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  • Grandiose Reise in die Partnerstadt

    80 Gäste erleben Berlin und Polen Friesoythe . Der Besuch des Plenarsaals des Deutschen Bundestages war für viele Gäste eine Premiere. Genauso der Gang auf der Dachterrasse und in die berühmte Glaskuppel des Reichstagsgebäudes in Berlin. Der Abstecher in die Bundeshauptstadt gehörte zur viertägigen Jubiläumsreise nach Berlin und Polen anlässlich des 20-jährigen Beste- hens der Städtepartnerschaft zwischen Friesoythe und Swiebodzin. „Das hat sich wirklich gelohnt“, so der einhellige Tenor der 80 Gäste, die in zwei Bussen unterwegs waren. Die erste Nacht verbrachten sie im zentral gelegenen Hotel „Berlin Berlin“ in Berlin und lernten die Besonderheiten der Stadt nach einem ausgiebigen Frühstück während einer interessanten Stadtrundfahrt kennen. Zu Fuß gingen sie bei bestem Wetter durch das Brandenburger Tor und schlenderten über die Prachtstraße Unter den Linden am Hotel Adlon vorbei, bevor es in Richtung Polen weiterging. Schnell erreichte die Gruppe Swiebodzin, nur 170 km von Berlin entfernt. Im Hotel SEN verbrachten sie die beiden nächsten Nächte und vergessen sicherlich nie den „tanzenden Bacchus“ als Gastgeber der Weinprobe am Abend. Am Tag zwei in Polen besuchten die Reisegäste die riesige Christusstatue, lernten ein altes Kloster kennen und machten einen kleinen Stadtspaziergang durch Swiebodzin. Die Dolmetscherinnen Marzena und Martha sorgten für ein gutes Verständnis während des gesamten Aufenthalts, Reiseleiter Julius Höffmann begrüßte die Gruppe am Abend zu einem fürstlichen Festessen in der alten Johanniterburg in nahgelegenen Lagow. Die staunenden Gäste zeigten sich sichtlich beeindruckt vom Innenhof des Restaurants, wo sie ein mehrgängiges Menü genießen konnten. Nach einer offiziellen Begrüßung durch den Bürgermeister der Stadt Swiebodzin, Thomasz Olesiak, im Rathaus, ging es am 4. Tag zurück in die Heimat.

  • Nach Freispruch: Kurt Schulte wechselt nach Friesoythe

    Das Kirchengericht des Bistums Augsburg hat den früheren Münsteraner Dompropst und Offizial vom Vorwurf des sexuellen Missbrauchs freigesprochen. Kurt Schulte. Foto: Offizialat Vechta / Johannes Hörnemann Das Kirchengericht des Bistums Augsburg hat in einem kirchlichen Strafverfahren den früheren Münsteraner Dompropst und Offizial Kurt Schulte (60) vom Vorwurf des sexuellen Missbrauchs freigesprochen. "Denn er hat keine solche Straftat begangen", heißt es in einer Pressemitteilung des Offizialats. Daher sei der gebürtige Böseler in diesem Punkt freizusprechen. Gegen Schulte gab es Vorwürfe von grenzüberschreitendem, unangemessenem Verhalten. Dennoch sprach das Kirchengericht in Augsburg Strafen aus, weil Schulte die Befugnisse seines Amtes und seiner Aufgabe als Dienstvorgesetzter gegenüber einer ihm unterstellten Person missbraucht habe. Demnach ließ er der Person über seinen dienstlichen E-Mail-Account unangemessene private Nachrichten zukommen. "Hier hat sich Schulte nach dem Urteil des Kirchengerichts strafbar gemacht", so das Offizialat. Das Gericht legte daher ein räumlich begrenztes Aufenthaltsverbot für Schulte zum Schutz der betroffenen Person fest. Zudem verbot das Gericht ihm für fünf Jahre, Ämter oder Aufgaben zu übernehmen, die mit einer Weisungsbefugnis gegenüber ihm unterstellten hauptamtlichen Mitarbeitenden ausgestattet wären.  Weitere Auflagen für Schulte gibt es nicht. Die Personalkonferenz des Bistums Münster hat zudem entschieden, dass Schulte ab dem 1. Januar 2026 als  Pastor (ohne Leitungsaufgaben) in der Pfarrei St. Marien in Friesoythe eingesetzt werden wird.   Hintergrund:   Der frühere Bischof von Münster, Dr. Felix Genn, hatte Schulte im Juni 2022 bis zur Klärung der Vorwürfe grenzüberschreitenden, unangemessenen Verhaltens beurlaubt. Aufgrund des bald darauf erhobenen Vorwurfes der unbefugten Weitergabe vertraulicher Unterlagen hatte Schulte dem Bischof den Verzicht auf alle Ämter angeboten, dem der Bischof im September 2022 entsprach. Die staatlichen Strafverfolgungsbehörden eröffneten wegen fehlendem Anfangsverdachtes kein Ermittlungsverfahren. In einem kirchlichen Verwaltungsstrafverfahren war Schulte 2023 wegen Geheimnisverrat wegen der unbefugten Weitergabe von Dokumenten in vier Fällen bestraft worden.  Als Dompropst stand Kurt Schulte seit 2013 an der Spitze des Münsteraner Domkapitels. Dieses ist vor allem für die Feier der Gottesdienste im St.-Paulus-Dom zuständig. Das Domkapitel wählt zudem den Bischof. Als Offizial leitete Schulte seit 2010 das Offizialat, das Münsteraner Kirchengericht. Zuvor war er unter anderem als Propst in Vechta und zuvor als Pfarrer in Dinklage tätig. Zum Priester war er 1991 geweiht worden.

