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- Ortslandvolk Friesoythe: Josef Preut übernimmt Vorsitz
Auf einen Blick: Der alte und neue Vorstand des Ortslandvolkverbandes Friesoythe sowie die Referenten der jüngsten Mitgliederversammlung. Foto: Ortslandvolkverband Friesoythe (cl). Alle Zeichen stehen zurzeit auf Frühling. Auch die Mitglieder des Ortslandvolkverbandes Friesoythe sind beruflich in die Saison gestartet und haben ehrenamtlich mit einem Generationswechsel bereits ihr Feld bestellt. Mit Vorsitzenden Thomas König, Elmar Preut, Dirk Roter, Fritz Anneken und Gerd Plaggenborg sind fünf Mitglieder aus dem Vorstand ausgeschieden und haben die Geschäfte an junge Nachfolger übergeben. Neuer Chef des Verbandes wurde in der Mitgliederversammlung im Hotel Landhaus Pollmeyer Josef Preut (25), der nun mit Michael Reiners, Johannes Roter, Thomas Ortmann, Stefan Kösters sowie den bisherigen Vorstandsmitgliedern Veronika Pancratz und Andreas Böckmann das Führungsgremium bildet. „Wir wollen nicht das Rad neu erfinden, aber natürlich auch neue Ideen verwirklichen“, sagt Josef Preut, der mit seinen Mitstreitern als erste Amtshandlung den Feldbegang als gesetzte Veranstaltung vorbereiten wird. Rund 150 Mitglieder aus Friesoythe und Thüle sind im Ortslandvolkverband registriert, der sich als lokale Interessenvertretung und Ansprechpartnerfür die Belange der Landwirtschaft einsetzt und über ein Netzwerk zu überörtlichen Verbänden und Tiermedizinern verfügt. 21 Jahre stand er unter der Führung von Thomas König, dem die Mitglieder für seinen langjährigen Einsatz mit lobenden Worten und einem Präsent dankten. Gleiches galt für seine ebenfalls nicht wieder kandidierenden Kollegen, die sich wie er darüber freuten, keine Nachwuchssorgen zu verzeichnen. Zu Gratulanten des neuen Vorstandes zählten auch Bernd Siulmann, Geschäftsführer des Kreislandvolkverbandes Cloppenburg, der zu den Themen Düngeverordnung und Wasserschutzgebiete referierte, sowie Stefan Sprock, Leiter des Bereichs Netzwerkentwicklung beim international agierenden Hersteller von Land- und Baumaschinen CNH-Industrial.
- Osterfeuer in Bösel: So sind die Regeln
Osterfeuer müssen im Böseler Rathaus angemeldet werden. Foto: Pille Bösel . Wie die Böseler Gemeindeverwaltung mitteilt, können Anmeldungen für Osterfeuer ab sofort im Rathaus eingereicht werden. Die Anmeldung kann persönlich im Rathaus (Raum 1.09), telefonisch unter 04494/ 89-22 oder per Mail an willenborg@boesel.de noch bis zum 20.03.2026 erfolgen. Was darf ins Osterfeuer? Bei Brauchtumsfeuern können geeignete pflanzliche Rückstände, unter anderem unbehandeltes Holz, Baum- und Strauchschnitt sowie sonstige Pflanzenreste verbrannt werden. Nicht mitverbrannt werden dürfen Abfälle wie beschichtetes oder behandeltes Holz (hierunter fallen auch behandelte Paletten, Schalbretter usw.), Altreifen oder Sperrmüll. Andere Stoffe, insbesondere Mineralöle und Mineralölprodukte oder Abfälle, wie Plastik und Verpackungsrückstände, dürfen weder zum Anzünden noch zur Unterhaltung des Feuers benutzt werden.Da jedes einzelne Osterfeuer eine Umweltbelastung darstellt, ist rechtzeitig zu überlegen, ob nicht durch eine gemeinsame Veranstaltung mit anderen Vereinen und Einrichtungen die Anzahl der Osterfeuer verringert werden kann. Für das Anbieten von Getränken und/oder Speisen ist eine Gaststättenanzeige notwendig.
