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- Hund bricht ein: Feuerwehr Friesoythe rettet Tier aus Teich
Die Friesoyther Feuerwehr konnte den Hund aus dem eiskalten Teich retten. Foto: Jens Kotte Friesoythe . Dramatische Tierrettung auf Friesoyther Eisfläche: Die Freiwillige Feuerwehr Friesoythe wurde in der vergangenen Woche zu einem Einsatz der "Kategorie H1 – Tierrettung" alarmiert. Hinter der Burgwiese in Friesoythe war ein Hund auf einer Eisfläche in einen zugefrorenen Teich eingebrochen und konnte sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien. Die Feuerwehr rückte mit vier Fahrzeugen aus. Zur Absicherung der eingesetzten Kräfte stand zudem die DRK-Bereitschaft bereit. Wie es in einer Pressemitteilung der Feuerwehr weiter heißt, bestätigte sich vor Ort die ernste Lage: Ein größerer Hund befand sich im eiskalten Wasser, umgeben von geschlossener Eisfläche, und war akuter Unterkühlung ausgesetzt. Die Feuerwehrkräfte sicherten sich gegenseitig intensiv gegen ein mögliches Nachbrechen des Eises ab. Mehrere Kameradinnen und Kameraden übernahmen fortlaufend die Sicherung der vorgehenden Kräfte. Mithilfe von Leitern wurde ein sicherer Zugang über das Eis bis zur Einbruchstelle geschaffen. Mit viel Geduld, ruhigem Zureden und gezieltem Heranlocken gelang es schließlich, das erschöpfte Tier zu erreichen. Kamerad Matthias Schmidt hob den Hund behutsam aus dem Wasser und bewahrte ihn so vor dem sicheren Tod durch Erfrieren. Besonders bemerkenswert : Das Thema Eisrettung sollte eigentlich erst in der kommenden Woche im Rahmen eines Übungsdienstes praktisch trainiert werden. Die eingesetzten Kräfte konnten ihr Können und ihre gute Ausbildung jedoch bereits unter realen Einsatzbedingungen eindrucksvoll unter Beweis stellen. Hinweis der Feuerwehr: Die Freiwillige Feuerwehr Friesoythe weist eindringlich darauf hin, dass die Eisflächen derzeit nicht tragfähig sind. Dies gilt sowohl für Menschen als auch für Tiere. "Das Betreten zugefrorener Gewässer ist lebensgefährlich und sollte unbedingt unterlassen werden."
- 1 Euro für 100 Lächeln: Friesoyther verschenkt Glück in Cent-Stücken
Von Julius Höffmann 1 Euro für 100 Lächeln: Heiner Schütte aus Friesoythe verschenkt 1-Cent-Stücke und wünscht Glück. Foto: höf Friesoythe . Manche tragen ihr Herz auf der Zunge, andere ihr Glück im Portemonnaie. Bei Heiner Schütte ist es ein kleines, gelbes Portemonnaie mit Smiley – und darin klirren keine großen Summen, sondern 1-Cent-Münzen. Viele davon. Sehr viele. Denn Schütte verschenkt sie. An Bekannte. An Fremde. An Menschen, die gerade zufällig zur richtigen Zeit am richtigen Ort stehen. Seine Gegenleistung? Ein Lächeln. Die Idee zu seiner ungewöhnlichen Aktion entstand dort, wo man sie nicht vermutet: an der Supermarktkasse. Die Kassiererin schaute traurig, erzählt Schütte. Also ließ er mit bewusst großer Geste einen Cent zurück. Ein winziger Betrag, aber die Wirkung war verblüffend. „Sie lächelte wieder.