  • Kreis-CDU kritisiert Ministerin Bas

    Foto: Höffmann In einem offenen Brief an Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas kritisieren der Kreisvorsitzende des CDU-Kreisverbandes Cloppenburg, Christoph Eilers MdL, der MIT-Kreisvorsitzende, Walter Lohmann, sowie alle Vorsitzenden der CDU-Stadt- und Gemeindeverbände im Landkreis Cloppenburg die jüngsten Äußerungen der Politikerin.  „Nicht gegen, sondern mit den Arbeitgebern in Deutschland“  - so heißt es in dem Schreiben, das unserer Redaktion vorliegt:

  • Pfarrer Jasper-Bruns wechselt an die Hase

    Böseler Pastor geht nach Löningen Pfarrer Stefan Jasper-Bruns wird neuer Pastor in Löningen. Foto: Kirche Bösel Bösel/Löningen . Stefan Jasper-Bruns wird neuer Pfarrer in der katholischen Kirchengemeinde St. Vitus Löningen. Gelegenheit zu einem ersten Kontakt gab es für Gremien und Pastorale Mitarbeitende der Pfarrei St. Vitus bei einem Gespräch im Pfarrheim. Wie in einer Pressemitteilung weiter mitgeteilt wurde, gehören rund 7.700 Katholikinnen und Katholiken zur Pfarrei in Löningen und in den Gemeindeteilen Bunnen, Evenkamp und Benstrup. Der Geistliche soll am 22. Februar 2026 in sein Amt eingeführt werden. Jasper-Bruns stammt aus Recke (Westfalen). Zum Priester geweiht wurde der heute 48-Jährige im Mai 2004 in Münster. Im selben Jahr wurde er Vikar in Dinklage St. Catharina, 2008 wechselte er als Kaplan nach Cloppenburg. Dort blieb er bis 2012. Am 14. April wurde der katholische Priester als Leitender Pfarrer in Bösel, St. Cäcilia, eingeführt. Jasper-Bruns hat, das sagt er selbst, ein Herz für die Katholischen Verbände. So war er u.a. Präses der KAB in Cloppenburg, Präses der Schützenbruderschaft und Bezirkskurat der DPSG. Seit 2013 ist er Präses des Kolpingwerks im Land Oldenburg. Seit Juli 2024 ist Jasper-Bruns Dechant des Dekanates Friesoythe. „Ich bin sehr dankbar für den gemeinsamen Weg, den wir bis Januar in Bösel gehen. Wir haben viele schöne Sachen erleben und gemeinsam erfahren dürfen“, erklärte der Geistliche. Er denke an die große Gemeindepilgerfahrt nach Rom und viele andere Pilgerfahrten. Vieles sei mit viel Unterstützung von vielen Menschen vor Ort bewegt und weiterentwickelt worden: Die Familienkatechese in der Erstkommunionvorbereitung, die Gestaltung und Feiern von schönen und ansprechenden Familiengottesdiensten, der Bau des Begegnungszentrums, die Erstellung von Rasengräberfeldern auf dem Friedhof in Bösel und vieles mehr. „Ich bin gerne Pfarrer in Bösel!“, betonte er. Er halte es für richtig, alle zehn bis fünfzehn Jahre eine Pfarrstelle zu wechseln. „Ich habe gespürt, dass für mich nun der Wechsel in eine neue Aufgabe dran ist,“ erzählte er. „Deshalb freue ich mich auf die neue Pfarrei. Ich freue mich darauf, Pfarrer in Löningen, Benstrup, Bunnen und Evenkamp zu werden. Und ich freue mich darauf, neue Menschen in einem neuen Gemeindegefüge kennen zu lernen".  Nach seiner Entpflichtung von der Pfarrstelle in St. Cäcilia Bösel wird zum 1. Februar 2026 ein Pfarrverwalter eingesetzt. Diese Aufgabe ist noch vakant.

