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  • 19-Jähriger lebensgefährlich verletzt

    Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am frühen Samstagmorgen auf der B72. Foto: Polizei Emstek . Am Samstagmorgen (21.02.2026) kam es gegen 06:17 Uhr auf der Bundesstraße 72 zwischen den Anschlussstellen Cloppenburg-Ost und Emstek-West zu einem schweren Verkehrsunfall. Ein 19-jähriger Pkw-Fahrer aus Emstek war aus Richtung Cloppenburg in Fahrtrichtung Emstek unterwegs, als er aus bislang ungeklärter Ursache nach links von seiner Fahrspur abkam. In der Folge kollidierte sein Fahrzeug frontal mit einem entgegenkommenden Sattelzug. Der junge Mann wurde in seinem Pkw eingeklemmt und erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr befreiten ihn aus dem Fahrzeug. Anschließend wurde er mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Der 43-jährige Fahrer des Sattelzuges aus den Niederlanden blieb unverletzt. Für die Dauer der Unfallaufnahme sowie die Bergung der Fahrzeuge wurde die Bundesstraße 72 voll gesperrt. Die Sperrung wird voraussichtlich noch mehrere Stunden andauern.

  • Osterfeuer müssen rechtzeitig angemeldet werden

    Osterfeuer gehören zum beliebten Brauchtum in unserer Region. Symbolbild: Adobe Stock Friesoythe. Die Stadt Friesoythe erinnert alle Vereine, Orts- und Siedlungsgemeinschaften im Stadtgebiet daran, dass Traditions-Osterfeuer rechtzeitig angemeldet werden müssen. Das Abbrennen eines Osterfeuers ist spätestens 14 Tage vor dem Ostersamstag unter Verwendung des vorgesehenen Antrags bei der Stadt anzuzeigen. Sofern bei einem öffentlichen Osterfeuer zusätzlich Speisen und/oder Getränke angeboten werden, muss mindestens vier Wochen vor der Veranstaltung eine Gaststättenanzeige eingereicht werden. Osterfeuer gelten als Brauchtumsfeuer, die während der Ostertage von Vereinen oder Gemeinschaften organisiert werden und der Öffentlichkeit zugänglich sind. Sie dürfen ausdrücklich nicht zur privaten Müllverbrennung im eigenen Garten genutzt werden, teilt die Stadtverwaltung mit. Die Anmeldung eines Traditions-Osterfeuers muss bis spätestens 20. März 2026 bei der Stadt Friesoythe, Bereich 32 – Ordnung, erfolgen. Das entsprechende Formular ist im Ordnungsamt sowie auf der städtischen Homepage erhältlich. Ansprechpartnerin ist Frau Haskamp E-Mail: haskamp@friesoythe.deTelefon: 04491 / 9293-107

  • Amphibienwanderung setzt ein

    Symbolbild: Adobe Stock Landkreis Cloppenburg. Mit dem Ende der Frostperiode beginnt in diesen Tagen die alljährliche Amphibienwanderung. Ein milder Witterungsverlauf lockt derzeit die ersten Kröten, Molche und Frösche aus ihren Winterquartieren. Die Tiere überwintern teils mehrere Kilometer entfernt von ihren angestammten Laichbiotopen und machen sich im zeitigen Frühjahr auf den beschwerlichen Weg zurück zu ihren Gewässern. Voraussetzung für den Aufbruch sind feuchte Wetterbedingungen und nächtliche Temperaturen von mindestens fünf Grad Celsius. Dann setzen sich die Amphibien häufig in großen Scharen in Bewegung. Die Wanderung erstreckt sich über mehrere Wochen und erreicht ihren Höhepunkt meist in milden, regnerischen Nächten. Straßen werden zur tödlichen Gefahr Gefährlich wird es dort, wo Straßen die traditionellen Wanderrouten durchschneiden. Amphibien bewegen sich langsam fort und verharren im Scheinwerferlicht oft in einer Schreckstellung. Zudem nutzen viele Tiere die warmen Asphaltflächen als vermeintlich günstige Aufenthaltsorte zur Partnersuche – mit fatalen Folgen. Selbst wenn sie nicht direkt überfahren werden, droht Lebensgefahr: Bereits ab einer Geschwindigkeit von 30 Stundenkilometern kann der Luftsog vorbeifahrender Fahrzeuge so starke Organschäden verursachen, dass die Tiere später im angrenzenden Gelände verenden. Schutzmaßnahmen Zum Schutz der wandernden Tiere werden an besonders betroffenen Straßenabschnitten Warnschilder aufgestellt. Teilweise kommen auch mobile Fangzäune zum Einsatz, um die Amphibien sicher über die Straßen zu geleiten. In einer Pressemitteilung bittet der Landkreis alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer eindringlich, in den ausgewiesenen Bereichen die Geschwindigkeit deutlich zu reduzieren. Darüber hinaus sollte auch in anderen bekannten Wandergebieten während der Dämmerungs- und Nachtstunden besonders umsichtig und langsam gefahren werden.