“ In diesem Moment war klar: Das funktioniert. Und es funktioniert immer noch. Aus dieser Erfahrung machte der Friesoyther ein kleines Projekt mit großem Charme: „1 Euro für 100 Lächeln“. Eine einfache Rechnung, die aufgeht – und zwar täglich. Die Sache mit Energie und Erfahrung Ob im Bekanntenkreis, bei wildfremden Menschen in Hamburg oder Berlin, bei Kursteilnehmern im Bildungswerk oder bei Grundschulkindern: Schütte hat seine Glückscents ausgiebig getestet. Das Ergebnis: Erst Verwunderung. Dann ein kurzer Moment des Nachdenkens. Und schließlich: ein Lächeln. Manchmal fragt Schütte augenzwinkernd, ob die Beschenkten lieber eine helle oder eine dunkle Münze möchten. Die helle stehe für Energie, erklärt er, die dunkle für Erfahrung. Erstaunlich ernsthaft überlegen die Menschen dann, was ihnen wohl gerade wichtiger ist. Und genau in diesem Moment hat er sie schon erreicht. Immer genug Glück auf Vorrat Damit das gelbe Portemonnaie nie leer wird, sammeln Heiner Schütte und seine Frau Ulla bei jeder Gelegenheit 1-Cent-Münzen. Freunde helfen mit. So bleibt die persönliche Glückswährung stets einsatzbereit – klein, rund und überraschend wirkungsvoll.Schütte hofft auf Nachahmer. Es koste kaum Geld, sagt er, kaum Anstrengung – aber bewirke viel. Gerade in einer Zeit voller Hektik, Sorgen und schlechter Nachrichten seien es oft die kleinen Gesten, die den Unterschied machen. Glück lässt sich nicht kaufen – aber verschenken Man könnte Heiner Schütte einen Münzen-Magier nennen. Er verwandelt unscheinbare Centstücke in gute Laune und zeigt ganz nebenbei, dass Glück keine große Bühne braucht. Manchmal reicht ein freundlicher Blick, ein kurzer Satz – und ein Cent.Also: Wenn Ihnen demnächst ein Mann mit weißem Bart und einem gelben Portemonnaie begegnet, bleiben Sie kurz stehen. Vielleicht hält er Ihnen gerade einen Glückscent hin. Nehmen Sie ihn an. Es ist nicht nur eine Münze – es ist ein kleines Stück Freude. Ein Euro für 100 Lächeln.Eine Währung, die erstaunlich stabil ist.
- Geflügelpest-Ausbruch in Barßel: Landkreis richtet Sperrzonen ein
Foto: Adobe Stock Barßel . Im Landkreis Cloppenburg ist erneut ein Ausbruch der hochpathogenen aviären Influenza (H5N1) festgestellt worden. Betroffen ist ein Geflügelbetrieb in der Gemeinde Barßel. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat den Ausbruch amtlich bestätigt. Der betroffene Bestand umfasste rund 21.500 Legehennen im Alter von 37 Wochen. Die Tiere wurden aus Gründen des Tierschutzes vollständig getötet. Seit dem 15. Oktober sind damit im Landkreis Cloppenburg insgesamt 35 Geflügelbetriebe von der Geflügelpest betroffen. Insgesamt wurden bislang rund 362.500 Puten, 21.500 Hühner, 36.500 Masthähnchen und 17.700 Enten registriert. Zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung der Tierseuche hat der Landkreis Cloppenburg eine tierseuchenrechtliche Allgemeinverfügung erlassen. Ab Montag, 9. Februar, 0 Uhr, wird um den betroffenen Betrieb eine Sperrzone eingerichtet, die aus einer Schutz- und einer Überwachungszone besteht. Die Schutzzone umfasst einen Radius von drei Kilometern um den Seuchenbetrieb und betrifft Gebiete in der Gemeinde Barßel sowie in der Stadt Friesoythe. Daran schließt sich eine Überwachungszone mit einem Radius von zehn Kilometern an. Diese erstreckt sich auf Bereiche der Gemeinden Barßel, Bösel und Saterland sowie ebenfalls auf Teile der Stadt Friesoythe. Innerhalb der gesamten Sperrzone gelten strenge Auflagen: Die Teilausstallung von Geflügel ist untersagt, ebenso die Durchführung von Geflügelausstellungen, Geflügelmärkten oder ähnlichen Veranstaltungen. Weitere Informationen und aktuelle Hinweise zur Geflügelpest stellt der Landkreis Cloppenburg auf seiner Internetseite zur Verfügung.
- Du, sag einfach Du...
