichzeitig hoffen sie, dass der Vorfall dazu beiträgt, das Bewusstsein für die Bedeutung von Erster Hilfe und gesellschaftlicher Verantwortung zu stärken.

  • Vermisstes Mädchen wohlbehalten aufgefunden

    Symbolbild: Adobe Stock Elisabethfehn/Apen. Die seit den Morgenstunden des 8. Juni 2026 vermisste 15-jährige Jugendliche aus Elisabethfehn wurde heute, Dienstag (9. Juni)) im Bereich der Gemeinde Apen wohlbehalten aufgefunden. Eine Frau entdeckte die Jugendliche und nahm sie bis zum Eintreffen der Polizei bei sich auf. Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta holten die 15-Jährige anschließend ab und brachten sie zurück zu ihrer Wohnanschrift. Die Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta bedankt sich ausdrücklich bei allen Bürgerinnen und Bürgern, die im Rahmen der Öffentlichkeitsfahndung aufmerksam waren und nach der Vermissten Ausschau gehalten haben.

  • Wahl-Plakate beschmiert

    Symbolbild: Adobe Stock Barßel. Unbekannte Täter haben im Zeitraum von Freitag, 5. Juni, (18 Uhr) bis Sonntag, 7. Juni (15 Uhr), im Bereich Barßel und Harkebrügge diverse Wahlplakate mit roter und blauer Farbe beschmiert. Die betroffene Partei erstattete am Montag Anzeige. Wie die Polizei mitteilte, sind auf den Plakaten Schriftzüge mit beleidigenden Worten zu erkennen, unter anderem "ACAB". Das zuständige Fachkommissariat Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen. Sachdienliche Hinwiese nimmt die Polizei in Cloppenburg unter 04471/18600 entgegen. Fahrradfahrer bei Sturz schwer verletzt Friesoythe. Am Montag, 8. Juni, befuhren ein 22-jähriger Mann und ein elfjähriges Kind aus Friesoythe gegen 16:45 Uhr mit ihren Fahrrädern die Kirchstraße in Richtung Innenstadt. Während der Fahrt verkeilten sich die Lenker der Fahrräder, sodass der 22-Jährige über den Lenker hinweg auf die Fahrbahn stürzte und sich schwer verletzte.