  • Kirche. Konzert. Klangreise: Big Band Bösel goes Church

    Die Big Band Bösel bietet exclusive Musik-Momente in der Pfarrkirche St. Cäcilia. Foto: Martin Pille Bösel . Gehen Gotteshaus und Pop, Musical und Big Band zusammen? In Bösel lautet die Antwort: Natürlich! Wenn die Big Band Bösel in der St. Cäcilia-Pfarrkirche ihr Können präsentiert, verwandelt sich der Kirchenraum in eine vibrierende Klangwelt. Druckvolle Rhythmen, gefühlvolle Balladen und große Stimmen treffen auf eine Atmosphäre, die ihresgleichen sucht. Die Idee zu „Goes Church“ entstand einst ganz unkompliziert – bei einem Hellbier an der Theke mit dem ehemaligen Böseler Dechanten Stefan Jasper-Bruns. Aus einer spontanen Vision wurde ein Erfolgsformat: Beim letzten Konzert ließen sich fast 1000 begeisterte Zuhörerinnen und Zuhörer von der facettenreichen Klangkulisse mitreißen. Am Sonntag, 8. März, um 19 Uhr gibt es nun die Neuauflage in Bösels St. Cäcilia. Und die soll, so verspricht Big-Band-Geschäftsführer Fabian Hagen, „noch interessanter“ werden. Mit neuen, für eine klassische Big Band eher ungewöhnlichen Instrumenten erweitert das Ensemble seinen Sound und nimmt das Publikum mit auf eine musikalische Reise in völlig neue Klangsphären. Ob Musical-Hits, Filmsongs oder emotionale Gesangseinlagen – in der besonderen Akustik der Kirche entfaltet jedes Stück eine eigene Magie. Für den perfekten, warmen und vollen Klang sorgt Tontechniker Niklas Eilers, der das voluminöse Timbre der Band so aussteuert, dass jeder Ton trägt. Hagen bringt es auf den Punkt:„Die Besucherinnen und Besucher können sich auf ein außergewöhnliches Musikerlebnis freuen, bei dem die üblichen Grenzen zwischen Musikstilen und Veranstaltungsorten verschwinden.“ Info: Aufführung: Sonntag, 8. März 2026, 19 Uhr, St. Cäcilia-Pfarrkirche Bösel Tickets (15 Euro) bei: EP: Zemke und über den QR-Code auf Social Media

