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  • Bauarbeiten: Es bewegt sich was in Bösel

    Reges Treiben herrscht derzeit in den neuen Baugebieten hinter der St. Martin-Grundschule und jenseits des Friedhofs, die ersten Häuser stehen. Bösel . In Bösel tut sich was. Reges Treiben herrscht derzeit in den neuen Baugebieten hinter der St. Martin-Grundschule und jenseits des Friedhofs, die ersten Häuser stehen. Der ländliche Raum scheint, allen Unkenrufen zum Trotz, insgesamt die bevorzugte Wohngegend für Bauinteressenten zu sein. Das bestätigt sich zumindest in Bösel, denn „die Gemeinde wächst nach wie vor“, freute sich Bürgermeister Hermann Block in einem Gespräch mit FRITZ. Der Bürgermeister freut sich aus gutem Grund, denn der Zuzug geht meist auch mit wirtschaftlichem Fortschritt einher. Die rege Bautätigkeit hat sicher auch etwas mit dem modernen Wohnstandort, einer Familienförderung und der Nähe zu Cloppenburg und Oldenburg zu tun. Wer dort arbeitet, kommt vergleichsweise schnell zu seinem Arbeitsplatz, über die B72 oder die B72. Die Bauarbeiten für die Errichtung eines neuen Bauhofs an der Glaßdorfer Straße haben begonnen. Auch das Gewerbegebiet Westerloh wird deutlich erweitert. Es wird forsch gebaut und es gibt vermehrte Nachfragen von Interessenten. Gen Norden zum Vorplatz hin wird gerade auch das Rathaus erweitert. Dann hat es ein Ende mit der Ausgliederung von Mitarbeitern im Adam-Haus, das dann abgebrochen wird und wie das gesamte Areal am Rathaus Platz macht für die Quartiersplanung „Am Kirchplatz“. „Wir müssen hier die Räume zulassen, wenn wir noch einen Ortskern in Bösel entwickeln wollen“. Alle anderen Überlegungen aus der Vergangenheit wie die Bahnhofstraße seien nicht mehr möglich, so Block. Auf dem Gelände der ehemaligen Gründing-und Schmidt-Häuser soll sich nach den bisherigen Plänen ein Rathausplatz ausbilden, der als Multifunktionsplatz auch mit dem Ärztehaus korrespondieren könnte. Ein weiteres Gestaltungsmerkmal soll unter anderem auch ein Minikreisel auf der Kreuzung Am Kirchplatz/Jahnstraße/Hölker Weg sein. Bis auf die ersten 1,9 Kilometer mit geringeren Schäden, die noch an weitgehend geschlossener Bebauung liegen, wird die Korsorsstraße derzeit in mehreren Bauabschnitten erneuert. Sie hat danach den Charakter eines Wirtschaftsweges, denn die Straße selbst wird nur 3,50 Meter breit. Begegnungsverkehr auch mit Lkw und Landmaschinen ist weiterhin möglich, denn etwa alle 800 bis 900 Meter soll es Ausweichbuchten geben. Die Allee bleibt erhalten. Begonnen haben auch die Arbeiten zum Ausbau und Neugestaltung der Ortsdurchfahrt im Rahmen der Dorferneuerung. Die Parkplätze werden nach Aussage des Bügermeisters noch in diesem Jahr fertig.  Die Entwürfe für die Platzgestaltung beim Rathaus im Rahmen der Quartiersplanung werden im Januar der Öffentlichkeit vorgestellt. In mehreren Bauabschnitten wird die Dorferneuerung durch die gesamte Bahnhofstraße weitergeführt, an die sich in der Verlängerung bis zur Umgehungsstraße die Thüler Straße anschließt, die aber in einem eigenen Verfahren nicht zum Dorferneuerungsgebiet gehört. Deren Vollausbau in einer weiteren Ausbaustufe war überlegt worden, weil die Trasse für Schmutz- und Regenwasserkanalisation, die komplett erneuert wird, durch beide Fahrbahnen läuft. Die Allee muss dafür weichen. Die Trasse ist alternativlos, die Bäume an der Radwegseite müssen gefällt werden, Ersatzpflanzungen mit „großstämmigen“ Bäumen sind geplant. Im Bau ist der Masterplan, der unter anderem die gesamte Verkehrs- und Parksituation im Umfeld der Grund- und Oberschule im Auge hat. Die Straße „Auf dem Rahe“ wurde zurückgebaut und wiederhergestellt. Dabei entstanden im Dreieck der „Garreler Straße“ 22 neue Parkplätze für die Oberschule und die Mensa gebaut, der Regenwasserkanal wurde erneuert, Fahrradstände werden errichtet. In zwei Bauabschnitten werden 2026/27 der bisherige „Busbahnhof“ umgestaltet und die Fladderburger Straße, an dem er liegt, ausgebaut. Die Gemeinde hat auf dem ehemaligen Brüggemannschen Flurstück eine Teilfläche von rund 1.716 Quadratmeter an der Fladderburger Straße erworben. Die restliche Fläche des insgesamt 6.084 Quadratmeter großen Grundstücks gegenüber der Böseler Tafel hat eine Oldenburger Baufirma erworben, die hier ab 2026 einen Wohnpark mit mehreren Mehrfamilienhäusern errichten möchte. Das von der Gemeinde erworbene Grundstück mit der Fachwerkscheune wird dem „Pallert“ zugeschlagen. Das Heiligenhäuschen bleibt bestehen und wird von der Gemeinde gepflegt.