  • Mutmaßlicher Sabotageakt stoppt Friesoyther Triathleten beim Ironman

    Enttäuschung: Der Triathlet der Friesoyther „Tri Freaks“ nach dem mutmaßlichen Sabotageakt an seinem defekten Fahrrad. Fotos: Röckmann Friesoythe/Hamburg. Montagmorgen, halb zehn in Hamburg: Michael Röckmann sitzt vor einem Bistro und trinkt einen letzten Kaffee in der Hansestadt. In gut einer halben Stunde findet die Siegerehrung des „Ironman“ statt. Die möchte sich der Triathlet aus Varrelbusch allerdings ersparen und macht sich stattdessen wieder auf den Weg nach Hause. „Der Frust sitzt ehrlich gesagt noch zu tief und die letzte Träne ist auch noch nicht getrocknet“, gesteht er offen. Der 54-Jährige ist Mitglied der „Tri Freaks“ des SV Hansa Friesoythe und bei dem internationalen Event mit rund 3000 Teilnehmern Opfer des mutmaßlichen Sabotageakts im Stadtteil Kirchwerder geworden. Während des sogenannten „Jedermann-Rennens“ lagen winzige Metallsplitter auf dem Asphalt und bremsten zahlreiche Radfahrer aus. Neben platten Reifen „waren wegen eines Sturzes in meinem Umfeld auch Sanitäter im Einsatz“, so Röckmann, der sich ein Jahr lang ebenso akribisch wie diszipliniert auf seine dritte Langdistanz mit 3,8 Kilometern Schwimmen, 180 Kilometern Radfahren und 42,2 Kilometern Laufen vorbereitete und in seiner Altersklasse „eine berechtigte Hoffnung auf eine gute Platzierung hatte.“ Das Aus: Metallsplitter zerstörten mehrfach auch die Reifen von Röckmanns Fahrrad. Aus dem Wasser ist er „super gekommen“ und auch auf dem Rad lief es zunächst reibungslos. Im Bezirk Bergedorf nahm er dann an den Häusern Plakate mit der Aufschrift „Ihr raubt uns die Freiheit“ wahr und wunderte sich über verhältnismäßig viele Radfahrer mit Pannen, bevor er wegen eines defekten Reifens selbst absteigen musste. Der Reifenwechsel war schnell vollzogen, „doch 100 Meter weiter gab es die nächste Panne und da wusste ich, dass etwas nicht stimmen kann“, berichtet der Sportler. Als sein Ersatz- und Reparaturmaterial erschöpft war „musste ich notgedrungen aufgeben“, so Röckmann weiter und findet deutliche Worte. „Dass sich Anwohner über Straßensperrungen beklagen und demonstrieren, ist legitim und das habe ich auch schon erlebt. Sollte es sich hier allerdings um einen gezielten Angriff auf die Athleten gehandelt haben, dann hört der Spaß auf“, unterstreicht der Triathlet, der die polizeilichen Ermittlungen abwarten will und sich rechtliche Schritte vorbehält. Der frühere Fußballer und Landesmeister im Taekwondo ist vor rund 20 Jahren eher zufällig zum Ausdauersport gekommen. Mit seinem Chef vereinbarte der Mitarbeiter eines großen Energieversorgers damals einen „Schnuppertriathlon“ als kleinen Wettkampf und „das machte mir sofort Spaß.“ Er schloss sich den Friesoyther „Tri Freaks“ an und nimmt seitdem regelmäßig an Meisterschaften teil, wobeider „Ironman“ mit insgesamt 226 Kilometern zu den größten und anspruchsvollsten zählt, die er schon zweimal bewältigte. Motiviert: Michael Röckmann präsentiert sich zum Auftakt des Hamburger Ironmans mit seiner Startnummer. Fotos: Röckmann Ein paar Tage brauche es wohl noch, um die Enttäuschung bei seiner dritten Teilnahme zu verarbeiten, sagt Röckmann. Doch dann soll es nicht nur mit dem Training weitergehen. Der Varrelbuscher freut sich 2026 noch auf den Norderney-Triathlon und der damit verbundenen olympischen Distanz von 1,5 Kilometern Schwimmen, 40 Kilometern Radfahren und zehn Kilometern Laufen sowie den Triathlon in Duisburg, der die Mitteldistanz von insgesamt 113 Kilometern vorsieht. Und ob in Hamburg oder anderswo: Auch die Herausforderung Ironman möchte der „Sportler durch und durch“ noch einmal meistern und sich dabei von keinerlei Störungen aufhalten lassen.

  • Ausschuss stimmt für Einrichtung neuer Berufsfachschule in Friesoythe

    Bei der BBS Friesoythe wird die neue Berufsfachschule Sozialpädagogik eingerichtet. Foto: Höffmann Landkreis Cloppenburg. Der Landkreis Cloppenburg unterstützt die Einrichtung des Ausbildungsganges „Berufsfachschule Sozialpädagogik“ an den Berufsbildenden Schulen (BBS) Friesoythe zum Schuljahr 2026/27. Der Schulausschuss hat dem Kreistag einstimmig empfohlen, der Einrichtung zuzustimmen und die Kreisverwaltung mit der Antragstellung beim Regionalen Landesamt für Schule und Bildung zu beauftragen. Antrag der BBS Friesoythe Die BBS Friesoythe hatte den Antrag im April 2026 beim Landkreis eingereicht. Anlass ist die Entscheidung des Niedersächsischen Kultusministeriums, die Berufsfachschule Dual mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik zum 1. August 2026 einzustellen. Mit dem neuen Bildungsgang soll weiterhin ein attraktives und wohnortnahes Ausbildungsangebot im sozialpädagogischen Bereich sichergestellt werden. Das Einzugsgebiet der Berufsfachschule Sozialpädagogik soll den gesamten Landkreis Cloppenburg umfassen. Abstimmung zwischen den Schulen Die Einführung des Bildungsganges wurde im Vorfeld mit der BBS Technik Cloppenburg sowie der BBS am Museumsdorf abgestimmt. Mit der geplanten Einrichtung reagiert der Landkreis auf den anhaltenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften im sozialpädagogischen Bereich und schafft zugleich neue Perspektiven für junge Menschen, die eine Ausbildung in sozialen Berufen anstreben.