  • Politischer Paukenschlag: Sven Stratmann kandidiert im Saterland

    Friesoyther Bürgermeister verlässt SPD und tritt als Einzelbewerber an Ihn zieht es mit seiner Familie zurück zu den Wurzeln: Sven Stratmann mit Ehefrau Sandra und den drei gemeinsamen Kindern vor dem "Saterhaus" - Hof Deddens im Museumsdorf Cloppenburg. . Foto: privat Saterland.Friesoythe. Sven Stratmann, seit 2014 Bürgermeister der Stadt Friesoythe, will in gleicher Funktion auf den Chefsessel im Rathaus der Gemeinde Saterland. Nachdem der 53-Jährige bereits vor etwas mehr als einem Jahr verkündete, nicht für eine dritte Amtszeit in Friesoythe kandidieren zu wollen, hat er heute (Donnerstag, 19.02.2026) erklärt, im September bei den Kommunalwahlen im Saterland, als parteiloser Einzelbewerber, für das Bürgermeisteramt anzutreten. Zeitgleich mit der Abgabe seiner Kandidatur verlässt Stratmann die SPD. Kandidatur im Saterland ist Herzensangelegenheit Stratmann, der in Scharrel aufgewachsen ist, erklärt: „Meine Kandidatur ist eine Herzensangelegenheit. Die Entwicklung meiner Heimatgemeinde aus dem Rathaus aktiv zu gestalten, ist für mich reizvoller als alle anderen Aufgaben, die nach meinem Abschied aus Friesoythe, mit meiner Berufs- Amts und -Lebenserfahrung möglich wären.“ Eine Fortsetzung der Aufgabe in Friesoythe sei für ihn keine Optiongewesen, „da ich der Auffassung bin, dass niemand zu lange an seinem Stuhl kleben sollte und frischer Wind einer Kommune nach mehr als einem Jahrzehnt mit dem gleichen Bürgermeister nur guttun kann“. Der Kontakt zu vielen Menschen im Saterland sei über die Jahre als Bürgermeister der Nachbarstadt nie abgerissen – vor allem zu solchen Akteuren, die sich in der Politik, der Wirtschaft, den Kirchen, in den Vereinen und Verbänden ehrenamtlich oder hauptamtlich engagieren. Dabei habe er immer wieder festgestellt: „Der Wunsch nach mehr Miteinander und gemeinsamem Handeln ist im Saterland sehr stark ausgeprägt. Daran hat es in den zurückliegenden Jahren allerdings zu häufig gefehlt.“ Die fast zwölf Jahre als Stadtoberhaupt Friesoythes hätten ihm deutlich gemacht: Ein Bürgermeister muss sein Amt vor allem im Verständnis für ein Miteinander führen und immer wieder Brücken bauen. „Ich bin überzeugt: Mit Blick auf das Saterland gibt es nach denzurückliegenden Jahren vieles, was im Zusammenspiel wieder besser werden darf.“ Austritt aus der SPD ist „folgerichtiger Schritt“ Sein Austritt aus der SPD bezeichnet Stratmann als „einen schweren, aber folgerichtigen Schritt. Es ist keine Entscheidung gegen die SPD, sondern für das Saterland.“ Die Statuten der Partei würden festlegen, dass eine Kandidatur gegen einen Kandidaten, der von der SPD unterstützt wird, zu einem Parteiausschluss führt. „Das ist aus meiner Sicht auch richtig so. Jeder, der mich kennt, weiß aber, welch eine Haltung und Überzeugung ich im Herzen trage: Für mich zählt immer der Mensch. Für die Arbeit eines Bürgermeisters gelte so oder so, dass in diesem Amt ein Parteibuch zweitrangig sein muss. Es geht darum, die Verwaltung zum Wohle derMenschen zu führen und mit allen Ratsmitgliedern und der Bürgerschaft die bestmöglichen Vorhaben für das Saterland umzusetzen.“ Rückendeckung von der Familie Die Aufgaben als Bürgermeister in seiner Heimatkommune sei für ihn angesichts der aktuellen Lage kein Sprint, sondern vielmehr ein langer Weg, auf dem ich mit voller Kraft und Begeisterung agieren werde. Bei der Entscheidung für die Kandidatur habe die Unterstützung der Familie eine wesentliche Rolle gespielt. „Weit vor dem ersten Gedanken an eine Fortsetzung meiner beruflichen Laufbahn als Verwaltungschef, haben wir uns als Familie dazu entschieden, wieder ins Saterland und damit zu den Wurzeln zurückzukehren.“ Jetzt heißt es: Unterstützter-Unterschriften sammeln! Bevor Stratmann nun als Einzelbewerber antreten darf, geht es in den nächsten Wochen und Monaten im ersten Schritt darum, die erforderliche Anzahl an Unterstützern zu finden. Stratmann: „Das Niedersächsische Kommunalwahlrecht sieht vor, dass Kandidaten ohne Parteibuch nur mit einer bestimmten Anzahl an Unterstützer-Unterschriften von Menschen aus der Gemeinde Saterland zur Wahl zugelassen werden.“ Er und sein Unterstützerteam hätten in den vergangenen Wochen alles vorbereitet, vom Internet-Auftritt ( www.svenstratmann.de ) über die Social-Media-Kanäle bis hin zu den Unterschriftsformularen. Stratmann: „Es geht nun darum, die erforderlichen Unterschriften, zu sammeln und im Rathaus der Gemeinde Saterland, abzugeben.“ Er geht davon aus, diese Hürde zu nehmen und „ab dann werde ich, mit vielen Helferinnen und Helfern, die Monate bis zur Wahl, bei voller Weiterführung meiner Amtsgeschäfte in Friesoythe, aktiv gestalten.“

