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  • Jäger zeigen den besten Durchblick beim Vergleichsschießen

    Zwischen klangvollen Teamnamen wie „Windstärke 9“ und „BBG Barbecue“ sowie großen Ambitionen sorgten beim Vergleichsschießen der Gruppen und Vereine am Ende doch die Jäger für klare Verhältnisse und präsentierten sich mit dem besten Durchblick am treffsichersten. Der Hegering verwies die Oldtimer-Freunde I bei diesem geselligen und spaßigen Abend des Bürgerschützenvereins mit knappem Vorsprung auf den zweiten Platz. Dahinter folgten Planwagen I, der Heimatverein Dorfmitte, Nu fahlt se und Windstärke 9. Bester Einzelschütze war Christoph Vagelpohl vor Adrian Kleymann und Josef Albers. Der Vorsitzende des Bürgerschützenvereins, Martin Oltmann (links), und Schießmeister Matthias Skaczylas überreichten die Pokale an Adrian Kleymann (Oldtimer Freunde I), Petra Oltmann (Heimatverein Bezirk Dorf-Mitte), Angelika Handt (Planwagen I), Franziska Preuth (Windstärke 9), Annette Deeken (Nu fahlt se) sowie Christian Tewes (Hegering) (von links). Foto: pi-

  • DJK Bösel: Starke Leistungen, starker Teamgeist

    Diese Sportler und Sportlerinnen der Böseler DJK haben mit viel Einsatz, Ehrgeiz und Teamgeist die Anforderungen für das Deutsche Sportabzeichen gemeistert. Ob Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit oder Koordination: Alle Teilnehmenden haben gezeigt, was in ihnen steckt und ihre persönlichen Grenzen überwunden. Besonders schön zu sehen war der generationsübergreifende Zusammenhalt – gemeinsam trainieren und motivieren. pi-

  • Bitte heute glücklich sein

    Die Sonntags-Kolumne Von Julius Höffmann Symbolbild: Adobe Stock Definieren Sie mal Glück. Na, kommen Sie ins Schwimmen? Ist Glück das große Los, der perfekte Moment, das Dauerlächeln? Oder reicht es vielleicht schon, wenn einfach mal nichts schiefgeht? „Kein Pech zu haben“ – das wäre doch schon ein Anfang. Ein ziemlich guter sogar. Die Statistiken sagen: Die glücklichsten Menschen leben im hohen Norden. In Finnland zum Beispiel. Ausgerechnet dort, wo die Winter lang, die Tage kurz und die Temperaturen eher etwas für Pinguine sind. Vielleicht liegt genau darin das Geheimnis. Wer monatelang im Halbdunkel lebt, freut sich über jeden Sonnenstrahl wie über einen Lottogewinn. Glück durch Kontrasttherapie sozusagen. Hierzulande dagegen warten wir oft auf das große Glück – und übersehen dabei die kleinen Versionen im Alltag. Den ersten Kaffee, der genau richtig schmeckt. Das unerwartete Lächeln. Das Gefühl, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, ohne überhaupt zu wissen, warum. Vorgestern war Weltglückstag. Ja, den gibt es wirklich. Von den Vereinten Nationen ausgerufen, quasi ein offizieller Reminder: „Bitte heute glücklich sein!“ Natürlich funktioniert das so nicht. Glück lässt sich weder verordnen noch planen. Es ist kein Termin im Kalender, den man abhakt. Aber: Sich daran zu erinnern, dass Glück wichtig ist – das kann man schon. Und vielleicht ist genau das der Sinn dieses Tages. Ein kleiner Stupser, genauer hinzusehen. Nicht nur auf das, was fehlt, sondern auf das, was da ist. In diesem Jahr hatte der Weltglückstag einen ziemlich guten Verbündeten: den Frühlingsanfang. Mehr Symbolik geht kaum. Licht kehrt zurück, Knospen wagen sich hervor, und selbst die hartnäckigsten Wintermuffel bekommen plötzlich bessere Laune. Wenn das kein Wink mit dem Zaunpfahl ist. Vielleicht sollten wir es also halten wie die Finnen – oder zumindest ein bisschen so tun. Die kleinen Dinge feiern. Das Licht wahrnehmen, wenn es wiederkommt. Und das Glück nicht suchen wie eine verlorene Socke, sondern erkennen, wenn es sich längst neben uns gesetzt hat. Ab heute. Vielleicht reicht das ja schon.