  • Friesoythe – Diebstahl eines Rollers

    Friesoythe. In der Zeit von Samstag, 6. Juni , 18 Uhr, bis Sonntag, 7. Jun , 11 Uhr, wurde in der Moorstraße in Friesoythe ein Roller der Marke Peugeot gestohlen, der auf dem Hinterhof eines Mehrfamilienhauses abgestellt war. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben oder Hinweise zum Verbleib des Rollers geben können, sich mit der Polizei in Friesoythe unter der Telefonnummer 04491/9339-0 in Verbindung zu setzen.

  • Friesoythe: Seniorenmesse geht in die zweite Runde - Aussteller gesucht

    Die Premiere der Seniorenmesse im Cloppenburger Kreishaus war im vergangenen Jahr ein voller Erfolg. Foto: Landkreis Friesoythe/Landkreis Cloppenburg. Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr in Cloppenburg findet die Seniorenmesse „Infomarkt 60+“ in diesem Jahr in Friesoythe statt. Veranstaltet wird die Messe vom Senioren- und Pflegestützpunkt für den Landkreis Cloppenburg in Zusammenarbeit mit dem Projekt CURT („Cloppenbürger unterstützen rege und lassen 60+ teilhaben“) des Bildungswerks Cloppenburg-Garrel e. V. Die Veranstaltung öffnet am Mittwoch, 9. September 2026, von 14 bis 17 Uhr ihre Türen im Forum am Hansaplatz, Hansaplatz 11, in Friesoythe. Besucherinnen und Besucher erwartet ein vielfältiges Informations- und Beratungsangebot rund um das Leben im Alter, heißt es in einer Pressemitteilung. Bereits jetzt werden Aussteller gesucht. Angesprochen sind Dienstleister, Institutionen, Vereine und Unternehmen aus dem Landkreis Cloppenburg, die in der Seniorenarbeit oder der häuslichen Pflege tätig sind. Der „Infomarkt 60+“ bietet ihnen die Möglichkeit, ihre Angebote, Dienstleistungen und Projekte einem interessierten Publikum vorzustellen und direkt mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen. Die Messe setzt folgende Schwerpunkte: Aktiv im Alter Seniorengruppen und Begegnungsangebote Bildungs- und Kulturangebote Sport- und Bewegungsangebote Soziale Dienste und Freizeitmöglichkeiten Beratung und Hilfe Senioren- und Wohnberatung Unterstützung für ein selbstständiges Leben zu Hause Essen auf Rädern Haushaltshilfen und Fahrdienste Schulungs- und Informationsangebote Soziale Unterstützung und Pflege Alltagshilfen für ältere Menschen Unterstützung bei Pflegebedürftigkeit Hilfsmittel zur Förderung von Selbstständigkeit und Lebensqualität Informationen zu ambulanten Pflegediensten Barrierefreie und altersgerechte Wohnmöglichkeiten Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements Die Organisatoren verstehen den „Infomarkt 60+“ als niedrigschwellige Plattform für Information, Austausch und Vernetzung. Ziel ist es, ältere Menschen und ihre Angehörigen über bestehende Unterstützungsangebote zu informieren und gleichzeitig die Akteure der Seniorenarbeit im Landkreis sichtbar zu machen. Interessierte Aussteller können sich bis zum 17. Juni 2026 beim Senioren- und Pflegestützpunkt Niedersachsen für den Landkreis Cloppenburg anmelden. Ansprechpartner sind Elisabeth Hermes (Telefon 04471/15872, E-Mail: e.hermes@lkclp.de) sowie Alex Bodinek (Telefon 04471/15626, E-Mail: a.bodinek@lkclp.de).

  • Diebstahl aus unverschlossenem Pkw in Saterland

    Symbolbild: Adobe Stock Saterland. In der Nacht von Freitag auf Samstag kam es in der Eschstraße in Saterland zu einem Diebstahl aus einem geparkten Fahrzeug. Nach bisherigen Erkenntnissen entwendeten bislang unbekannte Täter mehrere Gegenstände aus einem unverschlossenen Pkw. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet mögliche Zeugen, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich der Eschstraße beobachtet haben oder Hinweise zur Tat geben können, sich bei der Polizeistation Saterland unter der Telefonnummer 04498/923770 zu melden. Pedelec-Fahrer bei Verkehrsunfall in Barßel schwer verletzt Barßel.Bei einem Verkehrsunfall auf der Mühlenstraße in Barßel ist am Samstagvormittag ein 64-jähriger Pedelec-Fahrer schwer verletzt worden. Nach bisherigen Erkenntnissen befuhr ein 85-jähriger Pkw-Fahrer aus Ostrhauderfehn gegen 10:35 Uhr die Mühlenstraße und beabsichtigte, den vorausfahrenden Pedelec-Fahrer an einer Fahrbahnverengung zu überholen. Während des Überholvorgangs kam es zur Berührung zwischen dem Außenspiegel des Pkw und dem Pedelec-Fahrer. Der 64-Jährige stürzte infolge des Zusammenstoßes und erlitt schwere Verletzungen. Er wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Sowohl am Pkw als auch am Pedelec entstand leichter Sachschaden. Die Polizei hat die Ermittlungen zur genauen Unfallursache aufgenommen.