  • Eilers kündigt Rückzug an

    Vorsitzender des SPD-Ortsvereins kritisiert Umgang innerhalb der Partei Olaf Eilers verzichtet auf eine Bürgermeister-Kandidatur. Foto: SPD Turbulente Kandidaten-Nominierung in der Friesoyther SPD: "Auf Grund der Geschehnisse und der Art und Weise, wie mir von Seiten des Bürgermeisters und Teilen der Fraktion das Vertrauen entzogen und die Zusammenarbeit aufgekündigt wurde sowie um weiteren Schaden vom SPD-Ortsverein abzuwenden, ziehe ich hiermit meine Kandidatur für die Bürgermeisterwahl zurück", schreibt der Vorsitzende des Ortsvereins, Olaf Eilers, in einem Brief an alle Mitglieder. Das Schreiben, das der FRITZ-Redaktion vorliegt, hat in den Reihen der Sozialdemokraten für heftige Diskussionen und Auseinandersetzungen gesorgt. In einem weiteren Brief teilen neben Eilers auch der stellvertretende Vorsitzende Ludger Beelmann, Kassenwart Jonas Schulte und die Mitgliederbeauftragte Mona Liebling ihren Rücktritt von ihren Ämtern mit. Zuvor hatte sich die zwölfköpfige SPD-Findungskommission, bestehend aus Mitgliedern der Partei und der Fraktion, für Olaf Eilers mit sieben zu fünf Stimmen als Bürgermeister-Kandidaten entschieden. Ein Ergebnis, das für Diskussionen sorgte. Denn als Favoritin war die stellvertretende Bürgermeisterin und Mitbewerberin Melanie Buhr ins parteiinterne Rennen gegangen. Nach Informationen der FRITZ-Redaktion soll es wegen der Entscheidung in der Parteibasis heftig rumort haben. Dem Kandidaten schlug erheblicher Widerstand und Gegenwind entgegen, dem er sich offenbar nicht weiter aussetzen wollte. "Ich bedanke mich bei meinen Unterstützern. Es tut mir sehr leid, dass Sie zum Teil persönlich von einigen in unangemessener Art angegangen worden sind", schreibt Eilers. Sein Dank gelte auch den vielen Mitgliedern, die im Vorfeld ihre Unterstützung zugesagt hätten. Enttäuscht sei er "vom Verhalten des Bürgermeisters und der Fraktion". Zusagen seien nicht eingehalten und in unangebrachter Weise agiert worden. Ein solches Verhalten habe ich in 27 Jahren Mitgliedschaft in der SPD bisher noch nicht erlebt. "Aus den genannten Gründen werde ich mit Wehmut und schweren Herzens meine Mitgliedschaft kündigen, da eine vertrauensvolle Arbeit nicht mehr denkbar ist".