  • ZiB Bösel will Hilfe weiter ausbauen

    Mit Interview Von links: Elisabeth Meyer, Stefan Awick, Martina Tangemann, Maria Sieger, Bettina Theilmann, Birgit Lamping und Rita Schorling. Fotos: Martin Pille Bösel . Der Böseler Verein für bürgerschaftliche Hilfe „Zusammen in Bösel“ (ZiB) will, so hieß es in der Generalversammlung des Fördervereins im Begegnungszentrum, sein Engagement noch verstärken. Man habe seit der Gründung 2013 mehr als 1000 Menschen in schwierigen Situationen geholfen, es gebe aber nach wie vor einen „sehr großen Hilfebedarf“. Konkret hieße das, bedürftige Personen und Familien als „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu unterstützen. „Wir machen das nicht nach dem „Gießkannenprinzip, sondern als Einzelfallhilfe“, betonte Stefan Awick, der die Kasse von ZiB verwaltet. Die Zuwendungen seien zu verstehen als „Unterstützung im Sinne einer Auffangfunktion“. Dabei wendet sich die bürgerschaftliche Hilfe hauptsächlich an Mittellose in der Gemeinde. Jahr für Jahr wurden seit der Gründung hunderte von Einzelfallhilfen abgewickelt, von der neuen Hose bis zur Herdplatte, von Einschulungshilfen und Starterpaketen bis zu warmen Mahlzeiten. Und das alles ohne große Bürokratie, „auf kurzem Dienstwege“, so die 1. Vorsitzende, Martina Tangemann, „denn ZiB hilft, wenn andere noch überlegen, schnell, unbürokratisch, neutral und unabhängig“. Zuvor hatten die Mitglieder, 74 sind im Verein, den kompletten Vorstand wiedergewählt: 1. Vorsitzende: Martin Tangemann, 2. Vorsitzende: Bettina Theilmann, Schriftführerin: Rita Schorling; Kassenwart: Stefan Awick; Beisitzerinnen: Birgit Lamping, Elisabeth Meyer und Maria Sieger. Die Kasse prüfen weiterhin Bernd Roder und Gerd Tholen. Das Gespräch mit der 1. ZIB-Vorsitzenden Martina Tangemann führte unser Mitarbeiter Martin Pille: Frage: Warum ist ein Verein wir „Zusammen in Bösel“ (ziB) in der Gemeinde überhaupt nötig? Tangemann:  Manchmal ist das Leben etwas komplizierter als sonst . Fast jeder Mensch kommt im Laufe seines Lebens in eine Situation, die er oder sie nicht allein meistern kann. Manche Situationen scheinen ausweglos.  Um solche Zeiten durchzustehen, braucht man bisweilen Unterstützung von aussen. Wie gut, dass wir Menschen Gemeinschaftswesen sind, die einander gern helfen und unterstützen. Diese bürgerschaftliche Hilfe bietet ZiB in Bösel an. Martina Tangemann Frage : Wie erfährt der Verein von Fällen, bei denen ZiB helfen müssen? Tangemann:  Entscheidend für den Erfolg der Arbeit ist ein funktionierendes Netzwerk, durch das der Verein von Notfällen erfährt. Das haben wir in Bösel. Wir arbeiten sehr erfolgreich zusammen mit der Tafel, den Kirchen, den Kindergärten und Schulen in der Gemeinde, durch die viele „Brennpunkte“ entdeckt werden. Im Fokus sind bei uns übrigens besonders auch die Kinder, bei denen wir verhindern wollen, dass sich die Schere der Chancengleichheit schon früh zu öffnen beginnt. Frage:  Erreichen sie über die Netzwerke alle, die Hilfe nötig haben? Tangemann:  Leider nein. Um Hilfe zu bitten ist nicht immer einfach. Dies kann dazu führen, dass Sorgen verschwiegen werden und die Betroffenen sich abschotten. Und dennoch kann es auch bei vorübergehenden Schwierigkeiten wichtig sein, Unterstützung zu suchen. Dies ist keinesfalls eine Schwäche – ganz im Gegenteil! Den Schritt zu wagen heisst, dass Sie Ihre Probleme in den Griff bekommen möchten. Frage:  Welcher Personenkreis ist damit besonders gemeint? Tangemann:  Gemeint sind damit besonders ältere Menschen. Das sind Personen, die in bitterer Armut leben, weil die niedrige Rente nicht zum Leben reicht und die sich aber leider oft scheuen, weil sie nicht als Bittsteller auftreten wollen. Und sie empfinden manchmal so etwas wie Scham darüber, es nicht selbst zu schaffen und fühlen sich hilflos.   Dennoch: Wenn Sie nicht mehr weiterwissen, sollten Sie uns um Hilfe bitten. Es tut gut, mit einem Familienmitglied, mit einer Freundin oder einem Freund oder mit einer Person aus dem Umfeld über seine Sorgen und Probleme zu sprechen und darüber den Kontakt zu uns herzustellen, damit Lösungen gefunden werden. Unser oberstes Gebot dabei ist die absolute Vertraulichkeit. Frage:  Was können wir als Bürgerinnen und Bürger tun, damit die Kontakte zu ZiB entstehen? Tangemann:  Jedermann kann durch seine Aufmerksamkeit gegenüber Mitbürgerinnen und Mitbürgern Notlagen aufdecken und vertrauliche Hinweise geben, wo es in Familien oder bei Alleinstehenden brennt, damit der Verein sich kümmern kann.

