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  • Defekter Fahrstuhl im Friesoyther Rathaus

    Der Fahrstuhl im Friesoyther Rathaus ist defekt. Foto: Stadt Friesoythe Friesoythe. Aufgrund eines technischen Defekts des Fahrstuhls ist das Rathaus der Stadt Friesoythe derzeit nicht barrierefrei zugänglich. Die Behebung des Schadens verzögert sich, da die Lieferung dringend benötigter Ersatzteile bislang noch nicht erfolgt ist. Nach aktuellem Stand wird die Einschränkung voraussichtlich bis zur 7. Kalenderwoche 2026 (9. bis 15. Februar 2026)andauern. Die Stadt bittet Bürgerinnen und Bürger, die auf die Nutzung des Aufzugs angewiesen sind, vor einem Besuch des Rathauses telefonisch oder per E-Mail Kontakt mit der jeweils zuständigen Sachbearbeiterin oder dem jeweils zuständigen Sachbearbeiter aufzunehmen, um alternative Lösungen abzustimmen. Die Stadtverwaltung bedauert die entstehenden Unannehmlichkeiten und bittet um Verständnis.

  • Mehrere Unfälle bei Glatteis im Nordkreis

    Symbolbild: AdobeStock Friesoythe/Barßel . Wegen glatter Fahrbahn ereignete sich am Dienstag gegen 7.50 Uhr ein Verkehrsunfall auf der Kortemoorstraße in Barßel, an dem drei Fahrzeuge beteiligt waren. Wie die Polizei mitteilte, war eine 19-jährige Autofahrerin aus Edewecht in Richtung Harkebrügge unterwegs, als sie in einer Kurve auf glatter Fahrbahn die Kontrolle über ihren Wagen verlor. Ihr Fahrzeug geriet ins Schleudern und kollidierte zunächst mit dem entgegenkommenden Pkw einer 46-jährigen Frau aus dem Saterland. Anschließend kam das Fahrzeug der jungen Fahrerin auf einem angrenzenden Feld zum Stillstand. Die 46-Jährige bremste ihr Fahrzeug stark ab, woraufhin eine nachfolgende 23-jährige Autofahrerin aus Barßel dies übersah und auffuhr. Bei dem Unfall wurden die 19-Jährige sowie die 23-Jährige leicht verletzt. Der entstandene Gesamtschaden an den beteiligten Fahrzeugen wird auf rund 8.000 Euro geschätzt. Nur kurze Zeit später, gegen 08:10 Uhr, kam es in Friesoythe zu einem weiteren Verkehrsunfall. Eine 56-jährige Pkw-Fahrerin aus Friesoythe befuhr den Niedersachsenring in Richtung Böseler Straße, als sie auf winterglatter Fahrbahn die Kontrolle über ihr Fahrzeug verlor. Der Wagen kam von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen am Straßenrand stehenden Baum. Die Fahrerin erlitt schwere Verletzungen und wurde in ein umliegendes Krankenhaus eingeliefert. Die Polizei weist in diesem Zusammenhang erneut auf die erhöhte Unfallgefahr bei winterlichen Straßenverhältnissen hin und appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, ihre Fahrweise den Witterungsbedingungen anzupassen.

