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  • Winterwanderung des Heimatvereins

    Bösel . Am Sonntag 22. Februar, veranstaltet der Heimatverein Bösel Nord die diesjährige Winterwanderung. Los geht es um 14 Uhr beim Heimatmuseum. Die Tour führt durch das winterlich-schöne Bösel-Nord. Nach ein paar Zwischenstopps werden zum Abschluss Kaffee und Kuchen im Heimathuus angeboten.

  • Wie ein Wespen-Schwarm den Großherzog zu Fall brachte

    Arbeiter pflasterten mühsam die Staatschaussee von Friesoythe bis Bad Zwischenahn. Fotos: Archiv Martin Pille Altenoythe . Bevor Kaiser Wilhelm II. im Laufe eines Vormittags im August 1890 mit Reichskanzler Leo von Capirivi, Finanzminister Johannes von Miquel und dem Chef des Geheimen Zivilkabinetts, Hermann von Lucanus, tafelt, sodann eine Parade des Gardecorps abnimmt, um anschließend eine Reise zu Zar Alexander IIII. nach Russland anzutreten, denkt seine kaiserliche Majestät zunächst an Altenoythe. Er setzt sich an seinen Schreibtisch und schreibt eine Depesche an den Großherzog Peter II. in Oldenburg: „Gratulation zur Errettung Seiner königlichen Hoheit des Großherzogs aus Lebensgefahr“. Was war geschehen? Fuhr in Altenoythe mit seiner Equipage in den Chausseegraben: Großherzog Peter II. von Oldenburg Großherzog Nikolaus Friedrich Peter II. von Oldenburg, nach dem auch Bösels „Kronkolonie“ Petersdorf sowie Nikolausdorf benannt ist, unternahm an diesem denkwürdigen Tag per Sonderzug einen Ausflug nach Cloppenburg. Ihn begleiteten sein Vertrauter, der Vorsitzende Staatsminister Günther Gerhard Friedrich Jansen, Oberschlosshauptmann Heino Henning Franz von Heimburg und sein Adjutant von Wangenheim. Man wollte dort die neuerrichtete „Idiotenanstalt“ besichtigen, dessen diskriminierender Name erst ab 1913 nicht mehr verwendet wurde. Interessant für den Großherzog waren zudem staatliche Holzungen, in denen die Nonnenraupen arge Verheerungen angerichtet hatten. Sodann sollte es per Equipage über Friesoythe und Edewecht weitergehen zum Landschloss seiner Majestät in Rastede. Bei dieser Gelegenheit wollte der Großherzog die gerade fertiggestellte neue Staatschaussee von Friesoythe über Edewechterdamm nach Bad Zwischenahn testen, die er als Voraussetzung für den wirtschaftlichen Aufschwung des Landes bauen ließ. Dann geschah es! Wie die Oldenburger „Nachrichten für Stadt und Land“ berichtete, gingen „vor dem Dorf Altenoythe“ die 4 Pferde der großherzoglichen Kutsche durch. Angeblich hatten vom Besuch begeisterte Menschen Böllerschüsse abgefeuert und die Tiere wildgemacht. Der rasende Galopp endete für Rösser und großherzoglicher Kutsche kopfüber im neuen Chausseegraben. Amtshauptmann von Heimburg brach sich in der völlig zertrümmerten Kutsche den rechten Arm, Großherzog Peter II. und die übrigen Herren blieben außer leichten Blessuren unverletzt. Amtsarzt Medizinalrat Dr. Nolte aus Friesoythe eilte herbei und versorgte den verletzten von Heimburg mit einem Notverband. Vom Zeller Glup aus Thüle wurde eine Kutsche geordert, die Peter II. dann bis nach Rastede beförderte, die übrigen wieder direkt nach Oldenburg. Dorfstraße durch Altenoythe um 1890. Fotos: Archiv Pille Die Zeitung berichtigte anderntags über die Ursache des Unglücks: Nicht Böllerschüsse der begeisterten Bevölkerung, sondern ein Schwarm Wespen, der sich über das Stangenpferd hergemacht hätte, sei das Übel gewesen. Peter II. bedankte sich einige Tage später bei Dr. Nolte mit einem huldvollen Schreiben für den medizinischen Beistand im Unglück und belohnte ihn mit einem goldenen Brilliantring. Zeller Glup aus Thüle, der die Herrschaften in seiner Kutsche weiterbeförderte, erhielt ein namhaftes Geldgeschenk. Als seine Majestät Kaiser Wilhelm II. im fernen Berlin von der eigentlichen Ursache für das Unglück in Altenoythe erfuhr, setzte er sich erneut hin und schrieb ironisch-belustigt: „In dem Loche in der Mauer sind die Wespen auf der Lauer“, - frei aus Wilhelm Buschs „Tobias Knopp“.