  • 48 Jahre Einsatz: Feuerwehr Bösel verabschiedet Brinkmann

    Gemeindebrandmeister Arthur Kasperczyk (rechts) und sein Vertreter Tobe Koppenberg (links) verabschiedeten Bernhard Brinkmann nach 48 Jahren in der Feuerwehr in die Altersabteilung. Blumen gab es für Ehefrau Margret. Foto: Martin Pille Bösel. Während der Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Bösel haben Gemeindebrandmeister Arthur Kasperczyk und sein Vertreter Tobe Koppenberg Bernhard Brinkmann nach einer Dienstzeit von 48 Jahren in die Altersabteilung verabschiedet. Der 60-Jährige scheidet auf eigenen Wunsch im Rang eines Hauptfeuerwehrmannes aus. Er begann 1978 in der Jugendfeuerwehr und wechselte sechs Jahre später in die aktive Wehr. Knapp 8.000 Stunden sind mit Diensten und Ausbildung ähnlich wie im Vorjahr angefallen, berichtete Kasperczyk. Bemerkenswert sei es, dass die Feuerwehr im August und September bei 19 Einsätzen allein 1.100 Einsatzstunden hatten. Insgesamt seien die Einsätze aber vergleichbar mit den Vorjahren. 69 Männer und drei Frauen sind im Einsatz; die Jugendfeuerwehr, die Mark Höffmann leitet, hat 23 Mitglieder. Bemerkenswert der anschließende Dienstgrad- und Schulterstücketausch, begleitet von der Übergabe der Urkunden, den die neue Feuerwehrverordnung verursachte. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Franz-Josef Nording stellte sie vor. So wurden aus Löschmeistern nun Brandmeister und Gemeindebrandmeister Kasperczyk kann sich jetzt Gemeindebrandinspektor nennen. Die Böseler Wehr nutzte die Gelegenheit, gleichzeitig noch Beförderungen auszusprechen.  Den Dank der Gemeinde für „immer wertschätzenden Umgang miteinander“ überbrachte Bösels Bürgermeister Hermann Block.