  • Handy wird zum Portemonnaie: Digitalkurs macht Senioren fit

    Von Claudia Wimberg Zahlen bar und digital (von links): Jessica Kaltinski und Nicola Fuhler (Bildungswerk) erörtern mit Carsten Wilken (VR Bank), Heiner Schütte (Seniorenbeirat) und Volker Raker (LzO) die eigenen Zahlungsvorlieben und besiegelten ihre Kooperation. Foto: Claudia Wimberg   Friesoythe . Die Karten sind auf dem Smartphone abrufbar. Das Handy ist zum Portemonnaie geworden. Bis auf „einen bestimmten Imbiss“ und ein weiteres Kleinunternehmen zahlt Volker Raker kontaktlos. „Überall dort, wo es geht und egal, um welchen Betrag es sich handelt“, verrät der Direktor für das Privatkundengeschäft der LzO. Ebenso schnell wie bequem handhabt es Carsten Wilken, Vorstand der VR Bank Barßel-Bösel-Friesoythe, der wie sein Kollege für alle Fälle noch einen Schein in der Handyhülle hat. Mit vielen ihrer Kunden sind die Finanzexperten schon längst in der digitalen Welt angekommen, doch vor allem Senioren schreckten Online-Dienste nach wie vor ab, wissen die Verantwortlichen aus der beruflichen Erfahrung. Gemeinsames Projekt von Banken, Bildungswerk und Stiftung Ältere Menschen nicht nur fit fürs Online-Banking, sondern grundsätzlich im Umgang mit dem Smartphone, Tablet, PC und der KI zu machen, haben sich die beiden Kreditinstitute nun gemeinsam mit dem Bildungswerk Friesoythe auf die Fahnen geschrieben. Auf Anregung der Friesoyther „Flatken-Stiftung“ sind Bildungswerk-Vorständin Nicola Fuhler und Mitarbeiterin Jessica Kaltinski tätig geworden und konnten die beiden vor Ort ansässigen Banken mit ins Boot holen. Sie teilen sich die Finanzierung des für Teilnehmerinnen und Teilnehmer kostenlosen und in dieser Form bisher „noch nie da gewesenen Angebots.“ Individuelle Unterstützung durch Experten Geht es dabei konkret um das Thema Online-Banking, stehen Mitarbeiter beider Kreditinstitute dem Kurs als Ansprechpartner zur Verfügung. Bis Dezember alle 14 Tage dauerhaft begleitet wird die Gruppe individuell und flexibel von einem Referententeam. Unterstützung kommt auch vom Seniorenbeirat der Stadt Friesoythe. „Ich möchte Ängste nehmen und dazu motivieren, dass man selbstständig und aktiv wird und digitale Geschäfte oder Bestellungen nicht Kindern und Enkeln überlässt“, unterstreicht Vorsitzender Heiner Schütte. Er zieht zwar noch eine Geldbörse aus der Hosentasche, aber zahlt größtenteils mit dem Handy und weiß die moderne Nutzung zu schätzen, die „vieles im Leben erleichtert.“   Hybrider Service Hybrid gestalten auch die Banken ihren Service. „So wie der Kunde es möchte“, lautet der Anspruch und die Führungskräfte gehen trotz des rasanten Wandels nicht davon aus, „dass wir die Abschaffung des Bargeldes noch erleben.“ Natürlich werden auch hierzulande zunehmend digitale Zahlungsmethoden genutzt, „aber es ist auch old school geblieben“, betont Wilken und verweist beispielsweise auf eine hohe Nachfrage an Schließfächern und Überzeugungen, dass Bares für größtmögliche Unabhängigkeit und Sicherheit stünde. Das gelte es auch nicht zu kritisieren. „Es gibt nie den einen Weg.“ Grundsätzlich sei es im Alltag nicht erforderlich, sich jeder neuen Technologie zu stellen. Wer jedoch für ein Basiswissen Interesse zeige und sich einlasse, der wisse schnell Effizienz, Komfort und Kommunikationsmöglichkeiten durch Digitalisierung zu schätzen, zeigen sich die Vertreter von Bank, Bildungswerk und Seniorenbeirat überzeugt. Info: Der kostenlose „digitale Nachmittag“ startet am Montag, 2. Februar, und findet zwischen 15 und 17.30 Uhr statt. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Gruppengröße beträgt sieben bis zehn Teilnehmer, die ihre Endgeräte wie Smartphone oder Tablet mitbringen müssen. Neben den Grundlagen zur Nutzung sowie das Online-Banking geht es auch um Sicherheit, digitale Gesundheitsanwendungen, Fotos, Dokumente, Kommunikation und KI. Anmeldungen unter Telefon: O4491/9330-0 oder  verwaltung@bildungswerk-friesoythe.de .