  • Unbekannte brechen Automaten im Selbstbedienungsladen auf

    Symbolbild: Adobe Stock Ramsloh . Am Mittwoch, 18. Februar, gegen 01:15 Uhr, brachen bislang unbekannte Täter einen Automaten im Verkaufsraum eines Selbstbedienungsladens in der Straße Am Ostermoor in Ramsloh auf und stahlen das darin befindliche Münzgeld. Zur Höhe des entstandenen Schadens sowie zur genauen Schadenssumme können derzeit noch keine Angaben gemacht werden. Die Polizei in Friesoythe hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise zu den Tätern geben können, sich unter der Telefonnummer 04491/9339-0 zu melden.

  • "Bitterböse Wahrheiten" im Forum am Hansaplatz

    Seit vielen Jahren in Friesoythe: Das Ensemble „Distel“ präsentiert sich mit „bitterbösen Wahrheiten“ im Forum. Foto: Jörg Metzner Friesoythe . Die Bahn ist marode, die Brücken sind kaputt, aber das Berliner Ensemble „Distel“ fährt pünktlich los und verspricht „100 komplett staufreie Minuten Kabarett.“ Was ist aus der guten alten Zeit geworden, als der Fachkräftemangel noch nicht bis in die Regierung vorgedrungen und KI ein Fremdwort war, fragen sich die Bühnenakteure in ihrer neuen Inszenierung „Stadt Land Sockenschuss - Jenseits von Germany“, mit der sie auf Einladung des Kulturkreises Bösel Friesoythe Saterland auch im Friesoyther Forum am Hansaplatz aufwarten. Nach eigenen Angaben ein Abend voller bitterböser Wahrheiten über die aktuelle Lage: „Ein Blackrocker ist Kanzler, ein Vollidiot amerikanischer Präsident und ein Amerikaner Papst. Und das, obwohl Markus Söder für alle drei Jobs zur Verfügung stand.“ Für Deutschlands größtes und bekanntestes Ensemble-Kabarett eine irre Welt und es lädt sein Publikum ein, sich mit ihm auf einen „schrägen Roadtripp durch ein noch schrägeres Land" zu begeben.   Info : Das Ensemble „Distel“ gastiert am Donnerstag, 19. März, ab 20 Uhr im Friesoyther Forum. Karten im Vorverkauf sind bei der Buchhandlung Schepers in Friesoythe erhältlich.

  • Plattdeutsch trifft Genuss: Festlicher Literaturabend in Bösel

    Bösel . Anlässlich des 150-jährigen Bestehens der politischen Gemeinde Bösel lädt die „Borsla Vereinigung für niederdeutsche Sprache und Literatur“ zu einem besonderen kulturellen Abend ein. Am Samstag, 14. März, erwartet die Gäste ab 19 Uhr im Heimathaus Bösel, Overlaher Straße 10, ein plattdeutsch-literarischer Abend in festlicher Atmosphäre – verbunden mit einem genussvollen Schlemmermenü. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die niederdeutsche Sprache in ihrer literarischen Vielfalt. Mit ausgewählten Texten, heiteren wie nachdenklichen Beiträgen und lebendiger Vortragskunst möchte die Borsla Vereinigung die kulturelle Bedeutung des Plattdeutschen würdigen und zugleich einen unterhaltsamen Abend gestalten. Passend zum literarischen Programm wird ein Schlemmermenü serviert, das den Abend auch kulinarisch zu einem besonderen Erlebnis macht. Die Kombination aus Sprache, Literatur und Genuss verspricht einen stimmungsvollen Beitrag zum Jubiläumsjahr der Gemeinde. Die Veranstaltung richtet sich an alle, die Freude an plattdeutscher Sprache, regionaler Kultur und geselligem Beisammensein haben – unabhängig davon, ob sie selbst Platt sprechen oder einfach neugierig sind. Anmeldungen nimmt der Vorsitzende von Borsla, Dr. Josef Willer unter Telefon 0172 8038813 oder E-Mail josef.willer@web.de   entgegen. Der Eintritt beträgt 34 Euro. -pi-