  • Laubtage in Bösel

    Kostenlose Entsorgung Um die Entsorgung des gesammelten Laubs zu erleichtern, bietet die Gemeinde Bösel offizielle „Laubtage“ an. An diesen Terminen kann das Laub kostenfrei beim Bauhof abgegeben werden. An folgenden Terminen ist eine Abgabe möglich: Samstag, den 13.12.2025 von 10-13 Uhr  Samstag, den 10.01.2026 von 10-13 Uhr.

  • Auf ein Wort mit...

    Heidi Hoppe, neue Dirigentin des Friesoyther Motettenchores. Foto: Alexander Zinn Fritz: Der Friesoyther Motettenchor ist 56 Jahre alt und kennt nur zwei Dirigenten. Nach Gründer Werner Haselier hat Heinrich kl. Siemer im Jahr 2000 die musikalische Leitung übernommen und sich mit dem „deutschen Requiem“ von Johannes Brahms in dieser Funktion verabschiedet. Sie treten im Februar seine Nachfolge an. Planen Sie für sich auch eine Ära? Heidi Hoppe (lacht): Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Ich weiß, dass ich in große Fußstapfen trete, aber ich nehme Herausforderungen grundsätzlich gerne an. Es ist mir eine Ehre, dass ich diese Stelle übernehmen darf und ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit. Fritz: Haben Sie sofort zugesagt? Heidi Hoppe: Ich habe mich mit meinem Mann besprochen und eine Nacht darüber geschlafen. Und je länger ich nachdachte, desto mehr Lust bekam ich. Fritz: Mit dem Chor haben Sie für Heinrich kl. Siemer ein Stück zum Abschied einstudiert und damit am Ende des Konzerts für eine gelungene Überraschung gesorgt. Davor waren Sie schon einmal zu Gast bei einer Probe, um sich vorzustellen und die Sängerinnen und Sänger zu erleben. Ihr erster Eindruck? Heidi Hoppe: Total sympathisch. Ich wurde sehr herzlich begrüßt und war von der Klangfülle beeindruckt. In diesem Chor steckt wahnsinnig viel Potenzial, das war mir sofort klar. Fritz: Sie legen großen Wert auf Stimmbildung durch gezielte Atem- und Körperübungen, zu denen Sie zu Beginn der Probe auffordern. Heidi Hoppe: Ja, das zählt zu einem wesentlichen Teil meiner Arbeit. Ebenso wie beim Sport ist es auch in der Musik wichtig, den Körper aufzuwärmen. Einsingübungen wirken sich in hohem Maße auf den Klang und die Qualität der Stimme aus. Fritz: Ihre Vita ist beeindruckend. Sie sind studierte Musikerin und haben sich auf Gesang, Klavier und Dirigieren spezialisiert. Sie unterrichten an der Oldenburger Cäcilienschule und waren Lehrbeauftragte an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Solistisch und in federführenden Funktionen kennen Sie sich auch auf internationalem Parkett aus. Sie spielen Querflöte, Klavier und Orgel und sind im Besitz des C-Examens in Kirchenmusik. In Karlsruhe, Leipzig und Lübeck hatten sie die künstlerische Leitung von großen Chören und Sinfonieorchestern inne. Wie sind Sie zur Musik gekommen? Heidi Hoppe: Ich hatte eine tolle Klavierlehrerin, die mir die Welt zur Musik eröffnete. Der Ursprung liegt aber ganz klar bei meinen Eltern, die beide sehr musikalisch und der Musik verbunden sind. Ich bin mit drei Geschwistern aufgewachsen und bei uns wurde viel gesungen. Was meine Laufbahn angeht, haben meine Eltern mich immer unterstützt, alles gegeben und ich verdanke ihnen sehr viel.    Fritz: Allerdings starteten Sie an der Uni mit Deutsch und Geschichte… Heidi Hoppe: In der Tat, da waren meine Eltern typische Schwaben, die mir mit dieser Fächerkombination zu einer gymnasialen Laufbahn als sichere Grundlage rieten. Von der Stuttgarter Uni wechselte ich dann an die Hochschule für Musik in Karlsruhe. Fritz: …doch nicht zuletzt haben Sie auch das Examen in Geographie in der Tasche. Heidi Hoppe: Geographie hat mich immer interessiert. Das liegt sicher auch daran, dass ich aus einer Försterfamilie stamme. Ich liebe die Natur und das Wandern in den Bergen.    Fritz: Also geht es im Urlaub trotz der Nähe zum Meer lieber zurück in die Berge? Heidi Hoppe (lacht): Wenn man schon Heidi heißt. Fritz: Können Sie auch jodeln? Heidi Hoppe: Ich habe mal einen Kursus absolviert. Fritz: Haben Sie Lieblingskomponisten? Heidi Hoppe: Da bin ich mit Gustav Mahler und Robert Schumann eher in der Romantik oder mit Igor Strawinsky in der Moderne verortet. Für den Chor liegt mir aber auch die zeitgenössische Musik am Herzen. Es gibt wunderbare Komponisten, die vielfach unterschätzt werden. Ein Vorteil: Man kann sie noch direkt fragen und über ihre Werke sprechen. Im Grunde bin ich offen für viele Arten von Musik. Fritz: Gibt es eine Art, mit der Sie nichts anfangen können? Heidi Hoppe: Mit Techno. Fritz: Schmieden Sie schon Pläne für die Proben und erste Aufführung mit dem Motettenchor? Heidi Hoppe: Ich habe Ideen und wälze Gedanken. Und ja, ich arbeite gerne mit Zielen und denke auch über ein Konzert nach. Mehr wird aber noch nicht verraten. Fritz: Verraten Sie, was Sie hören, wenn Sie im Auto sitzen? Heidi Hoppe: Podcasts, Hörspiele und bevorzugt „Die drei ???“