  • Bösel investiert Millionen in den Ausbau der Thüler Straße

    Großer „Brocken“: Die Sanierung der Thüler Straße in Bösel nach Beendigung der Städtebauförderarbeiten der Bahnhofstraße, die in vollem Gange ist. Foto: Martin Pille Bösel. Unter dem Eindruck der aktuellen Finanzlage der Gemeinde passierte der von der Verwaltung vorgelegte Haushaltsentwurf den Ausschuss für Wirtschaft, Umwelt, Planung, Bau und Verkehr, der unter anderem die Ansätze für die Infrastruktur und die Gemeindeentwicklung, aber auch die Investitionen des kommenden Jahres vorsieht. Die Gemeinde hatte 2025 keine neuen Investitionskredite aufgenommen, da viele Investitionsmaßnahmen nicht kassenwirksam wurden und ins Folgejahr verschoben werden mussten. Zudem fiel die Gewerbesteuer mit 7,4 Mio. € um 2,2 Mio. € höher aus als die erwarteten 5,2 Mio. €. Durch die höheren Gewerbesteuererträge fällt jedoch auch eine höhere Gewerbesteuerumlage an. Die Verschuldung ist durch Tilgung von 4,636 Mio. Euro auf 4,336 Mio. Euro gefallen. 2026 plant die Gemeinde eine weitere Darlehensaufnahme in Höhe von einer Mio. Euro; damit droht eine Verdoppelung der Verschuldung. Das abgelaufene Haushaltsjahr 2025 endet finanziell mit einem erheblichen Überschuss von rund 3,2 Mio. Euro, die sich jedoch im nächsten Jahr negativ auswirken, weil damit die Kreisumlage steigt und die bisher erwartenden Erträge aus dem Finanzausgleich sinken. Einer der größten „Brocken“ der künftigen Jahre ist der Ausbau der Thüler Straße, der rund 3.000.000 Euro kostet. Der hat Priorität aus dem Generalentwässerungsplan. Für 2026 wurden zunächst 50.000 Euro an Planungskosten eingestellt, der Rest folgt bis zum Jahre 2029. Es gibt eine 60prozentige Förderung. Die Bauarbeiten sollen im Anschluss an die Arbeiten der Städtebauförderung der Bahnhofstraße in Angriff genommen werden. Beginnen soll zudem der Ausbau des Hölker Weges, für den die Planungen bereits abgeschlossen sind, die in Kürze den Anliegern vorgestellt werden.  Der zeitliche Ablauf der Umsetzung ist eng mit den Maßnahmen der Städtebausanierung abzustimmen, damit die Erreichbarkeit der Grundstücke in Hausnähe gewährleistet werden kann. Start auch für den Bau eines Betriebsgebäudes des neuen Bauhofes. 2.700.000 Euro sind dafür veranschlagt worden. Wenn der Grunderwerb für ein neues Gewerbegebiet an der Glaßdorfer Straße gesichert ist, soll dafür die Bauleitplanung einsetzen. Insgesamt 2,9 Mio. Euro werden dann einkalkuliert. Mehrere Straßen im Gemeindegebiet sollen 2026 saniert werden. Nach dem Ergebnis einer Straßen- und Wegebereisung stehen Umpflasterungs- und Unterhaltungsarbeiten bevor auf einem Teilbereich der Straße „An der Lahe“, „Am Kronsberg“, „Am Pool“, „Flethstraße“, „Hülsberger Straße“ und „Am Wittenberg“.

  • Böseler Baugebiete: Alle weg!

    In den Bebauungsgebieten in Bösel und Petersdorf tut sich etwas: In „Bösel-Nord“ sind alle 12 Grundstücke für Einfamilienhäuser verkauft, auch die 14 für Mietwohnungsbau sind weg. Bei dem benachbarten hinter dem Friedhof sind von 23 inzwischen 18 verkauft, 5 sind reserviert. Im Bebauungsgebiet „Südlich Neuland“ heißt es ebenfalls: ausverkauft! Wie sieht es in Petersdorf „Westlich Eichenstraße“ aus? Von 25 sind 22 Grundstücke verkauft, 2 sind reserviert und eines ist noch zu haben. In der Bahnhofstraße wurde die wegen der Witterung unterbrochenen Arbeiten wieder aufgenommen. Es geht flott voran. Dort wird nun die Sperrung von Hausnummer 8 bis zur Eichendorffstraße vorgenommen. Zur Vorbereitung auf den Neubau einer Kita in Westerloh werden dort nun Baggerarbeiten vorgenommen. In der Anna-Deeken-Straße wurden die Arbeiten fortgeführt und die Zufahrten der Anlieger am Flethweg hergestellt. Begonnen haben auch wieder die Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärarbeiten im Erweiterungsbau des Rathauses. Dazu kommen die Dachdämmungen und die Fertigstellung der Fassade. Und auch die witterungsbedingten Unterbrechungen in de Korsorsstraße sind beendet. Die Asphaltierung ist für April vorgesehen. - pi -