  • Sozialer Briefkasten stärkt junge Menschen im Landkreis Cloppenburg

    Führten Landrat Johann Wimberg (rechts) durch den SBK Friesoythe: Schneiderin Dagmar Budde, Leiterin Annika Schulte und Vorsitzende Renate Geuter. Foto: Landkreis Landkreis Cloppenburg.  40 Jahre lang unterstützt der Soziale Briefkasten (SBK) in Friesoythe junge Menschen in der Jugendberufshilfe – durch Begleitung, Perspektiven und konkrete Chancen beim Einstieg ins Berufsleben. Landrat Johann Wimberg folgte der Einladung zu einem Besuch bei der vom Landkreis geförderten Institution. 2023 bezog die Einrichtung unter Trägerschaft des Sozialdienstes Kath. Männer einen neuen Standort an der Elbestraße mit einer Fläche von rund 1.500 Quadratmetern. Dies ermöglicht es, die Angebote weiter so zu optimieren, um noch mehr jungen Menschen in schwierigen Lebenslagen unterstützen zu können, wie Vorsitzende Renate Geuter und Leiterin Annika Schulte bei einem Gespräch mit anschließendem ausführlichen Rundgang erläuterten. Sie vermittelten dem Landrat einen umfassenden Eindruck von der täglichen Arbeit und den Erfolgen der Einrichtung. Die Schwerpunkte der Arbeit liegen in der Arbeit mit jungen Menschen, der Bekämpfung von Schulabsentismus sowie in der Beratung und Vorbereitung auf das Berufsleben. Das Angebotsspektrum ist breit gefächert. Eine Jugendwerkstatt, eine Tischlerei, eine Änderungsschneiderei und weitere Dienstleistungen bieten viele Möglichkeiten für junge Menschen Gefallen an einer Tätigkeit zu finden und einen geregelten Tagesablauf zu erlernen. Auch ein Sozialkaufhaus und ein „Repair-Café“ gehören zum Angebot vor Ort.  Die Nachfrage nach den Angeboten ist groß, wie Leiterin Annika Schulte berichtet: „Wir haben eine hohe Nachfrage und merken, dass es viele junge Menschen gibt, die etwas Hilfe auf ihrem Weg gut gebrauchen können. Auch zu hiesigen Unternehmen pflegen wir gute Kontakte, sodass wir bereits zahlreiche Leute in Ausbildung vermitteln konnten.“ Das Leitbild des Sozialen Briefkastens ist unmissverständlich: „Perspektiven schaffen. Chancen geben.“ Die Mitarbeitenden begleiten junge Menschen mit Herz, Hand und Haltung auf ihrem Weg zu einem selbstbestimmten Leben. Vereinsvorsitzende Renate Geuter bringt die Philosophie der Einrichtung auf den Punkt: „Wir wollen junge Menschen stärken, sie sind unsere Zukunft. Viele junge Leute werden hier auf eine selbstbestimmte Zukunft vorbereitet.“ Landrat Johann Wimberg zeigte sich beeindruckt vom Leistungsumfang des SBK Friesoythe und würdigte die Arbeit: „Der Soziale Briefkasten ist seit 40 Jahren eine lebendige Institution für junge Menschen, die sich etabliert und weiterentwickelt hat. Hier wurde ein sicherer Raum geschaffen, in dem sich junge Menschen weiterentwickeln können.“ Der Landkreis Cloppenburg würdige diese besondere Arbeit als unverzichtbaren Baustein in der regionalen Soziallandschaft. „Ich bin beeindruckt von dem, was hier tagtäglich geleistet wird und bin froh, dass der Landkreis Cloppenburg den Sozialen Briefkasten mit seinen Möglichkeiten unterstützen kann“, so der Landrat abschließend.  Der Kreistag hatte zuletzt im Juni 2025 einstimmig beschlossen, das Projekt zur alternativen Schulpflichterfüllung beim SBK bis Ende 2027 mit rund 40.000 Euro pro Jahr zu unterstützen, sollten alle drei Plätze belegt sein.