- Schulung für mehr Sicherheit im Kita-Alltag
Informierten über „Grundlagen für Hygienebeauftragte in der Kita“: Jörg Vasentin-Lewedei und die stellvertretende Leiterin des Gesundheitsamtes, Manuela Fastje. Foto: Landkreis Landkreis Cloppenburg. Regelmäßiges Händewaschen, das Desinfizieren häufig berührter Oberflächen, eine gute Organisation hygienerelevanter Tätigkeiten wie des Wickelns sowie die klare Trennung zwischen unreinen Arbeiten – etwa mit möglichem Kontakt zu Krankheitserregern – und reinen Tätigkeiten wie der Essenszubereitung: Diese Grundpfeiler der Hygiene standen im Mittelpunkt des Seminars „Grundlagen für Hygienebeauftragte in der Kita“. Bakterien, Pilze, Viren und Parasiten können im Kita-Alltag erhebliche Krankheitsrisiken darstellen, heißt es in einer Pressemiiteilung. Um Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen für diese Herausforderungen noch besser zu sensibilisieren, organisierte der Landkreis Cloppenburg im Kreishaus eine kompakte Fachschulung zum Infektionsschutz. Denn gerade in Kitas könnten sich Krankheiten schnell verbreiten. Durch klare Hygienekonzepte lasse sich jedoch insbesondere das Risiko gruppenübergreifender Ausbrüche deutlich reduzieren. Nach der Begrüßung durch Manuela Fastje, stellvertretende Leiterin des Gesundheitsamtes, informierte Jörg Vasentin-Lewedei vom Niedersächsischen Landesgesundheitsamt Hannover über zentrale Themen wie Übertragungswege von Erregern, Flächen- und Händedesinfektion sowie den richtigen Einsatz persönlicher Schutzausrüstung. Der Experte, der an der Entwicklung der Qualifizierung zum Hygienebeauftragten in Kitas beteiligt war, betonte: „Oft gibt es in den Einrichtungen keine eigenen Hygienebeauftragten, obwohl das aus unserer Sicht sehr sinnvoll wäre. Eine rechtliche Pflicht besteht nicht – häufig liegt die Verantwortung deshalb bei der Leitung. Hygiene ist immer auch eine Frage der Verantwortung.“ Nach dem Infektionsschutzgesetz benötigt jede Einrichtung einen Hygieneplan. Klare Regeln helfen dabei, Infektionsketten zu unterbrechen und Kinder sowie Mitarbeitende zu schützen. Dafür sei insbesondere Wissen über Übertragungswege und geeignete Desinfektionsmaßnahmen entscheidend. „Gerade Noro- und Rotaviren, die beide Brechdurchfall auslösen, verbreiten sich schnell und sind schwieriger zu desinfizieren. Deshalb ist der Einsatz geeigneter Mittel besonders wichtig“, erklärte Vasentin-Lewedei. Abschließend stellte Julia Niemann vom Kreisgesundheitsamt, zuständig für Infektionskrankheiten, neue Online-Anträge für Meldungen nach § 34 des Infektionsschutzgesetzes vor. Diese sollen künftig eine schnellere digitale Meldung ermöglichen.
- Platt, Poesie und feines Menü: Bösel feiert Auftakt zum Jubiläum
Ein feines Menü und heitere Geschichten up platt konnten die Gäste im Heimathaus Bösel genießen. Fotos: Martin Pille Bösel . Den heiteren Auftakt einer Reihe von Veranstaltungen zum 150-jährigen Bestehen der Gemeinde Bösel machte am Samstagabend (14. März) die „Borsla Vereinigung für niederdeutsche Sprache und Literatur“ in Bösel. Im Heimathaus gab es ein wunderbares Festmenü, bei dem Borsla-Chef Dr. Josef Willer am Anfang und am Ende auswendig zahlreiche Burwinkel-Gedichte rezitierte. In den Menüpausen erzählte Reinhard Lanfer Geschichten von Martin Pille, unter anderem „Pastor Sommer un die Specksiete“ und die vom dummen Alwin, der meinte, er könne die Polizei überlisten. Martin Pille wiederum gab Geschichten von Franz Schwalm zum Besten und las neben „Piggen Schnieder un dei neien Büxen“ auch „Pastor Sommer un dei Scheper“. Das Böseler Heimhaus war zum Jubiläums-Auftakt gut gefüllt. Ein gut gefülltes Heimathaus genoss diesen Plattdeutsch-literarisch-kulinarischen Abend in entspannter Atmosphäre bei gutem Essen und wohltemperierten Weinen. Die Gemeindespitze vertrat dabei der stellvertretende Bürgermeister Ludger Beeken, der – selbstverständlich „upp Platt“- ein „Flachgeschenk“ für die Borsla-Vereinigung überreichte.