  • Wachstum mit Bahn: Wie Bösel und Friesoythe den Anschluss erkämpften

    Von Martin Pille Der alte Bahnhof in Bösel. Fotos: Archiv Martin Pille Bösel/Friesoythe . Um 14.30 Uhr traf man sich im Friesoyther Bahnhof zum „gemeinschaftlichen Festessen“ und um 19 Uhr „daselbst zum allgemeinen Festkommers“. Was war der Anlass im Jahr 1906? Fortschritt braucht Transport Als Justus von Liebig (1803-1873) in der Mitte des 19. Jahrhunderts die Düngung aus der Tüte statt aus der Kuh erfand und mit dem Kunstdünger gleichzeitig den Beginn der Agrochemie markierte, stieg die agrarische Produktion bis 1913 um 90 Prozent. Die Erfindung hätte den Menschen bei uns indes wenig genutzt, wenn 1906 nicht gleichzeitig die Bahn das Land erobert hätte, denn wie sonst sollte der Dünger zu den Bauern kommen? Die kombinierte Straßen- und Eisenbahnbrücke über den Küstenkanal wurde demontiert Politischer Gegenwind aus Oldenburg Dass es nicht früher dazu kam, lag sicherlich auch am Staatsministerium in Oldenburg, die dem Bau des Hunte-Ems-Kanals (heute Küstenkanal) eine höhere Priorität gab. Während der Böseler Gemeinderat unter seinem Bürgermeister Johann Heinrich Beeken weitsichtig und mit großer Beharrlichkeit bei der Großherzoglichen Staatsregierung darum warb und dem Landtag gar die Übernahme von 10 Prozent der Baukosten und die unentgeltliche Hergabe des Grundes und Bodens innerhalb der Gemeinde Bösel zum Bau einer normalspurigen Eisenbahn anbot, gab es auch erhebliche Widerstände in der Bevölkerung. Plakat zur feierlichen Eröffnung der Bahnlinie Skepsis in den Reihen In Rohens Wirtshaus in Bösel ging es im März 1893 bei einer Versammlung zu diesem Thema hoch her: „Trotzdem unser Herr Gemeindevorsteher sich sehr bemühte, die Nützlichkeit der Bahn darzuthun, konnte man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass man hier der Anlage noch recht unfreundlich gegenübersteht. Da man zu beabsichtigen scheint, südlich an Aumühlen vorbei zu bauen, glaubte ein großer Theil von Bösel und Petersdorf wenig Nutzen haben zu können. Die Petersdorfer wollen sich auch viel eher und bequemer Garrel anschließen können “, hieß es in einem Zeitungsartikel. Letztlich setzte sich die Gemeindevertretung durch. 1899 richtete Bösel eine Petition an den Eisenbahnausschuss mit der Bitte, die Bahnlinie Cloppenburg-Friesoythe über Bösel zu vermessen und nicht über Thüle. So kam es dann auch. Landwirtschaft unter Druck Es musste auch sein: Die sogenannte „vorindustrielle Gesellschaft“ bei uns lebte überwiegend von der Landwirtschaft und wohnte in ärmlichen ländlichen Siedlungen. Was nützte jetzt der technische Fortschritt, wenn der Bauer in Zeiten wachsender Bevölkerung nicht genug Lebensmittel schaffen konnte? Zudem: Steigende Bevölkerungszahlen erhöhten den Bedarf an Brennstoffen. Das Heizmaterial war knapp, die Bevölkerung hatte zudem zu leiden an großen Überschwemmungen, die ihr die Ernte verdarben. Eine der ersten Fahrten mit der Eisenbahn von Friesoythe nach Cloppenburg. Die Bahn kommt - endlich Die Bahn, von der Großherzoglich Oldenburgischen Staatseisenbahnen (GOE) 1906 als Stichbahn eröffnet und 1907 bis Scharrel und 1908 bis Ocholt verlängert,  galt als das einzige Verkehrsmittel, um weiter entfernt liegende Absatzmärkte damals zu erschließen. Und die Jungfernfahrt mit einem Eröffnungssonderzug mit der Eisenbahndirektion führte in der Folge zur Errichtungen von Bahnhöfen mit Gaststätten und Warteräumen und entwickelte Friesoythe und Cloppenburg zu wichtigen Knotenpunkten. Natürlich war auch die Landwirtschaft daran interessiert, die Produktionen zu steigern und zwar unter Ausnutzung wissenschaftlicher Erkenntnisse und durch Vergrößerung der landwirtschaftlichen Nutzfläche. Wachstum und Tragödie Die Bauern in Bösels Bauernschaft Glaßdorf optimierten den neuen Transport konspirativ noch erheblich, indem sie nachts angekommene Güterwaggons mit Kunstdünger nach Glaßdorf schafften, dort entluden und anschließend wieder nach Bösel brachten. Wie auch immer sie das angestellt haben mögen… Zu Beginn verkehrten nur drei Züge auf der neuen Strecke, 1950 bereits fünf Zugpaare.  Am 7. Juli 1944 kam es am Bahnübergang beim  Flugplatz Varrelbusch  zu einer Kollision zwischen einem Zug und einem Mannschaftswagen der Wehrmacht, bei dem alle neun Fahrzeuginsassen ums Leben kamen Der alte Bahnhof in Friesoythe. Abbau statt Ausbau Keine 70 Jahre dauerte der Eisenbahnverkehr: Im September 1968 wurde der Reiseverkehr eingestellt, die kombinierte Straßen- und Eisenbahnbrücke über den Küstenkanal demontiert. Im Jahr 2004 begann die Inbetriebnahme durch den Verein „Museumseisenbahn Friesoythe-Cloppenburg e.V., die inzwischen längst eingestellt ist.  Und eine Sünde beging der Böseler Gemeinderat, als er zuließ, dass 1979 das Bahnhofsgebäude abgerissen wurde. Der Parlamentarische Lenkungskreis zum Reaktivierungsprogramm des Landes Niedersachsen hat die Strecke Friesoythe-Cloppenburg 2024 immerhin in die Stufe II der landesweiten Untersuchung aufrücken lassen.