  • Fastenzeit beginnt heute: Dr. Annette Gründing über Verzicht im Alltag

    Interview mit Friesoyther Pfarreirats-Vorsitzenden und Ärztin Von Claudia Wimberg Annette Gründing. Foto: cl Fritz online : „Am Aschermittwoch ist alles vorbei“, heißt es für Karnevalisten. Für Christen ist er der Beginn der Passions- und Fastenzeit. Verzichten Sie in den kommenden sieben Wochen bewusst auf etwas? Annette Gründing : Auf unser geliebtes Glas Rotwein vielleicht und wir sind weniger unterwegs. Allerdings war die Fastenzeit schon in meiner Kindheit keine Zeit, in der wir dazu angehalten wurden, besonders abstinent zu sein.   Fritz online : Also gab es kein Glas, in dem Süßigkeiten gesammelt wurden? Annette Gründing : Nein, das gab es tatsächlich nicht. Meine Eltern waren sehr gläubige Menschen, aber sie orientierten sich wenig an religiösen oder kirchlichen Riten. Das Gebet vor dem Essen zählte bei uns zu einer festen Tradition, weil es vor allem meinem Vater ein persönliches Anliegen war. Als Flüchtlingskind musste er leidvoll erfahren, was Hungern heißt und eine Mahlzeit nicht als Selbstverständlichkeit hinzunehmen, sondern für sie zu danken, tat er zeit seines Lebens aus einer tiefen Überzeugung heraus.   Fritz online: Viele Menschen verbinden die 40 Tage bis Ostern mit dem Verzicht auf Süßes, Alkohol oder andere kulinarische Laster und Leckereien. Fragt man Sie als Medizinerin, ob diese Phase ausreicht, um positive Effekte auf den Organismus zu erzielen, antworten Sie was? Annette Gründing : Dass man durchaus drei bis fünf Kilo verlieren kann und sich die Blutwerte verbessern. Geißeln muss man sich aber nicht, sondern einfach mal gesünder leben. Das funktioniert jedoch nur, wenn die Woche mindestens sechs Tage zählt. Bei der Fastenzeit sind die Sonntage ja offiziell ausgenommen. Bei einigen damit schon die kompletten Wochenenden, die somit freitags anfangen. Bei solch großzügiger Auslegung bleibt dann natürlich nicht mehr ganz so viel Spielraum für die Verbesserung des Stoffwechsels.   Fritz online: Für Sie selbst geht es in der Fastenzeit weniger um körperliche Enthaltsamkeit, sondern vielmehr um eine Auszeit, die zu Ruhe und Muße einlädt? Annette Gründing: Genau so ist es. Ich liebe zwar Süßes und ganz besonders Nussschokolade, aber wir ernähren uns grundsätzlich schon ausgewogen und durch Besinnung mal den alltäglichen Rhythmus zu durchbrechen, gibt mir mehr, als sich bei Genussmitteln einzuschränken. So eine Zeit der Einkehr tut uns allen in dieser schnelllebigen Welt gut.   Fritz online : Nehmen Sie sich die Zeit dafür? Annette Gründing : Ja, das versuche ich schon bewusst. Sich mal zwei Stunden ohne Handy hinsetzen, still sein, über Gott, die Welt und über sich selbst nachdenken, schadet nicht. Im Gegenteil. Gerne höre ich auch die Johannes-Passion von Bach, die in einer so intensiven und bewegenden Weise Jesu Leiden und Sterben vertont…   Fritz online: …vor gut 300 Jahren an Karfreitag in Leipzig uraufgeführt und seitdem vielerorts häufig am Fast- und Abstinenztag zu hören. Mit dem Friesoyther Motettenchor haben Sie das Werk 2023 gesungen. Wie begehen Sie ansonsten diesen ‚stillen Tag‘? Annette Gründing : Er ist auch bei uns kein lauter Tag, aber ein Familientag. Es gibt wie in Kindertagen Kartoffelpuffer und bei uns ist er seit vielen Jahren mit einer sehr schönen Tradition verbunden.   Fritz online : Mit welcher? Annette Gründing : Ostereier-Färben.

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