  • „Danke für dein großes Herz“

    Der frühere Vorsitzende des Fördervereins, Dr. Bernd Hinrichs, bekommt Präsente und viele lobende Worte von Kindern und Pädagoginnen der Friesoyther Elisabethschule. Friesoythe . „Danke für dein großes Herz“! Den von Hand bemalten und beschriebenen Kaffeebecher hält Dr. Bernd Hinrichs nicht nur in Ehren, er wird auch einen besonderen Platz erhalten. Überrascht und sichtlich erfreut nahm der frühere Vorsitzende des Fördervereins Präsente und viele lobende Worte von Kindern und Pädagoginnen der Friesoyther Elisabethschule entgegen. Von Herzen dankten sie ihm für sein Engagement und seine große Unterstützung rund um einen Ausflug in den Thüler Tier- und Freizeitpark, der regelmäßig zum Ende des Jahres auf dem Programm der Schule steht. Für die Mädchen und Jungen bedeutet diese Tour jede Menge Abenteuer, Spiel und Spaß. Spannend, einmal einem Löwen live zu begegnen, der majestätisch durch sein Gehege schreitet. Lustig die flinken Erdmännchen, die in ihrer Gruppe fest zusammenhalten oder die Affen, die von Ast zu Ast baumeln. Nach Lust und Laune Toben heißt es danach auf dem Spielplatzgelände und mit Pommes, Limo oder Eis ist natürlich auch für das leibliche Wohl gesorgt. Der Gründer des Fördervereins, Dr. Heinrich Frohne-Brinkmann, hatte diese Fahrt ins Leben gerufen. War es damals noch ein Bus, der sich dafür in Bewegung setzte, „sind es heute rund 100 Kinder“, und die Begeisterung ist ungebrochen“, unterstreicht sein Nachfolger Hinrichs, der 2025 nach 27 Jahren als Vereinschef Abschied nahm und seinen Posten an Marwin Ziegler abgab.