  • Fine Dining auf höchstem Niveau: Sterneabend im „Regional“

    Von Claudia Wimberg Das Regional in Friesoythe. Foto: Claudia Wimberg Friesoythe . Als Thomas Imbusch in Hamburg den Schritt in die Selbstständigkeit ging, habe er sich schon gefragt, ob seine Idee und sein Konzept selbst für die Großstadt nicht zu verrückt seien. In Friesoythe ein Restaurant mit einer besonderen Philosophie und einem solch hohen Anspruch zu eröffnen, „beeindruckt mich schwer und das, was Timo und Ina hier geleistet haben und leisten, hat meinen höchsten Respekt“, sagt der gebürtige Friesoyther, dessen Restaurant „100/200 Kitchen“ an den Elbbrücken mit zwei roten und einem grünen Stern ausgezeichnet ist. Sein Restaurant „Glorie“ ist mit einem roten und einem grünen Stern dekoriert.   Hätten dreimal ausverkauft sein können Für einen Abend reiste der 38-jährige Spitzenkoch nun in seine Heimatstadt, um gemeinsam mit Timo Plenter (39), Küchenchef des mit einem grünen Stern ausgezeichneten „Regional“ zum Fine-Dining einzuladen. „Dass Thomas hier ist, ist für uns eine große Ehre und wir hätten dreimal ausverkauft sein können“, freute sich Plenter über Imbuschs Idee des „Four-Hands-Dinners“ sowie die große Resonanz auf diese Ankündigung. Sechs Gänge mit Weinbegleitung Die Gäste, die sich einen Tisch sichern konnten, genossen kulinarische Höhepunkte in entspannter Atmosphäre, zu der Restaurantleiterin Ina Stuke samt Serviceteams maßgeblich beitrug. Insgesamt sechs Gänge wurden mit passender Weinbegleitung serviert. Zum Auftakt dreierlei Happen mit Creme ummantelten Rosenkohlblättern, Baiser mit Senfkaviar und gebackener Madeleine mit Kohlrabi-Topping. Gemundet haben außerdem rote Bete mit Buttermilchschaum, die „Proleten-Auster“, der geschichtete Sellerie mit Sellerie-Eis und geräuchertem Gemüsesud. Raffiniert die vegetarische „foie gras“ (Entenleber) mit Sonnenblumenkernen und Radiccio-Praline. Aus der Hamburger Küche ist die „Kanalarbeiter-Schnitte“ mit Rösti und Rinderfilet-Tartar bekannt, die mit Sauerrahm und Kaviar verfeinert wird. Das süße Finale bestritt eine Brioche mit Creme Chantilly und garantierte einen ebenso aromatischen wie krönenden Abschluss.   Ihre Kochkunst verbanden die Küchenchefs darüber hinaus noch mit einem karitativem Zweck: Der Erlös des Abends kommt dem Friesoyther Verein „Jedem Kind eine Chance“ zugute.