  • Valentinstag: Alarmstufe Rot

    Die Sonntags-Kolumne Von Julius Höffmann Symbolbild: Adobe Stock Gestern war Valentinstag. Nicht daran gedacht? Herzlichen Glückwunsch – Sie sind offiziell Mitglied im Club der Spätzünder mit Premium-Schuldgefühl. Aufnahmegebühr: ein Strauß Blumen mit Expresszuschlag. Jedes Jahr tagt er wieder, der Küchentisch-Gipfel der Liebe: Schenkt eigentlich nur er ihr etwas? Oder gibt’s Gleichberechtigung auch in Rosenform? Und wenn ja – was genau? Werkzeug mit Herzchen? Motoröl „Edition Amore“? Ein Akkuschrauber, der beim Start „Love is in the Air“ summt? Und wie läuft das in den langlebigen Beziehungen – also jenen, die länger halten als jeder Blumenstrauß? Schenkt man da noch? Oder gerade dann? Als charmanten Beweis, dass zwischen Steuererklärung und Spülmaschine noch ein bisschen Herzklopfen wohnt? Die Blumenindustrie hat dazu eine klare Haltung:Natürlich ein Strauß. Mindestens. Besser ein Arrangement in SUV-Größe – mit einer Rechnung, die ebenfalls motorisiert ist. Romantiker sagen: Eine Rose reicht. Aber bitte mit Blickkontakt. Pragmatiker murmeln: „War doch erst Weihnachten.“ Realisten wissen: Es ist immer entweder zu viel, zu wenig oder die falsche Farbe.Rot? Zu offensiv.Weiß? Verdächtig.Gelb? Sprechen wir nicht drüber. Und überhaupt: Muss es teuer sein? Oder reicht ein Kaffee ans Bett plus heldenhafte Wäschekorb-Übernahme? In manchen Partnerschaften gilt schon korrekt aufgehängte Sockenware als Liebesbeweis mit Symbolkraft. Andere schwören auf ein leidenschaftlich geteiltes Zwiebel-Mettbrötchen. Romantik ist schließlich relativ. Bleibt die Königsfrage: Was tun, wenn man’s vergessen hat? Notfallplan Deluxe: Tief durchatmen. Betroffen schauen. Sagen: „Für mich ist doch jeder Tag mit dir Valentinstag.“ Währenddessen unauffällig den Blumenlieferdienst googeln. Am Ende ist Valentinstag nichts weiter als der TÜV für die Liebe. Man hebt kurz die Motorhaube der Gefühle, klopft liebevoll aufs Blech und sagt:„Läuft doch noch.“ Und falls es irgendwo quietscht – Blumen helfen.Meistens. 🌹

  • Bei Unfall Radfahrerin leicht verletzt

    Symbolbild: Adobe Stock Friesoythe/Saterland. Am Freitag, 13. Februar, ereigneten sich in Saterland und Friesoythe zwei Verkehrsunfälle, bei denen jeweils eine Person leicht verletzt wurde. Wie die Polizei miutteilte, befuhr ein 26-jähriger Mann aus Saterland gegen 12 Uhr mit seinem Pkw die Straße Hoheberg und beabsichtigte, nach links in den Langholter Weg abzubiegen. Dabei übersah er den vorfahrtsberechtigten Pkw eines 59-jährigen Mannes aus Barßel, der den Langholter Weg in Richtung Ramsloh befuhr. Im Einmündungsbereich kam es zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge. Der 59-Jährige wurde leicht verletzt. Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 5.000 Euro geschätzt. Rund eineinhalb Stunden später, gegen 13:40 Uhr, kam es in Friesoythe zu einem weiteren Unfall. Im Kreisverkehr der Europastraße wollte eine 32-jährige Autofahrerin aus Friesoythe in den Kreisverkehr einfahren und übersah dabei eine von links querende 14-jährige Radfahrerin, ebenfalls aus Friesoythe. Es kam zur Kollision, bei der die Jugendliche leichte Verletzungen erlitt. Der Gesamtschaden beläuft sich hier auf rund 5.500 Euro.

  • Doppelkopfturnier in Bösel

    Bösel. Der CDU-Gemeindeverband Bösel lädt ein zu einem Doppelkopfturnier am Sonntag, 15. März, um 14 Uhr im Heimathaus, Overlaher Straße 10, in Bösel. Es gibt reichlich Preise zu gewinnen. Im Startgeld von 20 Euro sind Getränke und Imbiss enthalten. Anmeldungen nimmt Benjamin Dirks unter Telefon 0172 9113619 oder über info@cdu-cloppenburg entgegen.