  • Neues Buch aus Bösel: "Die Herren bitten zu Tisch"

    Das Beste aus den Männer-Kochkursen Bösel . „Die Herrn bitten zu Tisch“: Als Hommage an angekohlte Anfänge und vor allem an die Freude des gemeinsamen Kochens hat Martin Pille ein Kochbuch herausgebracht. Die besten Rezepte aus 25 Jahren Männerkochkursus in Bösel und Garrel sind auf 208 Seiten verewigt. Daneben Bilder und Anekdoten, die neben den kulinarischen Informationen auch einen Unterhaltungswert garantieren. Der Böseler Heimatexperte erlernte das Kochen als Kind von seiner Mutter. Nicht weil er musste, sondern weil er wollte. 1999 übernahm er dann eher zufällig den Kursus der Volkshochschule und blieb ein Vierteljahrhundert dabei. Neben zwei Abenden in Bösel, wurde unter seiner Regie an einem weiteren Abend auch in Garrel gebrutzelt. Info : Das neue Kochbuch ist in Bösel bei EP:Zemke, der Rosen-Apotheke und der Apotheke am Kirchplatz erhältlich. Erworben werden kann es außerdem bei der Buchhandlung Schepers (Friesoythe), der Buchhandlung Terwelp (Cloppenburg) und in Peters Haarstudio (Garrel) sowie direkt bei Martin Pille (04494/1094 oder 01520/9447278).