  • Mehr Kinder pro Frau: Landkreis Cloppenburg liegt weiter vorn

    Von Julius Höffmann Der Zuzug junger Familien stärkt den Kinderreichtum. Foto: AdobeStock Kreis Cloppenburg. Gemessen am Anteil der Kinder und Jugendlichen ist der Landkreis Cloppenburg nach wie vor der jüngste Landkreis Deutschlands. Das teilte jetzt die Kreisbehörde auf Anfrage von Fritz online mit. Rund 20 Prozent der Bevölkerung sind demnach unter 18 Jahre alt (Stand: 31.12.2024). Damit nehme der Landkreis bundesweit eine Sonderstellung ein und hebe sich klar von den meisten anderen Regionen ab. Stetiges Bevölkerungswachstum seit Jahrzehnten: Der Landkreis Cloppenburg verzeichne seit vielen Jahren ein kontinuierliches Bevölkerungswachstum. Zwischen 2000 und 2024 sei die Einwohnerzahl um rund 18 Prozent gestiegen. Zum Vergleich: In Niedersachsen insgesamt lag das Wachstum im gleichen Zeitraum bei etwa einem Prozent. Zum Stichtag 31. Dezember 2024 lebten im Landkreis Cloppenburg 177.025 Menschen. Hohe Geburtenrate als zentraler Faktor: Ein wesentlicher Grund für die junge Altersstruktur liege in der vergleichsweise hohen Geburtenrate. Die zusammengefasste Geburtenziffer – also die durchschnittliche Kinderzahl je Frau – lag im Jahr 2024 im Landkreis Cloppenburg bei 1,69. "Damit liegt sie deutlich über dem niedersächsischen Durchschnitt von 1,42", teilt die Behörde mit. Im Landkreis Cloppenburg leben viele Familien mit Kindern. Foto: AdobeStock Diese Besonderheit sei auf mehrere Faktoren zurückzuführen : Der Landkreis sei traditionell kinderreich, was häufig mit der katholischen Prägung der Region in Verbindung gebracht werde. Zudem habe die Zuwanderung von Spätaussiedlerfamilien in den 1990er Jahren eine konservativ-religiöse und familienorientierte Struktur verstärkt. Unterstützt werde diese Entwicklung durch stabile wirtschaftliche Rahmenbedingungen sowie den kontinuierlichen Ausbau der Kinderbetreuungsangebote. Zwar sei – wie bundesweit – auch im Landkreis Cloppenburg in den letzten Jahren ein Rückgang der Geburtenziffer zu beobachten. Diese Entwicklung werde vor allem auf gesellschaftliche Unsicherheiten infolge aktueller Krisen zurückgeführt. Dennoch liege die Geburtenrate weiterhin deutlich über dem Landesdurchschnitt. Zuzug junger Familien stärkt den Kinderreichtum: Neben der hohen Geburtenrate trage auch das Wanderungsgeschehen maßgeblich zur jungen Bevölkerungsstruktur bei. Der Wanderungssaldo der unter 18-Jährigen sei seit Jahren positiv. Das bedeutet: Mehr Kinder und Jugendliche ziehen mit ihren Familien in den Landkreis Cloppenburg, als ihn verlassen. "Dies unterstreiche die Attraktivität des Landkreises als Wohn- und Lebensort für Familien", betont die Behörde. Blick in die Zukunft: Wachstum, Alterung und Internationalisierung: Auch für die kommenden Jahre werde ein weiterer Bevölkerungsanstieg erwartet. Gleichzeitig zeichne sich ein deutlicher Zuwachs in der Gruppe der älteren Menschen ab. Zudem werde die Bevölkerung internationaler. Dieser demografische Wandel – geprägt von Alterung und zunehmender Vielfalt – stelle den Landkreis vor neue Herausforderungen in Bereichen wie Bildung, Betreuung, Wohnen, Pflege, Integration und Infrastruktur. Trotz dieser Veränderungen bleibe die Ausgangslage besonders: In seiner Bevölkerungsvorausberechnung gehe das Landesamt für Statistik Niedersachsen davon aus, dass der Anteil der Kinder und Jugendlichen im Landkreis Cloppenburg auch im Jahr 2042 weiterhin bei rund 20 Prozent liegen wird. Auch für die Zukunft wird ein Bevölkerungswachstum erwartet. Foto: Adobe Stock Fazit: Nach Angaben der Kreisbehörde bleibt der Landkreis Cloppenburg damit nicht nur einer der dynamischsten Wachstumsräume in Niedersachsen, sondern auch langfristig der jüngste Landkreis Deutschlands – eine Besonderheit, die Chancen eröffnet, zugleich aber vorausschauende Planung und gezielte politische Gestaltung erfordert.