  • 1.000 Euro: Restcent-Aktion zeigt große Wirkung

    Landrat Johann Wimberg (rechts) übergibt den Spendenscheck an Christian Lampe vom Kjells Wunderland e.V. aus Cloppenburg. Foto: Frank Beumker Landkreis Cloppenburg . Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landkreises Cloppenburg haben durch die „Restcent-Aktion: Kleine Spende - Große Wirkung“ 1.000 Euro an Kjells Wunderland e.V. aus Cloppenburg gespendet. Landrat Johann Wimberg hat den Scheck an den Verantwortlichen Christian Lampe übergeben. „Kjells Wunderland zeigt auf beeindruckende Weise, wie viel Kraft, Mut und Lebensfreude in Kindern steckt – und wie wichtig es ist, ihnen Räume zu geben, in denen sie einfach Kind sein dürfen. Dieses Projekt ist ein Ort der Hoffnung, der Fantasie und des Miteinanders. Ich danke allen, die mit Herzblut dazu beitragen, dass hier ein echtes Wunderland entstanden ist“, sagte Wimberg. Lampe freute sich über die Spende: „Wir danken den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landkreises für diese wertvolle Unterstützung. Diese Spende hilft uns von Kjells Wunderland, Familien mit schwerstkranken Kindern eine wohlverdiente Pause vom Alltag zu bieten.“ „Unser Ziel ist es, an Krebs erkrankte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, sowie deren Familien zu unterstützen. Darüber hinaus wollen wir mehr Menschen für diese Erkrankungen sensibilisieren und dadurch Forschungsbemühungen fördern. Außerdem setzen wir uns für die nachhaltige Verbesserung der palliativen Versorgung für krebskranke Kinder im Landkreis Cloppenburg ein“, erklärte Lampe. Vor mehr als 25 Jahren wurde die „Restpfennig-Aktion“ von einigen Beschäftigten der Kreisverwaltung ins Leben gerufen, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Im Rahmen dieser Aktion haben zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Centbeträge ihrer monatlichen Bezüge – also Beträge zwischen 1 und maximal 99 Cent – für einen guten Zweck gespendet. Darüber hinaus bestand die Möglichkeit, zusätzlich monatlich einen frei wählbaren Betrag zu spenden. Die anfängliche „Restpfennig-Aktion“ unterstützte seit 1999 die Brasilien-Initiative Nordestino e.V., die sich insbesondere für Straßenkinder und hilfsbedürftige schwangere Frauen einsetzte. Im Laufe der Jahre wurden von den Mitarbeitenden des Landkreises Cloppenburg weit über 30.000 Euro gespendet. Da sich der Verein aufgelöst hat, wurde die heutige „Restcent-Aktion“ neu aufgelegt und unterstützt zukünftig jährlich wechselnde soziale Projekte in der Region. Auch in diesem Jahr wurde der Betrag auf eine runde Summe aufgerundet, so dass schließlich 1000 Euro für den guten Zweck durch den Landrat übergeben werden konnten.

  • Vormittags geschlossen

    Landkreis Cloppenburg. Der Landkreis Cloppenburg weist darauf hin, dass aufgrund einer internen Veranstaltung die Entsorgungszentren Stapelfeld und Sedelsberg am Donnerstag, den 19. Februar, vormittags geschlossen sind. Nachmittags sind die Entsorgungszentren regulär geöffnet. Für Fragen zu den Öffnungszeiten oder zur Entsorgung allgemein steht auch die Abfallberatung des Landkreises unter der Rufnummer 04471-15 428 mit Auskünften zur Verfügung.

  • Neue Öffnungszeiten

    Friesoythe . Aufgrund von personellen Engpässen werden ab dem 16. Februar 2026 die Öffnungszeiten des Bürger-Service-Center im Rathaus Friesoythe bis auf Weiteres wie folgt geändert: Montag bis Freitag: 8 Uhr bis 12:30 Uhr; Mittwoch: 14 Uhr bis 17 Uhr; Donnerstag: 14 Uhr bis 18 Uhr