  • „Für Life-Style sind wir die falsche Adresse“

    Dr. Ralf Weise über Abnehmspritze als neues Angebot der Friesoyther Adipositas-Abteilung Sie wird national wie international als „Wundermittel“ gefeiert und der Weg zum Traumkörper erschien noch nie so einfach. Selten gewinnt ein Medikament solch eine Popularität und wird nicht zuletzt publikumswirksam von Prominenten bejubelt. Seit Anfang August zählt die Abnehmspritze auch zum Angebot der Adipositas-Abteilung am Friesoyther St. Marien-Hospital. Fritz: Wunder soll es ja immer wieder geben. Wie wundersam sind „Ozempic“ oder „Wegovy“ wirklich? Dr. Weise: Es sind und bleiben verschreibungspflichtige Medikamente und wer „Life Style“-Effekte sucht, der ist bei uns an der falschen Adresse. Fritz: Das heißt? Dr. Weise: Dass es allein mit der Injektion nicht getan ist und das Bewusstsein für Bewegung und ein gesünderes Leben ein maßgeblicher Faktor bleibt, um erfolgreich abzunehmen. Wir ordnen die Einnahme als sinnvolle und effektive Ergänzung zur Adipositas-Therapie ein. Die Abnehmspritze war bisher nur Diabetikern (Typ 2) vorbehalten, jetzt ist sie zusätzlich für übergewichtige Menschen miteinem Body-Maß-Index (BMI) ab 30 zugelassen. Liegt eine Begleiterkrankung vor, die in Zusammenhang mit Adipositas steht, wie Bluthochdruck oder Gelenkverschleiß, können auch Personen mit einem BMI von 27 sie erhalten. Durch die Präparate, die unser körpereigenes Hormon GLP-1 nachahmen, wird unter anderem das Hungergefühl reduziert und dem Gehirn signalisiert: ich bin satt. Außerdem verzögert sich die Magenentleerung. Fritz: Wie sieht es mit Nebenwirkungen aus? Dr. Weise: Die Einnahme kann Kopfschmerzen, Übelkeit oder Erschöpfung verursachen. Somit ist auch aufgrund von möglichen Begleiterscheinungen eine verantwortungsvolle, medizinische Begleitung erforderlich. Fritz: Inwieweit spüren Sie den Hype um die Spritze? Dr. Weise: Wir wurden immer wieder mal angefragt. Als unsere Entscheidung öffentlich feststand, GLP-1-Arzneimittel ins Programm aufzunehmen, war der Mail-Ordner dann mehr als gut gefüllt. Fritz: Kommen alle Interessenten infrage? Dr. Weise: Nein, weil es nicht darum geht, mal eben das Doppelkinn oder ein paar Pfunde Bauchfett loszuwerden. Ich halte das grundsätzlich auch für eine völlig falsche ästhetische Einstellung. Wir müssen nicht wie Models aussehen und uns vermeintlichen Schönheitsidealen anpassen… Fritz: …die vielfach unerreicht bleiben… Dr. Weise: Ein gesellschaftliches Problem, das langfristig keine Spritze lösen kann. Fritz: Deshalb erhalten Menschen sie bei Ihnen nur, wenn sie sich gleichzeitig zu einer Ernährungstherapie verpflichten. Dr. Weise: Ja, das Programm erstreckt sich insgesamt über ein halbes Jahr. Wer sein Leben nicht ändern möchte, hat keine Chance. Von den Kosten mal ganz abgesehen. Fritz: Die sind wie hoch? Dr. Weise: Patienten, die das 18. Lebensjahr erreicht haben müssen, zahlen für die medizinische Begleitung einmalig 300 Euro, die Kosten für die Spritze, die sie sich als „Pen“ einmal pro Woche selbst setzen, betragen insgesamt 170 Euro im Monat. Fritz: Zahlen die Kassen nichts? Dr. Weise: Nein, bei adipösen Menschen nicht. Nur bei Diabetikern. Fritz: Um schlank zu bleiben, müsste ich mich als übergewichtige Person also ein Leben lang spritzen… Dr. Weise: …wenn Sie keinen Wert auf Veränderung Ihrer Gewohnheiten legen. Ja, davon ist auszugehen, ansonsten erleben Sie den JoJo-Effekt. Welche Auswirkungen die Dauereinnahme auf den Organismus hat, kann aktuell nicht gesagt werden, da Langzeitstudien noch fehlen. Fest steht jedoch, dass man nicht nur Fett, sondern auch Muskelmasse verliert, die entscheidend für die Stabilität und Vitalität unseres Körpers ist. Dem nicht aktiv zu begegnen, könnte fatale Folgen mit sich ziehen. Fritz: Fatale Folgen könnte es auch haben, wenn man sich die Abnehmspritze auf dem Schwarzmarkt besorgt, der auch aufgrund von Lieferengpässen boomt? Dr. Weise: Davon raten wir dringend ab. Fritz: Teilen Sie die These, durch die Injektion könnten chirurgische Eingriffe zum Auslaufmodell werden? Dr. Weise: Nein. Wer unter extremen Übergewicht leidet und einen BMI ab 50 vorweist, kommt zu fast 100 Prozent um eine OP nicht herum. Wie berechnet man seinen Body-Maß-Index? Sein Körpergewicht durch seine Körpergröße zum Quadrat teilen. Beispiel: Körpergröße 1,80 Meter, Gewicht 105 Kilo 1,80 x 1,80 = 3,24 105 ÷ 3,24 Der BMI beträgt 32,407 Im Internet gibt es verschiedene Online-Rechner. Der BMI dient als Einordnung für die Klassifikation Untergewicht, Normalgewicht und Übergewicht. Dr. Ralf Weise ist Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie am Friesoyther St. Marien Hospital. Der Ärztliche Direktor gründete 2007 die Adipositas-Abteilung, die heute als zertifiziertes Exzellenzzentrum zu den führenden Zentren Deutschlands zählt. Wer sich für die Abnehmspritze interessiert, kann per Mail an Adipositas@marienstift-friesoythe.de Kontakt aufnehmen.

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