- Zukunft der Biogasenergie: Podiumsdiskussion in Friesoythe
Erfolgsmodell Biogas: Auch in Zukunft noch erfolgreich? Symbolbild: Adobe Stock Friesoythe . Biogas gilt als wichtiger Bestandteil der regionalen Energieversorgung und der landwirtschaftlichen Wertschöpfung. Doch angesichts veränderter politischer Rahmenbedingungen stellt sich zunehmend die Frage, wie dieses Erfolgsmodell auch in Zukunft wirtschaftlich bestehen kann. Mit diesen Herausforderungen beschäftigt sich eine öffentliche Podiumsdiskussion, zu der Interessierte am Donnerstag, 9. April 2026, eingeladen sind. Die Veranstaltung, die von der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Altes Amt Friesoythe organisiert wird, findet im Forum am Hansaplatz, Hansaplatz 11 in Friesoythe, statt. Einlass ist ab 19.30 Uhr, Beginn der Diskussion um 20 Uhr. Wie der MIT-Vorsitzende Clemens Siemer mitteilt, sollen zentrale Fragen zur Zukunft der Biogasbranche im Mittelpunkt des Abends stehen: Welche politischen Rahmenbedingungen sind notwendig, damit bestehende Anlagen weiterhin wirtschaftlich betrieben werden können? Wie lässt sich die Zukunft vieler Anlagen nach dem Auslaufen der EEG-Förderung sichern? Und welche neuen Perspektiven ergeben sich für die Nutzung von Biogas – etwa im Wärmebereich, im Verkehr oder für industrielle Anwendungen? Zu diesen Themen diskutieren mehrere Gäste aus Politik und Landwirtschaft. Auf dem Podium sitzen Silvia Breher (MdB), Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Hartmut Moorkamp (MdL), Mitglied im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Niedersächsischen Landtages und selbst Landwirt, sowie Hubertus Berges, Vorsitzender des Kreislandvolkverbandes Cloppenburg und Vizepräsident des Landvolks Niedersachsen. Die Moderation übernimmt Jann Christian Hegewald, Bürgermeisterkandidat der CDU Friesoythe. Interessierte werden gebeten, sich zur besseren Planung bis zum 31. März 2026 per E-Mail an info@altesamtfriesoythe.de anzumelden.
- Unfallflucht in Friesoythe
Friesoythe . Am Freitag, 13. März, zwischen 17:25 Uhr und 17:45 Uhr, ereignete sich eine Verkehrsunfallflucht in der Moorstraße in der Innenstadt von Friesoythe. Dabei wurde nach Polizeiangaben ein geparkter Renault durch ein bislang unbekanntes Fahrzeug beschädigt. Der Verursachende entfernte sich vom Unfallort, ohne sich um den entstandenen Schaden in Höhe von ca. 1000EUR zu kümmern. Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei Friesoythe unter 04491/93390 entgegen.
