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- Sonntags-Kolumne: Badekappe statt Stall
Kolumne am Sonntag Von Julius Höffmann Manchmal gehen sogar Kaninchen schwimmen. Vielleicht. Foto: AdobeStock Sonntage sind normalerweise entspannt. Man schlürft Kaffee, schaut in die Zeitung und denkt: „Endlich mal ein freier Tag.“ Nicht so bei Timmy. Timmy ist acht, hat zwei Kaninchen – Möhre und Hoppel – und nimmt seine Aufgabe als Kaninchen-Pflegeprofi sehr ernst. Streicheleinheiten? Check. Bestes Futter? Check. Tägliche Außenpatrouillen auf dem heimischen Rasen? Doppel-Check. Die beiden Kaninchen leben wie kleine royale Mitbewohner: Ihr Pelz glänzt, die Ohren stehen auf Empfang, und Timmy schwört, dass sie ihn heimlich anlachen, wenn er nicht hinschaut. Alles könnte also idyllischer kaum sein, bis zu diesem einen Sommertag, der alles verändern sollte. Timmy bekam von seiner Familie eine besondere Mission. Etwas, das er sonst nie durfte: den Gartenschlauch bedienen. Ja, richtig gehört. Der Gartenschlauch! Sogar mit ein paar Euro Belohnung für die Verantwortung – und die mögliche Gefahr, nass zu werden. Timmy war Feuer und Flamme, stapfte hinaus, drehte das Ventil auf, und machte sich an die Arbeit, während Möhre und Hoppel ihm neugierig vom Kaninchenstall aus zusahen. Er ließ seine pelzigen Majestäten kaum aus dem Auge, denn er spürte ein gewisses Unbehagen. Er wusste, wie sehr seine Familie einen leckeren Sonntagsbraten liebte. Doch für einen Moment mag er wohl nicht konzentriert genug gewesen sein. Denn als Timmy nach seiner heroischen Schlauchaktion zurückkam, war der Kaninchenstall… leer. Keine Möhre, kein Hoppel. Nur ein Haufen Stroh. Timmy starrte. Die Familie starrte - zumindest scheinbar. Sogar die Gartenzwerge schienen verwirrt. Und dann entdeckte er es: Eine kleine Karte lag mitten im Stroh. Daneben lag das Fell der beiden. Auf dem Zettel stand in krakeliger Kinderschrift: "Sind schwimmen.“ Ach sooo.
- Steuersenkung entlastet, aber macht Essen nicht billiger
Interview Sinken die Preise in der Gastronomie nach der Steuersenkung? Foto: Adobe Stock DeHoGa-Geschäftsführerin Weser-Ems, Hildegard Kuhlen aus Thüle, erklärt im FRITZ-Interview, warum die reduzierte Mehrwertsteuer vor allem Preissteigerungen verhindert, statt sie zu senken, welche Rolle steigende Lohn- und Betriebskosten spielen und weshalb Qualität wichtiger bleibt als der Preis. Außerdem positioniert sie sich klar gegen eine Pflicht zur Kartenzahlung und plädiert für Wahlfreiheit und Bargeld als Stück gelebter Freiheit. FRITZ: Nun ist die Mehrwertsteuersenkung in der Gastronomie vollzogen: Wird jetzt alles günstiger? Kuhlen : Um es gleich vorweg zu nehmen: Nein, es wird nicht alles günstiger. Aber die Mehrwertsteuerreduzierung für Speisen in der Gastronomie auf 7% wird dafür sorgen, dass es nicht zu den Preissteigerungen in den Gastrospeisekarten kommt, die es ohne die Mehrwertsteuersenkung hätte geben müssen. Wenn man so will, wird dann doch alles günstiger und auch die Gäste profitieren von der