  • „Ich war Lego-Fan“

    Die Nachwuchsreporter Julie und Ben im Gespräch mit Pfarrer Johannes Rohlfing. Friesoythe. Der Tisch war festlich gedeckt, als Friesoythes Pfarrer Johannes Rohlfing die Nachwuchs-Reporter Julie Etzel (9) und Ben Stelle (10) im evangelischen Gemeindehaus begrüßte. Bei Kinderpunsch und Lebkuchen stellte sich der Geistliche im Weihnachtsinterview den Fragen der Viertklässler, die die Friesoyther Ludgeri-Schule besuchen und nun exklusiv für das Fritz-Magazin unterwegs waren. Julie und Ben: Hatten Sie als Kind eine besondere Weihnachtstradition? Johannes Rohlfing: Natürlich gab es bei uns auch erst einmal ein leckeres Essen. Dann musste alles wieder abgewaschen werden und ihr könnt euch vorstellen, dass das bei uns Kindern immer mit Gezeter verbunden war. Als alles sauber war, haben wir einen Spaziergang gemacht, der sich für uns endlos anfühlte. Aber als auch der dann endlich vorbei war, gab es die Bescherung. Julie und Ben: Können Sie sich an ein Geschenk erinnern, das Sie als Kind unendlich glücklich gemacht hat? Johannes Rohlfing: Ich war Lego-Fan und keine acht Jahre alt, als ich eine Eisenbahn von Lego bekam. Darüber habe ich mit riesig gefreut und noch sehr lange damit gespielt. Julie und Ben: Können Sie uns eine schöne Weihnachtserinnerung aus Ihrer Kindheit erzählen? Johannes Rohlfing: Wir haben unter anderem „Alle Jahre wieder“ gesungen und wenn es darin hieß „kehrt mit seinem Segen“ haben wir immer „Sägen“ verstanden, was uns aber nie komisch vorkam. Schließlich musste das Christkind ja in die Häuser kommen und hat sich irgendwie unsichtbar hineingesägt - so hatten wir es uns zumindest überlegt. Und wenn ich heute dieses Lied höre, muss ich immer noch ein bisschen lachen. Julie und Ben: Haben Sie ein Lieblings-Weihnachtslied, das Sie jedes Jahr singen müssen? Johannes Rohlfing: Ich singe an Weihnachten viele Lieder sehr gerne, aber auf keinen Fall fehlen darf „Stille Nacht“, weil es so feierlich, ruhig und andächtig ist. Dass alle Kinder, ihr ganz sicher auch, „Stern über Bethlehem“ kennen, weiß ich aus einem der Weihnachtsgottesdienste. Das war so laut, dass das Dach fast von der Decke flog. Auch das fand ich natürlich ganz toll, denn wir haben an Weihnachten ja etwas zu feiern und das muss nicht immer leise sein. Julie und Ben: Was bedeutet Weihnachten für den christlichen Glauben? Johannes Rohlfing: Weihnachten ist immer noch ein großes Geheimnis und eine verrückte Geschichte. Der allmächtige Gott als Baby in einer Krippe. Und das nicht in einer Weltstadt, sondern in einem Stall. Das kann man sich nicht ausdenken. Julie und Ben: Welche biblische Geschichte verbinden Sie mit Weihnachten? Johannes Rohlfing: Es gibt mehrere. Einmal die Weihnachtsgeschichte, die ihr aus dem Krippenspiel mit Jesus, Maria, Josef, den Hirten und der Geburt im Stall kennt. Daneben dann eine andere, gruselige Geschichte, die beschreibt, wie Josef und Maria nach Ägypten fliehen müssen, als König Herodes den Befehl gab, alle neugeborenen Jungen in Bethlehem zu töten. Er hatte von den Weisen aus dem Morgenland von der Geburt eines Königs gehört, aber wollte keinen König neben sich haben und keiner sollte ihm seine Macht streitig machen. Die dritte Weihnachtsgeschichte dauert fünf Sekunden und lautet: Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt. Kurz, aber dahinter stecken ganz viele kluge Gedanken. Julie und Ben: Gibt es Traditionen oder Bräuche, die Sie empfehlen? Johannes Rohlfing: Es gibt in allen Familien viele unterschiedliche Traditionen und Bräuche, die Weihnachten ausmachen. Als Pfarrer empfehle ich natürlich auch den Gottesdienst. Da Weihnachten allerdings nicht für alle Menschen ein Fest der Freude ist, weil ein Freund oder ein Familienmitglied gestorben ist, laden wir am 24. Dezember um 14 Uhr auf den Friedhof zu einem etwas anderen Heiligabendgottesdienst ein. Und ich kann euch sagen: Das ist mein berührendster Gottesdienst im ganzen Jahr, weil dort eine ganz eigene Stimmung herrscht. Julie und Ben: Müssen Sie an Heiligabend den ganzen Tag arbeiten? Johannes Rohlfing: Nein, nach vier Gottesdiensten habe auch ich Feierabend. Dann feiere ich mit meiner Familie. Julie und Ben: Welches Weihnachtsessen darf bei Ihnen auf keinen Fall fehlen? Johannes Rohlfing: Da bin ich beim Festessen eigentlich nicht so festgelegt. Rouladen dürfen es genauso sein wie der Schweinebraten. Was ansonsten nicht fehlen darf, sind Mandarinen, die gehören für mich an Weihnachten unbedingt dazu. Julie und Ben: Was wünschen Sie sich selbst zu Weihnachten – und darf ein Pfarrer auch verrückte Wünsche haben? Johannes Rohlfing: Also, ein Pfarrer ist ja auch nur ein Mensch. Und wünschen, so haben es unsere Eltern immer gesagt, darf man sich alles. Ehrlich gesagt habe ich aber so ganz große Wünsche in Form von Paketen nicht, aber freue mich natürlich über das ein oder andere Kleinigkeit. Vor allem wünsche ich mir aber, dass es auf der Welt wieder ein bisschen friedlicher wird. Das mag etwas kitschig klingen, aber steht wirklich ganz oben auf die Wunschliste. Julie und Ben: Sind Sie eher Team „Früh dekorieren“ oder Team „Am 23. alles in Panik aufhängen“? Johannes Rohlfing: Ehrlich gesagt lasse ich denjenigen freie Bahn, die das alles viel besser können als ich. Und ich stehe ihnen nicht im Weg. Julie und Ben: Was wünschen Sie den Kindern unserer Stadt für dieses Weihnachtsfest? Johannes Rohlfing: Dass sie Weihnachten in vollen Zügen genießen und sich ein bisschen von diesem kindlichen Zauber für das Erwachsenendasein aufbewahren. -cl-