Die Sonntags-Kolumne Von Julius Höffmann Satz: Skrzypek „Du, sag einfach du“, sang einst Chris Roberts. Vermutlich im festen Glauben, dass Nähe automatisch entsteht, wenn man ein Personalpronomen austauscht. Und zack – da sind wir mittendrin im großen Du-Universum unserer Gegenwart. Das Sie galt einmal als die höfliche Form des charmanten Respekts. Ein verbales Knickschen. Ein kleiner Sicherheitsabstand in Silbenform. Man konnte sich damit vortasten, ohne gleich emotional in den Vorgarten des Gegenübers zu trampeln. Heute hingegen wirkt das Sie ungefähr so zeitgemäß wie ein Faxgerät oder ein Münztelefon. Wir leben im Du -Zeitalter. Im Radio wird man geduzt, Journalisten duzen im Interview, Newsletter beginnen mit „Hey!“. Und dann die Cafés. Moderne Cafés sind die wahre Frontlinie der Du-Revolution. „Was bekommst du?“ fragt die Studentin hinter der Espressomaschine freundlich das Seniorenpaar, das gerade direkt aus der kardiologischen Untersuchung hereingeschneit ist. Niemand meint es böse. Das Du ist cool, locker, niedrigschwellig. Es soll Nähe herstellen, Augenhöhe, Gemeinschaft. Es gibt allerdings Orte, an denen das Du tatsächlich funktioniert. Zum Beispiel im Fernsehen, bei Horst Lichter. In „Bares für Rares“ duzt er einfach alle. Ausnahmslos. Rentner mit Porzellanfigur, Erben mit Goldkette, Händler mit Pokerface. Aber: Das Sie ist zu Unrecht in Verruf geraten. Es ist nicht steif. Es ist nicht kalt. Es ist eine elegante Pause zwischen zwei Menschen. Man kann sich mit dem Sie wunderbar annähern, ganz langsam, wie bei einem guten Tanz. Erst Distanz, dann Rhythmus, dann vielleicht irgendwann das Du – freiwillig, beidseitig, feierlich fast. Früher war das Du ein kleiner Ritterschlag. „Wollen wir uns duzen?“ – das war kein Satz, das war ein Ereignis. Man erinnerte sich daran. Heute passiert das Du so beiläufig, dass man manchmal gar nicht mehr weiß, wann es eigentlich passiert ist. Vielleicht geht es gar nicht um Du oder Sie . Vielleicht geht es um Aufmerksamkeit. Um echtes Interesse. Um Respekt, der nicht aus einer Anrede besteht, sondern aus Haltung. Man kann jemanden siezen und herablassend sein. Und man kann duzen und unglaublich wertschätzend. Das Pronomen ist nur die Verpackung – der Inhalt zählt. Und trotzdem: ein kleines Plädoyer für das Sie . Nicht als Pflicht, sondern als Option. Als höfliche Kunstform. Als charmante Erinnerung daran, dass nicht jede Nähe sofort verfügbar sein muss. Bis dahin gilt: Du darfst mich gern duzen. Aber bitte nicht, bevor ich meinen Kaffee hatte.
- Böseler Unternehmer unterstützt Jugendfeuerwehren
Bösel/Friesoythe. Große Freude bei den Jugendfeuerwehren Bösel und Friesoythe. „Ich möchte als Unternehmer mal etwas zurückgeben“, sagte der gebürtige Böseler und Hotelier des „Stahltowers“ in Friesoythe, Matthias Bley. Für die Nachwuchsgruppen in Bösel und Friesoythe spendete er jetzt je 1500 Euro. Die sollen für deren Förderung, aber auch für Ausrüstungen und Veranstaltungen wie Zeltlager genutzt werden. Mit jeweils einem Tanklöschfahrzeug waren Daniel Glockner, Florian Hinrichs und Tobias Tangemann von der Friesoyther Wehr sowie Mark Höffmann, Arthur Kasperczyk und Tobe Koppenberg von der Böseler Feuerwehr (von links) auf dem Hof des Hotels vorgefahren, um von Matthias Bley (Mitte) die Schecks entgegenzunehmen. Foto: Martin Pille
- Busreise durch Bösel