Mehrwertsteuerreduzierung im Gastgewerbe. FRITZ: Warum ist das so? Nahezu alles, was die Gastronomie benötigt, ist in der jüngsten Vergangenheit erheblich teuer geworden. Insbesondere die steigenden Lohnkosten schlagen hier deutlich zu buche. Sie wissen, dass zum 1. Januar 2025 der Mindestlohn um 8,42% gestiegen ist. Das schlägt in der Gastronomiebranche voll durch und "frisst" einen guten Teil der Steuerreduzierung auf, so dass kein Spielraum da ist, um die Preise zu reduzieren. FRITZ: Glauben Sie, dass die Steuersenkung langfristige positive Auswirkungen auf die Branche haben wird? Welche Folgen könnten sich hieraus ergeben? Kuhlen: Die Mehrwertsteuersenkung wird dazu beitragen, dass wir überhaupt eine vielfältige Gastronomie in unserem Lande behalten. Gastronomie ist kein einfaches Geschäft. Damit für sich und die Familie Geld zu verdienen ist mit sehr viel Arbeit und Anstrengung verbunden. Das gilt für die Mitarbeitenden in der Gastro sowie auch für die Betriebsinhaberinnen und Betriebsinhaber. Wenn am Ende sowohl für die Beschäftigten als auch für die Unternehmerinnen und Unternehmer ein kleines Plus drin ist, ist das für die ganze Branche belebend. DeHoGa-Geschäftsführerin Hildegard Kuhlen. Foto: privat FRITZ: Restaurantbesuche sind sowieso ein relativ teures Vergnügen. Wäre die Senkung für die Branche nicht auch eine Chance, mit günstigeren Preisen mehr Gäste zu gewinnen? Kuhlen: Meines Erachtens ist über den Preis nicht viel zu machen, da ist kaum Spielraum. Die Betriebe müssen mit Qualität überzeugen und serviceorientiert sein. Gäste wollen sich wohlfühlen und umsorgt sein. Dafür sind sie auch bereit zu zahlen. FRITZ: Anderes Thema: Was halten Sie von der politischen Diskussion über die Einführung von ausschließlichen Kartenzahlungen in der Gastronomie? Welche Vor- und Nachteile sehen Sie in dieser Maßnahme? Kuhlen: Davon halte ich gar nichts. Aus meiner Sicht sollte es weiterhin möglich sein, mit Bargeld zu zahlen. Im Idealfall entscheidet der Gast, wie er bezahlen möchte, also ob bar oder aber mit Karte. In den meisten Betrieben in unserer Region ist eine Zahlung sowohl mit Bargeld als auch per Karte möglich. Das sollte auch weiterhin so sein. FRITZ: Gab es bereits Umstellungen oder Überlegungen, dies umzusetzen? Kuhlen: Das Thema ist immer mal wieder in der politischen Diskussion. Aus Sicht der Politik, die die Abschaffung von Barzahlungen bewirken möchte, soll so die Nachvollziehbarkeit des Zahlungsverkehrs erhöht und Geldwäsche erschwert werden. Allerdings ist zu bedenken, dass die Kartenzahlung nicht umsonst ist. Hierdurch entstehen bei jeder Transaktion Gebühren, die zunächst vom Betrieb, aber dann indirekt auch vom Gast zu zahlen sind, da diese Gebühren in der Preisgestaltung natürlich berücksichtigt werden. Darüber hinaus beschränkte eine solche Pflicht die Bürgerinnen und Bürger in ihrer Wahlfreiheit. Bargeld ist auch ein Stück Freiheit und eine Verpflichtung zur Kartenzahlung betrifft auch den Datenschutz und begründet eine technische Abhängigkeit.