  • Zwerge und ein Eisbär bleiben noch ein Rätsel

    Das Chronikteam fragt: Wie kamen die Zwerge an Nikolaus nach Markhausen? Markhausen. Der Ackerwagen des heiligen Mannes war mit vielen bunten Paketen geschmückt. Da musste doch natürlich auch etwas drin sein, kombinierten ein paar Kinder von Neugier getrieben und stiegen vor Jahrzehnten kurzerhand in die Scheune ein, in der das Gefährt für den großen Auftritt abgestellt war. An den Nikolaus glaubte die kleine Bande nicht mehr, aber an die vielen Geschenke umso mehr. Doch statt leuchtender Augen gab es dann vermutlich lange Gesichter, als sich die vermeintlichen Präsente als Attrappen entpuppten. Doch mit leeren Händen kam und kommt der Heilige natürlich nie nach Markhausen und hat bis heute viele süße Sachen im Gepäck. 2025 ist es genau 70 Jahre her, dass er sich am 5. Dezember unter dem Glockengeläut zum ersten Mal vom Mühlenberg auf den Weg machte. Nach einer gemeinsamen Feier mit vielen großen und kleinen Gästen besucht er dann die Familien in ihren Häusern. In den Anfangsjahren war er mit Pferd und Wagen und später mit dem Traktor unterwegs. Heute nimmt er in einer prachtvoll dekorierten Kutsche Platz, die von ebenso prächtigen Rössern gezogen wird. Eine Tradition, die sich auch in der ersten Dorf- und Familienchronik wiederfinden soll, die ein rühriges Chronikteam aktuell erstellt. Karsten Stammermann, Kerstin Barlage, Nicole Schmidt, Renate Suter, Claudia Stammermann, Christoph Böhmann und Michael Röben haben sich dem umfangreichen und auf Jahre ausgerichteten Projekt angenommen, bei dem sie immer wieder auch die Bevölkerung in und über Markhausen hinaus um Unterstützung bitten. Mit Blick auf die Nikolaus-Auftritte ist bekannt, dass die Idee von Hauptlehrer Rudolf Braun stammte und der Gesangverein von Beginn an die Organisation übernahm. Der Heilige Mann wird stets vom Ruprecht begleitet, aber auch von Zwergen. „Und was hat es ihnen auf sich und wer kam auf diese Idee?“, fragen sich Karsten Stammermann und seine Mitstreiter und hoffen auf Antworten. Sollten es Wichtel sein? Und wenn ja, warum wurden sie an Nikolaus in Markhausen eingeführt und von wem? Oder verbirgt sich hinter der Existenz der drolligen Gesellen eine ganz andere Geschichte? Nach wie vor ein Rätsel ist darüber hinaus auch ein Eisbär, der unabhängig von Nikolaustagen oder Weihnachtszeit immer wieder mal in Markhausen auftauchte. „Es gibt verschiedene Fotos, aber noch keine Hintergründe“, sagt Stammermann und hofft auch hier auf Zeitzeugen, die für Aufklärung sorgen können. Info : Wer das Chronikteam mit Geschichten, Schriftstücken oder Erzählungen unterstützen möchte, kann sich an Kerstin Barlage (0176/45855149) Nicole Schmidt (0151/12792390), Renate Suter (0172/4367548), Claudia Stammermann (0173/6469180), Christoph Böhmann (0170/2360889), Michael Röben (0172/9711083) oder Karsten Stammermann (01522/1793058) melden. Per Mail ist das Team unter info@chronik-markhausen.de erreichbar.