  • Schere, Scheitel und Scheidungen

    Die FRITZ-Kolumne am Sonntag Von Julius Höffmann Symbolbild: Adobe Stock Nein, ich möchte keine Klischees bedienen. Wirklich nicht. Und trotzdem. Manchmal steht ein Klischee so geschniegelt vor einem, dass man es unmöglich ignorieren kann. Warten mit Donald Duck So geschehen bei meinem jüngsten Frisörtermin in Friesoythe. Die Chefin persönlich war gerade bei der Arbeit und frisierte eine Kundin. Ich nahm Platz, griff nach einem Donald-Duck-Heft und versank in Entenhausen. Doch selbst Donald Duck hat gegen die Wirklichkeit manchmal keine Chance. Die Trennung lebt weiter Die beiden Damen sprachen über eine Trennung. Von wem? Das blieb zunächst unklar. In solchen Gesprächen scheint die Identität der Beteiligten ohnehin zweitrangig zu sein. Die Trennung selbst ist die Hauptfigur. Auf meine vorsichtige Nachfrage folgte die beruhigende Auskunft, die Angelegenheit liege bereits länger zurück. Die Trennung sei also keineswegs aktuell. Dennoch wurde sie mit jener liebevollen Präzision aufgearbeitet, die sonst nur Historiker bei Friedensverträgen oder Fußballfans bei umstrittenen Abseitsentscheidungen an den Tag legen. Nachrichten aus dem echten Leben Während Donald Duck versuchte, irgendeiner finanziellen Katastrophe zu entkommen, erhielt ich ganz nebenbei ein umfassendes Update aus dem wirklichen Leben. Wer umgezogen war. Wer gebaut hatte. Wer verkaufen wollte. Wer sich überraschend vermehrt hatte – menschlich wie tierisch. Welche Gerüchte inzwischen bestätigt waren und welche noch in der kommunalen Warteschleife hingen. Die wahre Pressestelle Kurz gesagt: Ich kam für einen Haarschnitt und verließ den Salon mit einer gepflegten Frisur sowie einem aktuellen Nachrichtenüberblick. Vielleicht sind Frisörsalons deshalb bis heute konkurrenzlos. Sie schneiden nicht nur Haare. Sie kürzen auch den Abstand zwischen den Menschen. Und während draußen Algorithmen verzweifelt versuchen, herauszufinden, was uns interessiert, genügt drinnen ein einziger freier Stuhl. Zum Schluss Nein, ich möchte wirklich keine Klischees bedienen. Aber falls jemand wissen möchte, wo das gesellschaftliche Informationszentrum Friesoythes liegt: Es hat mehrere Frisierstühle, einen Stapel Zeitschriften – und gelegentlich auch Donald Duck in Entenhausen.