- Warum Friesoythe keinen Getränkefachmarkt mehr hat
Einzelne Getränkefachmärkte haben es schwer, sagt Thorsten von Hammel. Foto: privat Friesoythe . Mit Ende des vergangenen Jahres ist auch der Getränkefachmarkt an der Meeschenstraße in Friesoythe Geschichte ( Fritz online berichtete ). Mit der Schließung des Marktes gibt es in der Stadt keinen Getränkefachmarkt mehr. Im FRITZ-Interview erklärt Thorsten von Hammel, Inhaber des gleichnamigen Getränke-Großhandels am Alten Hafen in Friesoythe, warum es einzelne Getränkefachmärkte schwer haben, wirtschaftlich zu bestehen. FRITZ: Herr von Hammel, Sie kennen sich aus in der regionalen Getränke-Szene: Wie bewerten Sie die Schließung des letzten Getränkefachmarkts in Friesoythe? Warum gibt es nicht mehr Angebote? von Hammel: Die Entwicklung kommt für mich leider nicht überraschend. Ein einzelner, eigenständiger Getränkefachmarkt kann heutzutage wirtschaftlich kaum noch bestehen. Die Rahmenbedingungen haben sich in den vergangenen Jahren stark verändert. FRITZ: Woran liegt das konkret? von Hammel : Vor allem am Wettbewerbsdruck durch große Supermarktketten. Diese arbeiten regelmäßig mit zeitlich begrenzten Sonderaktionen und stark reduzierten Preisen einzelner Marken. Mit solchen Angeboten kann ein kleiner Fachmarkt, der nur begrenzte Mengen umsetzt, schlicht nicht mithalten. FRITZ: Sie sind selbst seit Jahrzehnten in der Getränkebranche tätig. Wie hat sich der Markt verändert? von Hammel: Der Markt ist insgesamt professioneller und härter geworden. Die Margen sind geringer, die Anforderungen höher. Wer heute erfolgreich sein will, braucht entweder große Absatzmengen oder eine klare Spezialisierung. FRITZ: Ihr Unternehmen ist im Getränkegroßhandel erfolgreich. Wo liegen Ihre Schwerpunkte? von Hammel: Wir sind seit vielen Jahren im Getränkegroßhandel tätig, insbesondere im sogenannten Festebereich. Wir beliefern Veranstaltungen jeder Größenordnung – von kleinen Jubiläumsfeiern bis zur Großveranstaltung. FRITZ: Sehen Sie für Friesoythe künftig noch Chancen für einen klassischen Getränkefachmarkt? von Hammel: Nur schwer. Ohne Einbindung in größere Strukturen oder ein stark spezialisiertes Konzept wird es sehr schwierig, einen solchen Markt dauerhaft wirtschaftlich zu betreiben.
- Überholmanöver misslungen - Schwerer Unfall bei E'damm - B 401 voll gesperrt
Symbolbild: Adobe Stock Edewechterdamm. Zu einem schweren Verkehrsunfall ist es am Freitagmittag, 16. Januar, gegen 13.50 Uhr auf der B401 im Bereich Friesoythe, Ortsteil Edewechterdamm, gekommen. Ein 41-jähriger Autofahrer aus der Gemeinde Heede war mit seinem Mercedes aus Richtung Oldenburg kommend in Fahrtrichtung Papenburg unterwegs. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei setzte der Mann zum Überholen eines Lastwagens an, konnte jedoch nicht mehr rechtzeitig auf seine Fahrspur zurückkehren. In der Folge kam es zu einem Frontalzusammenstoß mit einem entgegenkommenden Auto, das von einem 31-jährigen Mann aus Friesoythe gesteuert wurde. Bei dem Zusammenstoß wurde die 37-jährige Beifahrerin, eine Frau aus der Gemeinde Lorup, schwer verletzt. Sie musste nach der Erstversorgung vor Ort in ein umliegendes Krankenhaus gebracht werden. Die beiden beteiligten Fahrer blieben nach Angaben der Polizei unverletzt. Die Höhe des entstandenen Sachschadens ist derzeit noch nicht bekannt. Aufgrund der Unfallaufnahme und der Bergungsarbeiten wurde die B401 zwischen den Ortschaften Edewechterdamm und Kampe vollständig gesperrt. Die Vollsperrung soll im Laufe des Abends wieder aufgehoben werden. Im Einsatz waren neben der Polizei Friesoythe auch die freiwilligen Feuerwehren aus Altenoythe und Edewecht, ein Rettungswagen sowie Mitarbeiter der Straßenmeisterei Friesoythe.
- Stühlerücken bei der KLJB Bösel
Der neugebildete Vorstand der KLJB in Bösel: Erik Nording, Julian Freke, Christoph Dirks, Michel Oltmann (hintere Reihe von links), Theresa Bunten, Jill Nording, Lena Hoopmann und Leonhard Preuth (vordere Reihe von links). Foto: Martin Pille Bösel . Stühlerücken bei der Böseler Landjugend (KLJB) während der Generalversammlung auf dem Hof Wienöbst: Neu in der Vorstandsriege steigen Julian Freke als 2. Vorsitzender und Michel Oltmann als Kassenwart auf. Neue Beisitzer sind jetzt Lena Hoopmann und Leonard Preuth; Erik Nording und Jill Nording wurden als weitere Mitglieder in diesen Posten bestätigt. Vorsitzender bleibt nach einstimmigem Votum Christoph Dirks. Theresa Bunten ist weiterhin Schriftführerin der KLJB. Die neue Leitung verabschiedete Hendrik Lapke, Tobias Witte und Lukas Preuth und dankte für jahrelangen Einsatz im Verein. Zum „Mitglied des Jahres“ wählten die jungen Leute Jan-Niclas Niemeyer, der durch seine Unterstützung und seine Anwesenheit bei nahezu jeder Aktion im letzten Jahr aufgefallen ist. Nun laufen für die Mitglieder bereits die Vorbereitungen für die Teilnahme am Karnevals-Umzug Anfang Februar in Ramsloh.