  • Ohne Leistungsdruck: Schuh an und los geht´s

    Die Laufgruppen des SV Hansa Friesoythe sind Woche für Woche unterwegs, um Gesundheit, aber auch Gemeinschaft zu pflegen. Fit und früh unterwegs: Die Mitglieder der Laufgruppen des SV Hansa treffen sich in den Herbstmonaten am Samstagmorgen. Foto: Claudia Wimberg Friesoythe . Wind und Wetter hält sie ebenso wenig auf wie der innere Schweinehund. Somit sind die Laufgruppen des SV Hansa Woche Friesoythe für Woche unterwegs, um Gesundheit, aber auch Gemeinschaft zu pflegen. Im Sommer treffen sich die Frauen und Männer Dienstag- und Mittwochabend, im Herbst samstagmorgens. Aktuell haben sie eine kleine Winterpause eingelegt, bevor es ab dem 31. Januar wieder losgeht. 40 Akteure sind es in zwei Gruppen, die sich „Ohne Dehner“ und „Willoh Runner“ nennen und regelmäßig zum Training zusammenkommen. Ein seit 2018 beim SV Hansa existierendes Angebot, für das der Verein mit Paul Gries aus Oldenburg einen lizensierten Übungsleiter für Breiten- und Rehasport gewinnen konnte. Nach zwölf Wochen eine halbe Stunde ohne Pause laufen können, lautete vor sieben Jahren das in Zeitungsmeldungen formulierte Ziel, für das sich auch Claudia Ortmann und Ina Kirchberg damals auf den Weg machten. Heute nehmen die Friesoytherinnen die Hürde Halbmarathon und haben das Laufen fest in ihrem Leben verankert. Andere hörten nach kurzer Zeit wieder auf und wieder andere wechselten die Sparte. „Auch das freut mich natürlich, denn die Hauptsache ist doch, sie bleiben in Bewegung“, unterstreicht Gries. Zwischen 18 und 80 Jahren sind die Teilnehmer alt, die aus drei Landkreisen anreisen. Der größte Teil der Gruppen startet mit dem Sport im mittleren Alter. Dann, wenn die eigene Geländegängigkeit spürbar nachlässt und der Gedanke aufkommt: ich muss was tun. Der Frauenanteil überwiegt, „weil sie es im Gegensatz zu vielen Männern nicht als Wettkampf ansehen“, weiß der Trainer aus Erfahrung. Dr. Bernd Hinrichs zählt allerdings nicht dazu. Der Veterinär hat 2022 schlicht einen gesundheitsfördernden Ausgleich zum beruflichen Alltag gesucht und gefunden. „Es macht Spaß und ich habe weitaus mehr Puste als noch vor drei Jahren“, freut sich der Friesoyther über seine neue Fitness. Hinzu kommt der mentale Effekt. Dass Laufen den Kopf frei macht, ist wissenschaftlich längst belegt „und trifft zu hundert Prozent zu“, berichtet Claudia Ortmann. Ohne Leistungsdruck Schuhe an und los: bei sich vor der Haustür, beim Training und auch bei Laufveranstaltungen, wie in Oldenburg, Hamburg, Köln oder Berlin. Das schätzen die Sportlerinnen und Sportler neben der Stärkung des allgemeinen Wohlbefindens an ihrem Hobby. Auch in Sachen Gemeinschaft läuft es rund. „Da ist etwas zusammengewachsen“, loben die Mitglieder die positive Stimmung in den eigenen Reihen, die sie gerne mit weiteren Sportbegeisterten teilen möchten. Getreu dem olympischen Gedanken: Dabei sein ist alles. Ein Marathon kann es werden, muss es aber nicht. Info : Wer Interesse hat, sich den Laufgruppen anzuschließen kann sich bei Carola Reiners (SV Hansa) unter 0173 6034061 melden.

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