  • Verwundbar – verwundet: "Gottesdienst anders" setzt Zeichen am Karfreitag

    stehend von links: Irmgard Greten, Sabine Orth, Irene Block, Anne Lang, Gabi Tepe, Niklas Reinken und Annette Jahn sowie Anja Lübbers und Michaela Schipke (kniend von links). Friesoythe (cl). Wunden gibt es immer wieder. Körperliche wie seelische. Mal sind es kleine Blessuren, auf die man ein Pflaster klebt, mal ist es eine Kränkung, die eine Entschuldigung kitten kann. Größere Verletzungen dagegen zählen zu einschneidenden Momenten und erfordern vielfach Auseinandersetzung, Hilfe und Geduld. Manches Mal heilt die Zeit aber auch keine Wunden und Narben bleiben. Passionsgeschichte im Hier und Heute  „Verwundbar - verwundet“ hat das Laboratorium-Team der Friesoyther St. Marien Pfarrei seinen „Gottesdienst anders“ am Karfreitag überschrieben, zu dem es am 3. April einlädt und gleichzeitig auf 15 Jahre blickt, die seit der Gründung vergangen sind. Leiden und Sterben nehmen an diesem christlichen Feiertag eine zentrale Rolle ein. „Die Passionsgeschichte ist voller Verwundungen, nicht nur bei Jesus, sondern auch bei seinen Jüngern“, schreiben die Organisatoren in ihrer Ankündigung und verweisen auf Folter, Verlust, Schmerz, Schmähungen und Scheitern. „All das erleben wir auch heute“, unterstreicht das Team, das seine Themen traditionell mit einem Perspektivwechsel verbindet. So rückt an Karfreitag Judas, der Jesus verriet, ebenso ins Hier und Heute wie Petrus, der ihn verleugnete und Pilatus, der ihn zum Tode verurteilte.  Die Mitglieder erinnern an Kriege und Krisen in der Welt wie vor der Haustür und überdenken eingefahrene Betrachtungsweisen. „Fragen, Zweifel, Dialog und der Blickwinkel aus unterschiedlichen Lebenssituationen heraus sind grundsätzlich das A und O unserer Gottesdienste“, erläutert Gabi Tepe, die mit Sabine Orth und Annette Jahn zu den Mitstreiterinnen der ersten Stunde zählt. Kein erhobener Zeigefinger, keine fertigen Lösungen, sondern Akzente und Impulse, die zum Nachdenken anregen, lautet die Philosophie, die ankommt. Somit brauchten die Gastgeber bereits seit der ersten Veranstaltung keine leeren Kirchenbänke zu fürchten. „Wer einmal da war, kommt vom Saterland bis Vechta immer wieder“, sagt Annette Jahn. Und wer am „stillen Tag“ im Gotteshaus Platz nimmt, den erwarten nicht nur Tragik und Trauer, sondern auch Mut und Zuversicht, weil das Kreuz gemäß der österlichen Hoffnung auch Leben und Licht symbolisiert und für Erlösung steht. 15 Jahre „Gottesdienst anders“ Zum 15-jährigen Bestehen hat das Team zahlreiche Titelthemen seiner Gottesdienste auf Plakate drucken lassen. Das mit Wundmalen gestaltete, moderneKreuz aus der Altenoyther Dreifaltigkeitskirche wählte die Gruppe als Motiv für die anstehende Zusammenkunst. Seelisch verwundet wurde sie 2021 auch selbst, als der frühere Pastoralreferent Martin Kröger bei einem tragischen Verkehrsunfall ums Leben kam. Er war „das Herz und der Geist dieses Gottesdienstformats und machte es über die Grenzen des Offizialatsbezirks bekannt“, betonen die Mitglieder, die in seinem Sinne auch in Zukunft Glaubenneu denken wollen. Für viele gebe es kaum noch gute Gründe, in der Kirche zu bleiben, erklärt Niklas Reinken. Der Laboratorium-Gottesdienst jedoch „ist einer davon.“ Info: Zum „Gottesdienst anders“ lädt das Laboratorium-Team am Karfreitag, 3. April, in die Altenoyther Dreifaltigkeitskirche ein. Beginn ist erstmals um 20 Uhr (nicht wie bisher 21 Uhr). Musikalisch begleitet der Oldenburger Cellist Christoph Rhode die Veranstaltung.