  • Unfall in Friesoythe: Kleinkind leicht verletzt

    Symbolbild: AdobeStock Friesoythe. Am Montag, 19. Januar, gegen 07:50 Uhr, beabsichtigte eine 29-jährige Frau aus Friesoythe mit ihrem Pkw von der Straße Schwaneburger Wieke nach links auf die B 401 aufzubiegen. Ein 64-jähriger Mann aus Barßel befuhr die Bundesstraße in Richtung Papenburg. Er beabsichtigte, den vorausfahrenden Pkw, der in die Straße Schwaneburger Wieke abbog, zu überholen. Während des Überholvorgangs fuhr die 29-Jährige auf die B 401 auf. Es kam zum Zusammenstoß. Dabei wurden beide Fahrzeugführer sowie die einjährige Mitfahrerin der Frau und der 19-Jährige Beifahrer des 64-Jährigen leicht verletzt wurden. Nach weiteren der Polizei entstand ein Sachschaden von ca. 10.000,00 Euro.

  • Friesoythe: Noch 236 Tage bis zur (Bürgermeister-)Wahl

    Von Julius Höffmann Symbolbild: AdobeStock Friesoythe . Noch 236-mal schlafen, dann ist Bürgermeisterwahl in Friesoythe. Und Stadtratswahl. Es ist noch relativ ruhig im Wahlkampf, aber die politischen Fronten beginnen sich zu sortieren. Ein Kandidat ist gesetzt, eine Kandidatin praktisch startklar. Für die CDU tritt Stadtverbandsvorsitzender Jann-Christian Hegewald an, der mit einem deutlichen Votum seiner Partei in den Wahlkampf ziehen kann. Die SPD schickt aller Voraussicht nach Melanie Buhr ins Rennen, derzeit ehrenamtliche stellvertretende Bürgermeisterin. Formal fehlt ihr noch das letzte Häkchen: die offizielle Nominierung durch die Mitgliederversammlung der rund 65 Sozialdemokraten im Friesoyther Ortsverein. Nach Informationen von fritz-online soll diese am Donnerstag, 5. Februar, erfolgen. Melanie Buhr. Foto: privat Dass die SPD erst so spät Klarheit schafft, ist das Ergebnis innerparteilicher Turbulenzen. Für viele überraschend war der frühere Ortsvereinsvorsitzende Olaf Eilers als Gegenkandidat gegen Buhr angetreten – und von der Findungskommission mit 7:5 Stimmen nominiert worden. Doch das Intermezzo währte nur kurz: Nach heftigen internen Diskussionen zog Eilers wenige Tage später die Reißleine, trat sowohl als Kandidat als auch als Vorsitzender zurück. Mehrere Vorstandsmitglieder folgten ihm. Inzwischen hat sich die Lage beruhigt. Der neu gewählte SPD-Vorstand sprach sich mit deutlicher Mehrheit für Melanie Buhr aus. Am 5. Februar soll die Mitgliederversammlung diesen Kurs offiziell bestätigen. Theoretisch könne bis dahin – oder sogar noch am Abend selbst – ein weiterer Bewerber auftauchen, sagt der neue OV-Vorsitzende Sören Wewer auf Anfrage von fritz-online . Praktisch halte man das jedoch für äußerst unwahrscheinlich. Jann-Christian Hegewald Foto: privat: Deutlich geräuschloser verlief die Kandidatenkür bei der Friesoyther CDU. Jann-Christian Hegewald erklärte frühzeitig seine Ambitionen. „Ich wollte mich bewusst früh zeigen“, so der 34-Jährige im Gespräch mit fritz-online . Er wolle die Zeit nutzen, um mit den Menschen vor Ort persönlich ins Gespräch zu kommen. CDU-Vorstand und Ratsfraktion stellten sich geschlossen hinter ihn, die Nominierungsversammlung folgte ohne Gegenwind. Sofern nicht weitere Kandidaten antreten, ist die Ausgangslage nach dem 5. Februar klar: Zwei Bewerber, zwei Parteien, ein Ziel. Dann dürfte in Friesoythe der Wahlkampf offiziell beginnen. Die Entscheidung fällt am 13. September – Friesoythe hat die Wahl.

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