  • 309 Menschen erhielten 2026 die deutsche Staatsbürgerschaft

    Bei einer feierlichen Zeremonie wurde allen zur Einbürgerung gratuliert. Foto: Landkreis Landkreis Cloppenburg. Der Große Sitzungssaal des Kreishauses Cloppenburg war Schauplatz eines besonderen Ereignisses: Zur jährlichen Einbürgerungsfeier begrüßte Landrat Johann Wimberg zahlreiche neue deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger gemeinsam mit ihren Familien und Freunden. Die Atmosphäre war geprägt von Herzlichkeit, Freude und Dankbarkeit – für viele Gäste glich der Abend einem großen Familienfest, heißt es in einer Pressemitteilung de Landkreises. Zwar erhalten Personen nach erfolgreicher Einbürgerung ihre Unterlagen grundsätzlich unmittelbar nach Abschluss des Verfahrens, einmal im Jahr lädt der Landkreis jedoch zu einer offiziellen Feierstunde ein, um die Bedeutung dieses Schrittes besonders zu würdigen. 309 Einbürgerungen bis Mai Allein bis Ende Mai 2026 haben im Landkreis Cloppenburg bereits 309 Menschen die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten. Weitere 208 Anträge wurden in diesem Jahr bislang gestellt. In seiner Begrüßung machte Landrat Wimberg deutlich, dass die Einbürgerung weit mehr sei als ein formaler Verwaltungsakt. „Auf dem Papier ist es nur ein behördlicher Vorgang – aber das ist eine standesamtliche Eheschließung auch“, sagte der Landrat. Beides dürfe angemessen gefeiert werden. Zugleich würdigte er die Leistungen der Neubürgerinnen und Neubürger. Für den Erwerb der deutschen Staatsbürgerschaft seien zahlreiche Anforderungen zu erfüllen, darunter das Erlernen der deutschen Sprache, das Bestehen von Prüfungen und die Bewältigung umfangreicher Verwaltungsverfahren. Anforderungen, die Menschen, die in Deutschland geboren wurden, in dieser Form nie erfüllen mussten. Die deutsche Staatsbürgerschaft bedeute das Recht auf politische Mitbestimmung, die Sicherheit eines starken Sozialsystems und Freizügigkeit innerhalb Europas. Gleichzeitig gehe sie mit der Verantwortung einher, die Gesellschaft aktiv mitzugestalten. „Ich wünsche mir, dass Sie hier ankommen, nicht nur mit dem Pass, sondern mit dem Herzen. Und ich hoffe, dass auch wir als Gemeinschaft dafür sorgen, dass Sie sich willkommen fühlen – jeden Tag, nicht nur heute“, sagte Wimberg. „Was ist eigentlich typisch deutsch?“ Als Festredner sprach Pfarrer und Privatdozent Dr. Marc Röbel, Direktor der Katholischen Akademie Stapelfeld, über die Frage, was Deutschland und insbesondere die Region auszeichne. Mit einem Augenzwinkern widmete er sich zunächst dem norddeutschen Gruß „Moin“, der im Oldenburger Münsterland zu jeder Tageszeit verwendet werde. Drei weitere Sätze seien ebenfalls hilfreich für den Alltag: „Da nich für!“, „Das läuft!“ und „Noch eins?“. Hinter den humorvollen Beispielen stand jedoch eine ernsthafte Botschaft. Röbel betonte, Nationalismus sei nicht typisch deutsch, sondern vielmehr Ausdruck von Ausgrenzung und Abschottung. Als Beispiel verwies er auf den sogenannten Cloppenburger Kreuzkampf von 1936. Damals protestierten mehr als 10.000 Menschen vor der Münsterlandhalle gegen die Entfernung von Schulkreuzen durch die Nationalsozialisten. Nach Ansicht Röbels verteidigten die Menschen damals nicht allein religiöse Symbole, sondern grundlegende Werte wie Menschlichkeit, Gewissensfreiheit und den Widerstand gegen Ausgrenzung. Auf diesem Fundament sei das moderne Deutschland aufgebaut worden. „Wenn Sie mich fragen, was typisch deutsch ist, dann würde ich antworten: Dass wir aus unserer Geschichte gelernt haben“, sagte Röbel. Videobotschaft des Bundespräsidenten Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wandte sich per Videobotschaft an die neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger. Darin betonte er die Bedeutung von Vielfalt, Beteiligung und gesellschaftlichem Zusammenhalt. „Können, Wissen und Ideen sollten eingebracht werden. Das Band unseres Miteinanders wird stärker, wo unterschiedliche Menschen ins Gespräch kommen. Sie willkommen zu heißen ist ein Anlass zur Freude für unser ganzes Land“, erklärte Steinmeier. Festlicher Ausklang Für den musikalischen Rahmen sorgte das Blechbläserensemble der Kreismusikschule Cloppenburg unter der Leitung von Jan-Erik Bredehorst. Zum Abschluss der offiziellen Feier sangen die Gäste gemeinsam die Nationalhymne. Beim anschließenden Imbiss nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit zum Austausch und zum Kennenlernen. In lockerer Atmosphäre klang ein Abend aus, der für viele Neubürgerinnen und Neubürger den Beginn eines neuen Kapitels markierte – und bei dem die oft gehörte Frage „Noch eins?“ sinnbildlich für Offenheit, Gemeinschaft und gelebte Willkommenskultur stand.

bottom of page