  • Vor 90 Jahren war Schuleinweihung in Bösel Anlass für Kreuzerlass

    Bei der Einweihung sprach der Julius Pauly, Minister für Kirchen und Schulen, dahinter Bürgermeister Liborius Schmidt. Fotos: Archiv Martin Pille Bösel/Südoldenburg . Mitte November 1936 erreichte den Schulleiter der Petersdorfer Schule, Clemens Arlinghaus, eine Anordnung des aus Bösel stammenden Bürgermeisters der Gemeinde Altenoythe, Liborius Schmidt: „Die Kreuze und das Beten in der Schule sind verboten“. Arlinghaus hielt sich an die Maßregel. Stattdessen – nicht ungefährlich- betete man vor einem benachbarten Kreuz den Rosenkranz. 2026 jähren sich in Bösel und in Südoldenburg zwei Ereignisse zum 90. Mal, die untrennbar miteinander verwoben sind: Die doppelte Einweihung der neuen Volksschule 1936 sowie der Massenprotest der Südoldenburger gegen die Umwandlung ihrer Lebenswelt im nationalistischen Sinne, der als sogenannter „Kreuzkampf“ in Erinnerung geblieben ist. Heute weiß man aus umfangreichen wissenschaftlichen Studien, dass die Ereignisse in Bösel –die sonntägliche Einweihung der neuen Schule in Bösel durch streitbaren Pfarrer Franz Sommer nach der staatlichen Einweihung ohne ihn- nicht der „Angelpunkt“ der Auseinandersetzung gewesen ist. Der „Kreuzerlass“ vom 4. November 1936, mit dem der Minister für Kirchen und Schulen, Julius Pauly, die Kreuze und die Luther-Bilder aus den Schulen verbannen wollte, war nur der Höhepunkt der „Gleichschaltung“ durch das NS-Regime, die bereits 1933 begonnen wurde und den Zweck hatte, deren Machtpolitik gegen das Konfessionelle durchzusetzen. Doppelte Einweihung Volksschule Bösel 1936, hier die staatliche. Fotos: Archiv Pille Die Böseler Schuleinweihung war mithin Anlass, nicht Ursache. Es war nicht einfach ein „Unfall“ oder eine „Entgleisung“ Paulys gewesen, wie die nationalsozialistischen Ausreden glauben machen wollten. Pfarrer Sommer sei der Schuldige, denn er hätte mit seiner Einweihungsfeier eine parteifeindliche Einstellung gezeigt. Dabei war Sommer tatsächlich am Tag der staatlichen Einweihung verhindert gewesen. Der Kreuzkampf hatte seine Wurzeln zuvörderst in der nationalsozialistischen Schulpolitik auf der Grundlage seiner antichristlichen Ideologie. Was folgte, war dann einer der wenigen öffentlichen Widerstreite gegen Maßnahmen der nationalsozialistischen Regierung. Das führte zu massiven Protesten der Bevölkerung im überwiegend katholischen Oldenburger Münsterland. Selbst das französische Magazin Le-Pelerin berichtete. Fotos: Archiv Pille In der legendären Versammlung vor 7000 Zuhörern in der Münsterlandhalle in Cloppenburg nahm der Oldenburger Gauleiter Carl Röver den Erlass zumindest teilweise wieder zurück.  Eine Niederlage und Blamage für das Regime, national wie international. Selbst d as französische Magazin „Le Pèlerin“ veröffentlichte am 17. Januar 1937 eine freie Illustration dieses Auftritts, der in Wahrheit wohl noch dramatischer verlief. Der Sieg im Oldenburger Kreuzkampf war aber nur vorläufig. Einige Monate später wurden willkürlich ausgewählte Wortführer des Protestes verhaftet. Einladungs-Plakat der Kreisleitung in die Münsterlandhalle, wo Gauleiter Carl Röver der Erlass zurücknahm. Pauly war nicht bereit, sich mit seiner Niederlage abzufinden: 1938 begann die Landesregierung in Oldenburg, die Bekenntnisschulen abzuschaffen und durch nationalsozialistisch geprägte „deutsche Gemeinschaftsschulen“ zu ersetzen.  Die „Deutsche Schule“ spielte in der Folge im Rahmen der vom NS-Regime  angestrebten Durchdringung aller Lebensbereiche und der politischen Sozialisierung und Ideologisierung der Jugend weiterhin eine bedeutsame Rolle, auch in Bösel. Der Kreuzkampf und der um das Lutherbild vermochten das nicht aufzuhalten.

  • CDU besucht CarLa Altenoythe

    Friesoythe . Der CDU-Stadtverband Friesoythe besichtigt mit seinem Bürgermeisterkandidaten Jann Christian Hegewald am Donnerstag, 26. Februar von 19 bis ca. 21 Uhr die Friesoyther Tafel "CarLa" in Altenoythe. Alle Interessierten - auch Nicht-CDU-Mitglieder - sind willkommen, jeißt es in einer Pressemitteilung. Anmeldungen werden unter info@cdu-friesoythe.de entgegengenommen.

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