  • Hier brennen Osterfeuer in Friesoythe

    Friesoythe . Die Stadtverwaltung Friesoytheweist darauf hin, dass Osterfeuer nur aus Gründen der Brauchtumspflege zulässig sind und die Veranstalter bestimmte Regeln und Sicherheitsauflagen einhalten müssen. Hierbei handelt es sich zum Beispiel um Vorgaben zu Sicherheitsabständen zu Gebäuden, Wäldern oder öffentlichem Verkehrsräumen sowie zu der vom Veranstalter sicherzustellenden Aufsichtspflicht. In der Stadt Friesoythe wurden öffentliche Traditions-Osterfeuer für folgende Orte genehmigt:

  • Verwaltung und SPD nehmen Stellung zu Vorwürfen

    Von Julius Höffmann Zu den Vorwürfen wegen mehrfacher Abrechnung von Sitzungsgeldern hat nun die Stadt Frieoythe Stellung bezogen. Foto: Fritz online Friesoythe. Auf die Vorwürfe, Mitglieder der Friesoyther CDU-Fraktion sollen Sitzungen mehrfach abgerechnet und dadurch ungerechtfertigt zusätzliche Gelder aus der Stadtkasse erhalten haben (fritz online berichtete), haben auf Anfrage unserer Redaktion die Stadtverwaltung sowie die SPD-Fraktionsvorsitzende Renate Geuter Stellung bezogen. Beide erläuterten die bisherige Praxis bei der Abrechnung von Sitzungsgeldern. Demnach seien – entsprechend der geltenden Satzung – von den im Stadtrat vertretenen Fraktionen mehrfach auch mehrere Sitzungen an einem Tag oder Abend abgerechnet worden, sofern diese tatsächlich stattgefunden hätten. Während die CDU/FDP-Fraktion in einzelnen Fällen auch zwei Fraktionssitzungen an einem Abend geltend gemacht habe, wenn unterschiedliche Inhalte vorbereitet worden seien, habe die Fraktion aus SPD sowie Bündnis 90/Die Grünen pro Abend jeweils nur eine Sitzung abgerechnet, jedoch ebenfalls mehrere Treffen angemeldet, etwa im Anschluss an Ausschusssitzungen. Unterschiedliche Auslegung der Satzung Die Verwaltung weist darauf hin, dass diese unterschiedliche Handhabung im Rahmen der bestehenden Regelungen erfolgt sei. Grundlage ist die Satzung über Aufwands-, Verdienstausfall- und Auslagenentschädigungen, die unter anderem vorsieht, dass Sitzungsgelder für Rats-, Ausschuss- und Fraktionssitzungen gezahlt werden. Zwar sei darin festgelegt, dass bei mehreren Sitzungen an einem Tag maximal zwei Sitzungsgelder gewährt werden dürfen, die konkrete Auslegung dieser Regelung sei jedoch offenbar unterschiedlich erfolgt. Anpassung der Praxis seit 2024 Aufgefallen sei dies im Zuge der Abrechnungen für das zweite Halbjahr 2024. Das Thema sei daraufhin im Februar 2025 im Verwaltungsausschuss beraten worden. In der Folge verständigten sich die Mitglieder fraktionsübergreifend darauf, künftig bei mehreren vorbereitenden Fraktionssitzungen an einem Abend oder Tag nur noch ein Sitzungsgeld zu beantragen und abzurechnen. Unverändert bleibt hingegen die Praxis, dass bei mehreren Sitzungen unterschiedlicher Gremien an einem Tag – etwa bei aufeinanderfolgenden Ausschuss- und Aufsichtsratssitzungen – weiterhin jeweils gesonderte Sitzungsgelder gezahlt werden. Stadt sieht keinen finanziellen Schaden Nach Einschätzung der Stadtverwaltung ist durch die bisherige Abrechnungspraxis kein finanzieller Schaden entstanden, da diese von der bestehenden Satzung gedeckt gewesen sei. Rechtliche Schritte werden geprüft Gleichzeitig prüft die Stadt rechtliche Schritte. Diese könnten sich zum einen gegen den Journalisten Heinz-Josef Laing richten, dem vorgeworfen wird, „nachweislich falsche Behauptungen öffentlich verbreitet zu haben“. Zum anderen steht eine mögliche Verletzung der Schweigepflicht im Raum, da Inhalte aus dem Verwaltungsausschuss, dessen Beratungen grundsätzlich vertraulich sind, an die Öffentlichkeit gelangt sein könnten. Die SPD-Fraktionsvorsitzende Renate Geuter erklärt dazu, dass bei allen von der Verwaltung organisierten Sitzungen – etwa Ausschuss-, Verwaltungs- oder Ratssitzungen – Anwesenheitslisten von den Fraktionsmitgliedern ausgefüllt würden. Die eigentliche Abrechnung der Aufwandsentschädigungen erfolge anschließend eigenverantwortlich durch die Verwaltung, ohne dass Fraktionsmitglieder aktiv Beträge geltend machen müssten. Halbjährlich erhielten die Fraktionen eine Übersicht zur Kontrolle und könnten mögliche Fehler melden.