- Historische Filmschätze aus Friesoythe jetzt online verfügbar
Bildquelle: Heimatverein Friesoythe Der Heimatverein Friesoythe hat zwei besondere Zeitdokumente aus der Stadtgeschichte der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die sogenannten Schmalspur-Filme aus den Jahren 1955 und 1958 sind ab sofort auf der Videoplattform YouTube abrufbar und damit für jedermann frei verfügbar. Die historischen Aufnahmen geben seltene Einblicke in das Friesoythe der Nachkriegszeit. Besonders der Film von 1958 ist von großer Bedeutung: Er dokumentiert das 650. Stadtjubiläum sowie die umfangreichen Vorbereitungen zu den Feierlichkeiten und hält damit einen wichtigen Moment der Stadtgeschichte fest. Wie bei vielen Filmaufnahmen dieser Zeit üblich, verfügen die Filme über keinen Originalton. Die begleitenden Erläuterungen wurden damals nicht aufgezeichnet, sondern bei Vorführungen live als Text vorgelesen. Dennoch entfalten die bewegten Bilder auch heute noch eine eindrucksvolle Wirkung und lassen das Alltagsleben sowie besondere Ereignisse vergangener Jahrzehnte lebendig werden. Mit der Veröffentlichung auf YouTube leistet der Heimatverein Friesoythe einen wichtigen Beitrag zur Bewahrung und Vermittlung des lokalen kulturellen Erbes und lädt Interessierte dazu ein, Friesoythes Geschichte neu zu entdecken.
- Abschied mit Dank und Wehmut: Pfarrer hält letzte Predigt in Bösel
Ein Lebewohl gab es nach dem Gottesdienst auch von den Kindergartenkindern und den Erzieherinnen. Fotos: pi Bösel. Mit einem feierlichen Gottesdienst und einer von Wehmut begleiteten Begegnung im Forum der Grundschule ist am Sonntag Pfarrer Stefan Jasper-Bruns aus Bösel verabschiedet worden. Der Geistliche scheidet, begleitet von vielen Dankesworten, nach 13 Jahren als Pfarrer von St. Cäcilia; nun geht sein beruflicher Weg weiter nach Löningen, wo er das gleiche Amt in der Kirchengemeinde St. Vitus übernimmt. Jasper-Bruns kam am 25. November 2012 als Nachfolger von Pfarrer Hubert Moormann als leitender Pfarrer in die Pfarrgemeinde. Ein feierlicher Abschied nach 13 Jahren Der von Jasper-Bruns selbst zelebrierte, und vom Gemischten Chor Bösel und dem Kirchenchor Petersdorf unter der Leitung von Adrian Langer und Dr. Peter Oltmann begleitete Gottesdienst, bot Raum, um auf das Wirken des Seelsorgers zurückzublicken. Zuvor waren alle Beteiligten mit den Fahnenabordnungen der Vereine in die Kirche eingezogen. Konzelebranten waren Bösels künftiger Pfarrverwalter Jörn Illenseer (Garrel), Pfarrer Kurt Schulte (Friesoythe) und Pfarrer em. Johannes Olliges. Mit dabei und für die Kirchengremien begrüßt von Sandra Schlarmann, auch die Mutter des scheidenden Geistlichen, Hedwig Jasper-Bruns, dessen Patentante Paula Beulting sowie die Brüder mit ihren Familien. Wertschätzung aus Kirche und Kommune In den Ansprachen wurde deutlich, dass Jasper-Bruns eine von allen geschätzte Persönlichkeit ist. Die evangelische Pfarrerin Nicole Ochs-Schultz eröffnete in der Kirche den Reigen der Reden, in denen Jasper-Bruns durch die Bank hochgelobt wurde. Sie hob in ihren Worten das „vertrauensvolle Miteinander in vielen Gesprächen über das gemeinsame Handeln im Glauben“ hervor. Man habe viel voneinander gelernt, so Ochs-Schultz. Bürgermeister Hermann Block Block lobte ebenfalls die Zusammenarbeit, die “nie nur formal oder projektbezogen“ gewesen sei, sondern geprägt von Vertrauen, Offenheit, gegenseitigem Respekt und dem gemeinsamen Ziel, Dinge gut für die Menschen im Ort zu gestalten“. Als Beispiel nannte er den Bau des Begegnungszentrums. Letzte Predigt in St. Cäcilia Bösel: Dechant Stefan Jasper-Bruns verabschiedete sich nach Löningen Dank der Kirchengemeinde für nachhaltiges Wirken Die stellvertretende Vorsitzende des Kirchenausschusses, Ulrike Lenzschau, bedankte sich im Namen der Kirchengemeinde und lobte Jasper-Bruns, der nicht nur Amtsträger, sondern vor allem Seelsorger, Gestalter, Mitstreiter und verlässlicher Mensch gewesen sei, konstruktiv, wertschätzend und getragen von dem gemeinsamen Ziel, Kirche vor Ort lebendig zu halten. Sie dachte zudem zurück an viele Bauprojekte, die Aufstellung des Pastoralplanes und die Jubiläumsfeier zum 150-jährigen Bestehen. In Erinnerung bleiben wird der Geistliche auch durch die von ihm im Jahre 2014 organisierte Pilgerfahrt nach Rom, ein unvergessliches spirituelles wie touristisches Erlebnis, um die Gemeinschaft und den Glauben der Gläubigen zu stärken. Rückblick und Ausblick in der Predigt In seiner Predigt blickte der Pfarrer auf seine Zeit in Bösel zurück, in der der gesellschaftliche Wandel vieles verändert hätte. Der Glaube müsse sich angesichts schwindender Gottesdienstbesucher neu verorten. Das sei ein Lernprozess, den man nur gemeinsam schaffe. Sein besonderer Dank ging an seine Mitarbeiter im Pfarrhaus und in den Gremien. Abschiedsgeschenke gab es von Bürgermeister Hermann Block für den scheidenden Pfarrer, dem sich die evangelischen Pfarrerin Nicole Ochs-Schultz sowie Sandra Schlarmann und Ulrike Lenzschau für die Kirchengemeinde anschlossen (von links). Fotos: Martin Pille Persönliche Begegnungen und emotionale Momente Anschließend nutzen viele Gottesdienstbesucher und Vereinsvertreter die Möglichkeit, sich persönlich vom Pfarrer zu verabschieden. Lang war die Reihe derer, die ihm für die neue Zeit in Löningen Glück wünschten. Verabschieden mussten sich dabei auch Pastoralreferentin Ursula Klüsener und Diakon Eckehard Drees. Die Begegnungen würdigten sein Engagement, das positive Eindrücke und gute Erinnerungen hinterlässt, wobei der Abschied in der emotionalen Atmosphäre für viele Gemeindemitglieder offenbar schwerfiel. Musikalisch umrahmten die beiden Chöre, der Kinderchor der St. Martin-Grundschule, die Big Band und das NSO die Begegnung. Die Verpflegung in der Grundschule mit Getränken und Bratwurst hatten die Messdiener und die Landjugend aus Bösel und Petersdorf übernommen.
- 12 Monate, 12 Stände
Friesoythe. Der CDU-Stadtverband Friesoythe setzt seine monatlichen Infostände auch im fünften Jahr infolge fort. Am Samstag (31. Januar) stehen die Christdemokraten mit ihrem Bürgermeisterkandidaten Jann Christian Hegewald, Rats- und Vorstandsmitgliedern von 10 bis 12 Uhr beim EDEKA in Friesoythe allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern Rede und Antwort, heißt es in einer Pressemitteilung..