- „Bleibt neugierig“: Pastor Kurt Schulte im Fritz-Gespräch
Das Sonntags-Interview Von Julius Höffmann Fritz: Sie kehren mit 60 Jahren in Ihre alte Heimatregion Friesoythe als Priester zurück – wie fühlt sich das an? Kurt Schulte: Ich bin selbst überrascht. 1984 habe ich hier mein Abitur gemacht, bin dann zum Studium weggegangen und war danach meist nur an Wochenenden wieder hier. Nun wirklich zurückzukehren, ist ein Stück Heimkommen. Viele vertraute Gesichter gehen auf mich zu, man spricht miteinander. Ich fühle mich angenommen und rundum wohl. Besonders beeindruckt mich, wie viele Frauen und Männer sich hier ehrenamtlich engagieren. Dafür bin ich sehr dankbar. Ich fühle mich freundlich und wertschätzend empfangen – das tut mir gut und gibt Energie. Fritz: Hat sich die Stadt seit Ihrer Jugend stark verändert? Was ist geblieben? Kurt Schulte: Ich fahre viel mit dem Fahrrad und bin gern auf meinem alten Schulweg von Bösel nach Friesoythe unterwegs. Vieles erkenne ich wieder, natürlich hat sich auch einiges verändert. Die Orte sind größer, pluraler und diverser geworden, aber auch ein Stück anonymer. Nachbarschaften sind nicht mehr so selbstverständlich, viele Menschen arbeiten auswärts, alles ist weitläufiger geworden. Das sehe ich auch als Herausforderung für uns als Kirche: Menschen zusammenzuführen und zu vernetzen. Fritz: Haben Sie eine Idee, wie das gelingen kann? Kurt Schulte: Ich glaube, wir müssen Angebote schaffen, bei denen Menschen gern zusammenkommen und neugierig werden. Neue Formate, die niedrigschwellig erreichbar sind. Da müssen wir nicht sofort mit dem Glaubensbekenntnis beginnen, sondern erst einmal fragen: Wie geht es euch? Womit beschäftigt ihr euch? Vielleicht können wir gemeinsam an einem Projekt arbeiten – für die Gemeinschaft oder für die Kommune. Menschen zusammenbringen, so wie wir es zum Beispiel schon bei den Seniorengemeinschaften erleben. Fritz: Kirche steht insgesamt vor großen Herausforderungen. Was sehen Sie als die wichtigsten Aufgaben vor Ort in Friesoythe? Kurt Schulte: Ich bin grundsätzlich ein sehr optimistischer Mensch. Mir ist wichtig zu betonen: Bei allem Umbruch ist es kein Abbruch. Natürlich verändern wir uns. Manche Dinge müssen wir aufgeben, weil sie sich nicht mehr tragen oder überholt haben. Aber wir sollten positiv nach vorne schauen und den Menschen vermitteln: Wir brechen auf, wir wagen Neues, wir entdecken Neues. Das Gefühl der Niedergeschlagenheit – dass alles weniger wird – sollten wir überwinden. Bei mir überwiegt klar die Zuversicht. Mit dieser Einstellung möchte ich Menschen mitnehmen und ein Stück begeistern. Fritz: Wie möchten Sie Menschen erreichen, die der Kirche fernstehen? Kurt Schulte: Wir müssen dorthin gehen, wo die Menschen sind – bei Festen und Feiern, in Gruppen und Vereinen, nicht nur in kirchlichen Kreisen. Präsenz zeigen, Gesprächspartner sein und neugierig auf die Menschen bleiben. Das möchten wir auch als Team hier in St. Marien zeigen. Vielleicht entstehen daraus auch neue Formate. Wir wollen Familien fragen: Was wünscht ihr euch? Nicht mit der Haltung „Wir wissen, was gut für euch ist“, sondern indem wir zuhören. Gleichzeitig gibt es feste Punkte, an denen viele Menschen mit der Kirche in Berührung kommen – etwa bei Beerdigungen, Taufen oder Trauungen. Diese Momente können wir nutzen, um zu zeigen: Wir sind eine einladende Kirche und können Antworten auf Lebensfragen geben. Fritz: Welche Rolle spielen Jugendliche und junge Familien in Ihrer Arbeit? Kurt Schulte: Unsere Aufgaben im Team sind noch nicht endgültig verteilt. Vor kurzem hatte ich eine Taufe in Friesoythe mit vielen jungen Eltern und Kindern. Ihnen zu zeigen: Glaube will euch nichts nehmen – er möchte euch etwas schenken und euch stärken. Bei der Seniorenarbeit können wir durchaus bei vertrauten Formen bleiben. Gleichzeitig müssen wir auf Jugendliche und junge Familien zugehen, ihre Lebenswirklichkeit wahrnehmen und sie neugierig machen auf das, wofür wir stehen. Fritz: Was wünschen Sie sich von Ihrer neuen Gemeinde? Kurt Schulte: Ich wünsche mir Offenheit für Neues. Dass man nicht nur sagt: „Das war immer so, das haben wir immer so gemacht.