Die Gemeinde lädt zu einer Busrundfahrt durch den Ort ein. Bösel . Anlässlich ihres Jubiläums zur 150-jährigen politischen Selbstständigkeit der politischen Gemeinde Bösel lädt die Kommune für Sonntag, 22. März, ab 14 Uhr zu einer Busrundfahrt durch das Gemeindegebiet ein. Als fachkundige Reisebegleiter fungieren dabei Bürgermeister Hermann Block sowie die stellvertretenden Bürgermeister Ludger Beeken, Josef Hatke und Bernd Roder, die die Gäste mit Informationen zu Betrieben und Projekten versorgen. Während der Fahrt und auch beim Abschluss mit Kaffee/Tee und Kuchen werden die Fragen der Gäste beantwortet. Die Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist begrenzt. Interessierte können sich bis zum 13.03.2026 bei der Gemeinde Bösel telefonisch unter 04494/89-0 oder per E-Mail an zentrale@boesel.de anmelden. Start und Ziel ist der Saalbetrieb Hempen-Hagen, Thüler Straße 5, Bösel. Die Fahrzeit beträgt etwa 2 Stunden. Die Kosten betragen 5 Euro und sind vor der Fahrt im Bus zu entrichten. Bei entsprechendem Interesse ist auch eine Busbegleitung in plattdeutscher Sprache vorgesehen.-pi.-
- Windpark im Eleonorenwald: CDU/FDP fordert Widerspruch
Symbolbild: Adobe Stock Friesoythe . Die CDU/FDP-Fraktion im Friesoyther Stadtrat sowie der CDU-Stadtverband Friesoythe bitten die Stadt Friesoythe, bis zum 15. Februar offiziell Widerspruch gegen den Genehmigungsbescheid des Landkreises Emsland für den geplanten Windpark im Eleonorenwald einzulegen. Dies erklärten der Vorsitzende der CDU/FDP-Ratsfraktion Lukas Reinken, die Ortsvorsteher Fabian Rolfes (Neuvrees) und Christoph Böhmann (Markhausen) sowie Jann Christian Hegewald, CDU-Bürgermeisterkandidat und Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes, in einer gemeinsamen Mitteilung. Der Landkreis Emsland hatte am 17. Dezember 2025 die Genehmigung für den Bau von insgesamt 36 Windkraftanlagen im Eleonorenwald erteilt. Die öffentliche Bekanntmachung erfolgte am 15. Januar 2026. Noch bis zum 15. Februar 2026 besteht die Möglichkeit, gegen den Bescheid fristgerecht Widerspruch einzulegen. Genau dazu solle die Friesoyther Verwaltung aus Sicht der CDU nun tätig werden. Dabei gehe es ausdrücklich nicht um Symbolpolitik, betonen die Christdemokraten. „Wir wollen keine unrealistischen Erwartungen wecken. Politisch sind unsere Einflussmöglichkeiten begrenzt. Aber das, was rechtlich möglich ist, sollte auch genutzt werden – und dazu zählt ein fachlich fundierter Widerspruch innerhalb der gesetzlichen Frist“, heißt es in der Erklärung. Die CDU unterstreicht zugleich ihre grundsätzliche Unterstützung für den Ausbau erneuerbarer Energien. „Unser klares ‚Ja‘ zur Energiewende gilt – aber nicht um jeden Preis.“ Die geplanten Rodungen im Eleonorenwald seien weder ökologisch sinnvoll noch klimafreundlich. Insbesondere der dauerhafte Verlust wertvoller Waldflächen sei nicht hinnehmbar. Zudem befürchten die CDU-Vertreter negative Auswirkungen auf Wohn- und Lebensqualität sowie auf das Eigentum der Menschen in den betroffenen Ortschaften. Bereits Anfang 2025 hatte die CDU Friesoythe ihre grundsätzliche Kritik an dem Vorhaben öffentlich gemacht und auf mögliche Folgen hingewiesen. Diese Position werde parteiübergreifend getragen: Der Friesoyther Stadtrat hatte sich bereits im Jahr 2023 geschlossen gegen die Ausweisung von Windenergieflächen im Eleonorenwald ausgesprochen. An dieser Haltung habe sich nichts geändert. Vor diesem Hintergrund wäre ein Widerspruch gegen den Genehmigungsbescheid des Landkreises Emsland aus Sicht der CDU nicht nur sachgerecht, sondern konsequent.