  • Friesoythe: CDU weist Vorwürfe entschieden zurück

    Von Julius Höffmann Foto: Stadt Friesoythe Friesoythe . Mitglieder der Friesoyther CDU-Fraktion sollen über Jahre hinweg Sitzungen mehrfach abgerechnet und dadurch ungerechtfertigt zusätzliche Gelder aus der Stadtkasse in Höhe von bis zu mehreren hunderttausend Euro erhalten haben. Grundlage dieser Darstellung seien anonyme Hinweise aus dem Kreis von Ratsmitgliedern, schreibt der freie Journalist Heinz-Josef Laing in einer gestern veröffentlichten Pressemittteilung. CDU-Fraktionschef Reinken spricht von „haltlosen Behauptungen“ Die CDU-Fraktion im Friesoyther Stadtrat weist diese Vorwürfe entschieden zurück. Die erhobenen Anschuldigungen bezeichnet Fraktionschef Lukas Reinken als völlig haltlos und in jeder Hinsicht falsch. Auf Anfrage von fritz online betont Reinken, dass die Darstellungen eines Journalisten sowie einer anonymen Quelle  nicht belastbar seien und „ließen vielmehr auf unseriöse Berichterstattung oder gezielte Meinungsmache schließen“. Nach Laings Darstellung sei  es gängige Praxis gewesen, pro tatsächlicher Sitzung bis zu drei Abrechnungen vorzunehmen. Die Vorgänge sollen im Jahr 2024 nach personellen Veränderungen im Umfeld des Bürgermeisters bekannt geworden sein; eine umfassende juristische Aufarbeitung oder Rückforderung der Gelder habe bislang jedoch nicht stattgefunden. Fraktions-Vorsitzender Reinken betont in seiner Pressemitteilung, die fritz online  vorliegt, dass zu keinem Zeitpunkt Sitzungen fingiert oder unrechtmäßige Sitzungsgelder bezogen worden seien. Sämtliche Abrechnungen stünden im Einklang mit der gültigen Aufwandsentschädigungssatzung der Stadt Friesoythe.  Die CDU betont, dass Anwesenheitslisten nicht eigenständig und  unkontrolliert zur Abrechnung genutzt würden. Vielmehr erfolge eine Überprüfung durch die Stadtverwaltung. Zudem sehe die Satzung ausdrücklich vor, dass bis zu zwei Sitzungen pro Tag abgerechnet werden können. Eine Überschreitung dieser Grenze habe es  nie gegeben. Darüber hinaus weist die CDU den Vorwurf eines Rechtsverstoßes kategorisch zurück. Es habe keinerlei unrechtmäßige Auszahlungen gegeben. Entsprechende gegenteilige Behauptungen müssten bewiesen werden, wofür es keinerlei Grundlage gebe. Diese Einschätzung werde auch von der Friesoyther Stadtverwaltung geteilt. Beschwerden oder Beanstandungen hinsichtlich der Sitzungsgelder habe es zu keinem Zeitpunkt gegeben. Als möglichen Ursprung der Vorwürfe identifiziert die CDU unterschiedliche Auslegungen der Aufwandsentschädigungssatzung zwischen den Fraktionen. Diese unterschiedlichen Lesarten seien jedoch beide rechtlich vertretbar und von der Verwaltung als zulässig bewertet worden. Insofern sieht die CDU hier eher eine uneindeutige Regelung als ein Fehlverhalten. Auch die im Raum stehenden Summen weist die Fraktion entschieden zurück. Die genannten Gesamtsummen in Höhe von „hunderttausenden Euro“ seien frei erfunden. Ziel solcher Darstellungen sei offenbar die Konstruktion eines Skandals, der faktisch nicht existiere. Abschließend hebt die CDU-Fraktion die ehrenamtliche Arbeit aller Ratsmitglieder hervor. Über Parteigrenzen hinweg engagierten sich diese mit erheblichem Zeitaufwand für das Gemeinwohl der Stadt. Allein im Jahr 2025 habe es zahlreiche Sitzungen gegeben, die umfassend vor- und nachbereitet werden müssten. Der Vorwurf persönlicher Bereicherung werde daher entschieden zurückgewiesen. Vielmehr schade eine aus Sicht der CDU unbegründete Skandalisierung nicht nur den betroffenen Mandatsträgern, sondern auch dem Ansehen der kommunalen Demokratie insgesamt.