“ Sondern dass wir gemeinsam die Veränderungen annehmen und überlegen: Wie können wir Kirche heute gestalten? Anders heißt nicht schlechter. Anders kann auch mehr Zuversicht, mehr Intensität und mehr Lebensfreude bedeuten. Viele Ehrenamtliche signalisieren bereits, dass sie diesen Weg mitgehen wollen. Wichtig ist mir auch: miteinander sprechen, nicht übereinander. Auch mir und uns gegenüber ein offenes Wort zu wagen – auch Kritik – gehört dazu. Fritz: Was macht Ihnen an Ihrem Beruf nach all den Jahren noch immer am meisten Freude? Kurt Schulte: Vor allem die Begegnung mit Menschen und das Vertrauen, das mir als Priester entgegengebracht wird. Menschen erzählen aus ihrem Leben, teilen Freude, aber auch Sorgen. Wenn ich in Zeiten von Verzweiflung oder Trauer helfen kann, ist das sehr erfüllend. Und natürlich bereitet mir auch das Feiern von Gottesdiensten und der Liturgie mit den Menschen große Freude. Das sind zwei Säulen, die mir immer wieder Begeisterung schenken. Fritz: Welche Botschaft liegt Ihnen besonders am Herzen? Kurt Schulte: In Münster haben Messdiener einmal bei meinen Predigten gezählt, wie oft ich den Satz gesagt habe: „Gott ist ein Freund des Lebens.“ Einmal hieß es danach: „Heute nur viermal.“ Für mich ist Glaube etwas Frohmachendes und Ermutigendes. Papst Benedikt hat einmal gesagt: Wer sich auf Jesus Christus einlässt, verpasst nichts und gewinnt alles. Das möchte ich leben und weitergeben. Der Glaube macht das Leben nicht immer einfach, aber er hilft, mit den Herausforderungen gut umzugehen. Fritz: Wenn Sie den Menschen hier einen Satz mit auf den Weg geben könnten – welcher wäre das? Kurt Schulte: Bleibt neugierig.
- Die Illusion vom leeren ICE
Die Sonntags-Kolumne Von Julius Höffmann Ein leckeres Käsebrötchen vom Bahnhofsbäcker. Symbolbild: Adobe Stock Es gibt diese Momente, in denen man glaubt, das Leben endlich verstanden zu haben. Zum Beispiel um 6.40 Uhr morgens auf dem Bahnsteig in Oldenburg. Der ICE fährt früh. Sehr früh. Unchristlich früh. Aber – man höre und staune – tatsächlich pünktlich. Durchgehend nach Berlin. Keine Umstiege, kein Stress, nur ein sanftes Dahingleiten Richtung Hauptstadt. Wer um diese Uhrzeit reist, hat sich sein Schicksal schließlich selbst ausgesucht. Der Plan war perfekt: Ein teures Bahnhofsbrötchen vom Bäcker, ein fast leerer Waggon, keine Gespräche, keine Verpflichtungen. Einfach sitzen, kauen, aus dem Fenster schauen. Während draußen langsam der Morgen erwacht, die Landschaft vorbeizieht und die ersten Sonnenstrahlen durch die geschlossenen Augenlider dringen. Ein bisschen wie Meditation. Nur mit ICE und Frischkäse. So dachte er. Falsch gedacht. Denn auf dem noch halb dunklen Bahnsteig steht plötzlich ein Bekannter. Mit Sohn. Ziel: München. „Und“, sagt er fröhlich, „da kommen gleich noch ein paar mehr!“ Natürlich. Warum auch nicht. Wenn man schon um kurz nach sechs morgens am Oldenburger Bahnhof steht, kann man ja gleich quasi ein Klassentreffen daraus machen. Und tatsächlich: Minuten später taucht die Friesoyther Fanreihe auf. „Guuuten Morgen! Was machst du denn hier? Auch nach München?“ Nein. Berlin. „Und ihr?“ Fußball. Bayern gegen Gladbach. Auswärtsfahrt. Selbstverständlich. Es sind Bayern-Fans. Natürlich. Ein Teil der Reisegruppe landet sogar im selben Waggon. Die morgendliche Meditation verwandelt sich spontan in ein rollendes Vereinsheim mit Brötchenbegleitung. In Hannover steigen sie um, denn ihr Weg führt nach München und nicht nach Berlin. „Ciao! Schönes Spiel! Schönes Wochenende!“ Und dann sind sie weg. Der Waggon wird wieder still. Schade eigentlich. Die stille ICE-Romantik hat zwar nur ungefähr acht Minuten gehalten, aber die Begegnung am frühen Morgen hatte ihren ganz eigenen Charme. Ein bisschen Heimat auf Gleis 1, kurz vor Sonnenaufgang. Das Spiel übrigens endete 4:1 für Bayern. Für wen sonst.