- Farbgewalt und Emotion: Heinz-Josef Laing stellt in der Eisenhütte aus
Auf die feierliche Vernissage im Kulturzentrum Eisenhütte in Augustfehn stieß Hobbymaler Heinz-Josef Laing (li) mit der ersten Vorsitzenden des Vereins „Eisenhütte Kultur“ Martina de Haan (re) und Amira Mohamed Ali, ehemalige Bundestagsabgeordnete aus Oldenburg an. Bild: Hans Passmann Augustfehn/Thüle (mp) . Im Kunst- und Kulturzentrum „Eisenhütte“ in Augustfehn zeigt der in Friesoythe geborene und in Thüle lebende Hobbymaler Heinz-Josef Laing erstmals eine große Auswahl seiner überwiegend großformatigen Werke. Die feierliche Vernissage fand am vergangenen Wochenende statt und lockte zahlreiche Gäste und Freunde aus der Region ins Ammerland. Die Ausstellung trägt den Titel „Farbenspiele in Acryl“. Laing arbeitet vor allem mit Acrylfarben auf Leinwand. Seine Malerei entsteht intuitiv, ist farbintensiv und von einer ausgeprägten spontanen Ausdruckskraft geprägt. Viele der Arbeiten vermitteln Leichtigkeit und Lebensfreude und laden dazu ein, sich auf die emotionale Wirkung von Farbe und Form einzulassen. Bei der Eröffnung würdigte Martina de Haan, erste Vorsitzende des Vereins Eisenhütte Kultur , Laing als eine „ruhelose, umtriebige Persönlichkeit“, geprägt von einem vielseitigen Berufsleben als Erzieher, langjähriger Journalist und Medienberater. Der Verein organisiert die erste Ausstellung des Jahres in der Eisenhütte. Laings künstlerisches Schaffen orientiert sich am abstrakten Expressionismus. Kennzeichnend für diese Stilrichtung sind der spontane Ausdruck, die Betonung des Malprozesses und der bewusste Verzicht auf gegenständliche Motive. Zufallselemente spielen dabei eine wichtige Rolle. Techniken wie das Träufeln und Spritzen von Farbe setzt Laing gezielt ein, ohne die Kontrolle über den Entstehungsprozess zu verlieren. Bevorzugt arbeitet der Künstler auf großen Leinwänden. Die schnelle, spontane Acrylmalerei erzeugt Farbflächen, die nur gelegentlich meditativ wirken, häufig jedoch aufwühlen und den Betrachter auch irritieren können. „Meine Bilder bestehen aus Farben, Formen, Linien und Strukturen ohne erkennbare Objekte. So entsteht eine eigene Kunstwirklichkeit“, erklärt Laing. Die meditative Kraft der Farben solle emotionale und individuelle Assoziationen ermöglichen. Die Ausstellung ist noch bis zum 6. März 2026 zu sehen. Die Öffnungszeiten sind mittwochs ab 17 Uhr , donnerstags und freitags ab 12 Uhr sowie samstags und sonntags ab 9 Uhr .
- „Mit Herz und Haltung“: Melanie Buhr tritt als SPD-Kandidatin an
Von Julius Höffmann (mit Kommentar) Blumen für die Kandidatin: Vorsitzender Sören Wewer gratuliert Melanie Buhr. Foto: höf Friesoythe . Mit „Mit Herz und Haltung“ möchte Melanie Buhr ins Rennen um das Bürgermeisteramt in Friesoythe gehen. Am Donnerstagabend wurde die 45-Jährige im Landhaus Pollmeyer in Thüle von den Mitgliedern des SPD-Ortsvereins einstimmig als Kandidatin für die Bürgermeisterwahl im September nominiert ( fritz online berichtete). Langanhaltender Applaus und Standing Ovations begleiteten das klare Votum. Für Buhr bedeutet die Nominierung auch einen Schlusspunkt hinter bewegten parteiinternen Monaten. Nachdem sich die SPD-Findungskommission im Oktober zunächst überraschend für den damaligen Ortsvereinsvorsitzenden Olaf Eilers ausgesprochen hatte, kam es zu intensiven Diskussionen und Kritik. Eilers zog schließlich sowohl seine Kandidatur als auch den Vorsitz zurück. Die ursprünglich favorisierte Buhr stellte sich daraufhin erneut zur Wahl – und erhielt nun den geschlossenen Rückhalt der Partei. „Mein Weg hierher war nicht perfekt“, sagte sie. Es habe Zweifel und Rückschläge gegeben, doch Aufgeben sei für sie nie infrage gekommen. Friesoythe brauche jetzt „Haltung, Mut