- Musikalisches Abenteuer für Kinder im Wasserturm
Die Reise der kleinen Blockflöte macht Station in Friesoythe. Bild: Adobe Stock Friesoythe . Ein außergewöhnliches Musikerlebnis erwartet junge Besucherinnen und Besucher am Freitag, 6. Februar, im Jugendzentrum Wasserturm. Ab 16 Uhr steht dort die Veranstaltung „Die Reise der kleinen Blockflöte“ auf dem Programm – eine liebevoll erzählte Musikgeschichte für Kinder und ihre Familien. Der Eintritt beträgt 3,50 Euro. Im Mittelpunkt der Geschichte steht die kleine Blockflöte Bella, die sich neugierig auf den Weg in die große Welt der Musik macht. Auf ihrer Reise begegnet sie geheimnisvollen, lustigen und kraftvollen Blasinstrumenten aus unterschiedlichen Ländern. Gemeinsam mit Bella entdecken die Kinder klingende Landschaften, überraschende Klänge und erleben Musik als lebendige, erzählende Sprache. Musikalisch umgesetzt wird das Stück von den Musikern Pascal & Yves Gueit, die mit großer Spielfreude und Kreativität die Vielfalt der Instrumente zum Leben erwecken. Dabei verbinden sie Musik, Erzählung und Fantasie zu einem abwechslungsreichen Erlebnis, das zum Zuhören, Staunen und Mitfühlen einlädt. Das Jugendzentrum Wasserturm verspricht einen Nachmittag voller Musik, Abenteuer und Fantasie – ein Angebot, das nicht nur junge Musikfans begeistert, sondern auch Eltern und Familien anspricht.
- Die Kunst des Wartens an der Schnellkasse
Die Sonntags-Kolumne Von Julius Höffmann Symboldbild: Adobe Stock Modern sind sie ja, diese schnellen Kassen im Supermarkt. Self-Checkout, sagt man heute. Der Kunde wird zum Kassierer, zum Buchhalter. Ich wollte nur kurz rein. Deshalb habe ich natürlich keine Tasche dabei. Keine Einkaufstasche, keinen Korb, nichts. Nur meine beiden Arme, die ich optimistisch für ausreichend hielt. Spoiler: Waren sie nicht. Denn wie das immer so ist, wurden aus „nur Milch und Brot“ plötzlich Champignons, ein großer Joghurt, irgendwas im Angebot und – ach ja – Wein. Man gönnt sich ja sonst nichts. Mein persönlicher Albtraum spielt sich allerdings schon vor der Kasse ab: Der große Joghurtbecher rutscht mir aus der Hand, fällt in Zeitlupe zu Boden und explodiert mit einem satten Plopp. Aber nein, ich halte alles fest im Arm. Alles gutgegangen. So gerade noch. Weiter jetzt zur Schnellkasse. Scannen, scannen, scannen. Läuft. Dann: die Champignons. In einer durchsichtigen Tüte. Aber jetzt: Welche Tüte bin ich? Bio? Lose Ware? Pilze, aber welche? Und vor allem: Welche Option sorgt dafür, dass nicht zu viele Gramm berechnet werden – aber auch nicht zu wenige? Symbolbild: Adobe Stock Ich entscheide mich . Weiter. Jetzt nur noch der Wein, bezahlen und weg. Denkste. Bitte warten Sie auf einen Mitarbeiter. Altersprüfung. Ich starre auf den Bildschirm. Bin ich alt genug? Die Zeit dehnt sich. Niemand kommt. Die Schnellkasse ist jetzt sehr langsam. Ich schaue nach rechts. Normale Kasse. Kurze Schlange. Ich breche ab, wähle hoffnungsfroh die normale Kasse. Zwei vor mir: eine ältere Dame bereits an der Kasse. Sie zahlt bar. Nicht nur das: Sie hat es klein. Sehr klein. Sie fuchtelt im Portemonnaie, wühlt, sucht, findet Münzen. Eine nach der anderen. Kupfer, Silber. Der Kassierer lächelt gequält professionell. Ich weiß nicht mehr , wohin ich schauen soll. Mein Blick kehrt immer wieder zu diesem kleinen Portemonnaie zurück, das offenbar unendlich viele Münzen beherbergt. Mein Termin? Erledigt sich von selbst. Aber macht ja nichts. Wir wollen ja alle entschleunigen. Tief durchatmen. Vielleicht sind die schnellen Kassen gar nicht dazu da, Zeit zu sparen. Vielleicht sind sie ein pädagogisches Projekt. Für Geduld. Für Gelassenheit. Für die Erkenntnis, dass man auch mit Kleingeld und Champignons in der falschen Gewichtsklasse irgendwie durchs Leben kommt.