- 25-Jähriger nach Verfolgungsjagd festgenommen
Symbolbild: Adobe Stock Barßel/Strücklingen . Am Freitag, 13. März, kam es gegen 16:10 Uhr an einer Tankstelle in der Ammerländer Straße in Barßel zu einer Verkehrsunfallflucht. Ein bislang unbekannter Fahrzeugführer beschädigte dabei mit einem weißen Pritschenwagen der Marke Iveco ein abgestelltes Fahrzeug und entfernte sich anschließend unerlaubt vom Unfallort. Wie die Polizei weiter mitteilte, kam es während der Flucht in der Lange Straße und in der Pestalozzistraße in Barßel zu mindestens zwei weiteren Verkehrsunfällen. Gegen 16:25 Uhr konnten Polizeikräfte des Polizeikommissariats Friesoythe das flüchtige Fahrzeug aufnehmen. Zwischenzeitlich stellte sich heraus, dass es sich um ein Firmenfahrzeug handelte, das bereits am Morgen desselben Tages in Leer gestohlen worden war. Der Fahrer, ein 25-jähriger Mann aus dem Landkreis Leer, versuchte, sich mit stark überhöhter Geschwindigkeit der Kontrolle zu entziehen und gefährdete dabei mehrfach andere Verkehrsteilnehmende. Schließlich konnte der Mann gegen 16:30 Uhr in Strücklingen widerstandslos festgenommen werden. Es besteht der Verdacht, dass der Beschuldigte unter dem Einfluss von Medikamenten stand. Die vorgelegte ausländische Fahrerlaubnis wurde beschlagnahmt, eine Blutentnahme durchgeführt und entsprechende Strafverfahren eingeleitet. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Beschuldigte entlassen. Zeugen oder weitere Geschädigte werden gebeten, sich beim Polizeikommissariat Friesoythe unter der Telefonnummer 04491/93390 zu melden.
- Blutspendetermin in Friesoythe
Symbolbild: Adobe Stock Friesoythe . Der nächste DRK-Blutspendetermin findet am Mittwoch, 18. März 2026, von 16 bis 20 Uhr in der Realschule Friesoythe, Dr.-Niermann-Straße 8, statt. Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, mit ihrer Spende einen wichtigen Beitrag zur Versorgung von Patientinnen und Patienten zu leisten. Blutspenden werden täglich benötigt – etwa bei Operationen, in der Unfallmedizin oder bei der Behandlung schwerer Erkrankungen. Jede einzelne Spende kann helfen, Leben zu retten. Daher hoffen die Organisatoren erneut auf eine rege Beteiligung aus Friesoythe und der Umgebung.Nach der Blutspende erwartet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wie gewohnt eine Stärkung mit leckerem Essen. Weitere Blutspendetermine in der Realschule Friesoythe sind in diesem Jahr an folgenden Tagen geplant: 27. Mai, 22. Juli, 30. September und 2. Dezember 2026. Die Termine finden jeweils von 16 bis 20 Uhr statt.