  • Ortslandvolk Friesoythe: Josef Preut übernimmt Vorsitz

    Auf einen Blick: Der alte und neue Vorstand des Ortslandvolkverbandes Friesoythe sowie die Referenten der jüngsten Mitgliederversammlung. Foto: Ortslandvolkverband Friesoythe (cl). Alle Zeichen stehen zurzeit auf Frühling. Auch die Mitglieder des Ortslandvolkverbandes Friesoythe sind beruflich in die Saison gestartet und haben ehrenamtlich mit einem Generationswechsel bereits ihr Feld bestellt. Mit Vorsitzenden Thomas König, Elmar Preut, Dirk Roter, Fritz Anneken und Gerd Plaggenborg sind fünf Mitglieder aus dem Vorstand ausgeschieden und haben die Geschäfte an junge Nachfolger übergeben. Neuer Chef des Verbandes wurde in der Mitgliederversammlung im Hotel Landhaus Pollmeyer Josef Preut (25), der nun mit Michael Reiners, Johannes Roter, Thomas Ortmann, Stefan Kösters sowie den bisherigen Vorstandsmitgliedern Veronika Pancratz und Andreas Böckmann das Führungsgremium bildet. „Wir wollen nicht das Rad neu erfinden, aber natürlich auch neue Ideen verwirklichen“, sagt Josef Preut, der mit seinen Mitstreitern als erste Amtshandlung den Feldbegang als gesetzte Veranstaltung vorbereiten wird. Rund 150 Mitglieder aus Friesoythe und Thüle sind im Ortslandvolkverband registriert, der sich als lokale Interessenvertretung und Ansprechpartnerfür die Belange der Landwirtschaft einsetzt und über ein Netzwerk zu überörtlichen Verbänden und Tiermedizinern verfügt.  21 Jahre stand er unter der Führung von Thomas König, dem die Mitglieder für seinen langjährigen Einsatz mit lobenden Worten und einem Präsent dankten. Gleiches galt für seine ebenfalls nicht wieder kandidierenden Kollegen, die sich wie er darüber freuten, keine Nachwuchssorgen zu verzeichnen. Zu Gratulanten des neuen Vorstandes zählten auch Bernd Siulmann, Geschäftsführer des Kreislandvolkverbandes Cloppenburg, der zu den Themen Düngeverordnung und Wasserschutzgebiete referierte, sowie Stefan Sprock, Leiter des Bereichs Netzwerkentwicklung beim international agierenden Hersteller von Land- und Baumaschinen CNH-Industrial.

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