und Führung“. Zu den ersten Gratulanten gehörte SPD-Fraktionsvorsitzende Renate Geuter. Foto: höf Die verheiratete Mutter von drei Söhnen betonte ihre enge Verbundenheit zur Stadt. Friesoythe sei ihre Geburts- und Heimatstadt, keine politische Aufgabe unter vielen. Seit 2001 gehört die gelernte Vermessungstechnikerin und Immobilienkauffrau dem Friesoyther Stadtrat an, seit 2021 ist sie stellvertretende Bürgermeisterin. Diese Jahre hätten sie geprägt – durch Verantwortung und praktische Erfahrung. Sie kandidiere als Frau. "Nicht, weil mein Geschlecht ein Bonus ist, sondern weil meine Erfahrungen es sind". Eine Frau an der Spitze, "ist kein Risiko", sondern "längst überfällig". Inhaltlich setzte Buhr klare Schwerpunkte: Stärkung des Ehrenamts, Entwicklung der Ortschaften und eine lebendige Dorfgemeinschaft. „Heimat entsteht dort, wo Menschen sich begegnen – nicht im Rathaus.“ Bezahlbarer Wohnraum, Schulen und Kindergärten, Familie und Bildung nannte sie ebenso wie die Beteiligung junger Menschen. „Jugend braucht Platz und eine Stimme.“ Wirtschaft und Arbeit bezeichnete sie als „Rückgrat der Stadt“. Weitere Themen sind der Dialog mit der Landwirtschaft, Klimaschutz, kommunale Wärmeplanung und Biodiversität. Ein digitales Nachbarschaftsbüro solle den Austausch fördern. Zudem sprach sich Buhr für die Einführung eines Wochenmarktes mit regionalen Produkten aus. Eröffnet wurde die Versammlung vom neuen SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Sören Wewer. Kommentar Von Julius Höffmann Diese Wahl ist keine Formsache Friesoythe kann sich glücklich schätzen: Die Bürgermeisterwahl im Herbst bietet echte Alternativen. Mit Jann Christian Hegewald (CDU) und Melanie Buhr (SPD) bewerben sich zwei Kandidaten aus zwei politischen Lagern um den Chefsessel im Rathaus. Mehr braucht eine funktionierende lokale Demokratie nicht – weniger wäre ein Armutszeugnis. Wer wählen will, muss unterscheiden können, muss hinschauen, abwägen und sich bewusst entscheiden. Dass sowohl CDU als auch SPD mit neuen Kräften ins Rennen gehen, sorgt für Bewegung. Friesoythe steht nicht vor der Wahl zwischen Gewohnheit und Ermüdung, sondern vor einer Entscheidung über Richtung, Ton und Prioritäten. Politische Prozesse verlaufen selten geräuschlos. Diskussionen, Reibungen, unterschiedliche Auffassungen gehören dazu – sie sind kein Makel, sondern das lebendige Zeichen einer Demokratie. Entscheidend ist, dass aus dieser Reibung Ideen, konkrete Prioritäten und ein klarer Stil entstehen, der den Menschen dient. Wer nur Ruhe verspricht, verwechselt Harmonie mit Stillstand. Eine Wahl, die zur Auseinandersetzung einlädt, statt zur Gewohnheit zu werden, ist immer ein Gewinn. Sie zwingt zur Argumentation, zur Klarheit, zur Positionierung. Jetzt liegt es an den Kandidaten, Unterschiede sichtbar zu machen – nicht in Schlagworten, sondern in Inhalten und Konzepten, in realistischen Plänen für Friesoythe. Und an den Wählerinnen und Wählern, genau hinzusehen, zu prüfen, zu hinterfragen. Denn diese Wahl ist keine Formsache. Sie ist ein Signal: Demokratie lebt von Entscheidungen, von Wettbewerb, von Verantwortung. Wer sie ernst nimmt, sorgt dafür, dass Friesoythe nicht nur verwaltet wird. Wer sie ignoriert, überlässt die Stadt den Gewohnheiten.
- Neue Öffnungszeiten im Rathaus
Rathaus Friesoythe: Stadt Friesoythe . Aufgrund personeller Engpässe werden die Öffnungszeiten des Bürger-Service-Centers ab dem 16. Februar bis auf Weiteres angepasst. Die neuen Öffnungszeiten gestalten sich wie folgt: Montag bis Freitag: 08:00 Uhr bis 12:30 Uhr Mittwoch: zusätzlich von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr Donnerstag: zusätzlich von 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr










