Suchergebnisse
Diese Website durchsuchen
795 Ergebnisse gefunden mit einer leeren Suche
- Hakenkreuz auf Pflasterung geschmiert
Symbolbild: Adobe Stock Bösel. Im Zeitraum von Dienstag, 26. Mai, bis Donnerstag, 28. Mai, beschmierte ein bislang unbekannter Täter die Pflasterung im Bereich des Dorfparks in Bösel mit schwarzer Farbe. Dabei wurden nach Mitteilung der Polizei ein Hakenkreuz sowie die Zahl „88“ aufgebracht. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen, sich unter der Telefonnummer 04471/18600 bei der Polizei in Cloppenburg zu melden. Überholmanöver führt zu Unfall Friesoythe. Am Donnerstag, 28. Mai, kam es gegen 15 Uhr auf der Bundesstraße 72 / Thüler Straße zwischen Thüle und Friesoythe zu einem Verkehrsunfall. Ein 59-jähriger Autofahrer aus Friesoythe setzte zum Überholen eines vorausfahrenden Pkw eines 47-Jährigen aus dem Saterland an. Während des Überholvorgangs scherte der Fahrer aus dem Saterland nach links aus. Um einen Zusammenstoß zu vermeiden, wich der 59-Jährige nach links aus und überfuhr dabei einen Grünstreifen sowie einen Poller. Der Friesoyther wurde bei dem Unfall leicht verletzt.
- Große Trauer um Bernd Sieger: Thüler Gastronom stirbt plötzlich mit 77 Jahren
Gastronom mit Herzblut: Bernd Sieger zählte zu den prägenden Persönlichkeiten der Region. Foto: Kuhlen Thüle. Ihr neues Leben war auch mit einem neuen Haus verbunden, das kurz vor der Fertigstellung steht. Fast täglich schaute Bernd Sieger nach dem Rechten und freute sich über das kleine Eigenheim, in dem er mit Ehefrau Renate den wohlverdienten Ruhestand verbringen wollte. Den Einzug darf er nicht mehr erleben: Der Thüler Gastronom starb am Dienstag (26. Mai) im Alter von 77 Jahren. Die Nachricht von seinem plötzlichen Tod hat weit über seinen Heimatort hinaus große Trauer und Betroffenheit ausgelöst. Mit ihm verlieren Thüle und die Region eine prägende Persönlichkeit, einen bodenständig gebliebenen Macher und lebensfreudigen Menschen. Als Bernd Sieger am 14. Oktober 1948 das Licht der Welt erblickte, war er der erste Sohn von acht Kindern und sein Lebensweg „damit quasi vorherbestimmt“, wie er einmal schmunzelnd erzählte. Somit führte er die Geschäfte seiner Eltern mit dem damaligen Laden, Kneipe und kleinen Saal weiter und entwickelte sich zu einem leidenschaftlichen Gastwirt, der größer dachte und mutig handelte. Sein Lebenswerk war auch das seiner Frau: 52 Jahre waren Bernd und Renate Sieger verheiratet, meisterten alle Herausforderungen gemeinsam und schrieben eine unternehmerische Erfolgsgeschichte, die Generationen in Erinnerung bleibt. Neben dem Restaurant- und Kneipenbetrieb, legendären Festen mit Stars und Sternchen diente der Gasthof Sieger auch vielen Vereinen als bewährter Treffpunkt. 2024 drehten die dreifachen Eltern dann den Schlüssel endgültig herum und beendeten die Ära nach insgesamt 93 Jahren. Bernd Sieger blickte auf seine Branche jedoch nicht nur beruflich. Für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement kürte ihn der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) zum Ehrenmitglied auf Landesebene und zum Ehrenvorsitzenden auf Bezirksebene. Sieger war viele Jahre Mitglied der IHK-Vollversammlung und Vorsitzender des Tourismusausschusses. Politisch wirkte er als Mitglied im Friesoyther Stadtrat sowie im Cloppenburger Kreistag und begleitete als ehrenamtlicher Richter Verhandlungen am Arbeitsgericht Oldenburg. Jahrzehnte verstärkte er den gemischten Chor Thüle und ging gerne zur Jagd. Nach über 50 Jahren Abschied nehmen muss sein Kartenclub, in dem er Doppelkopf spielte. Als Gastronom organisierte er unzählige Feierlichkeiten und liebte auch selbst die Geselligkeit. Noch einen Tag vor seinem Tod nahm er mit seiner Frau gut gelaunt an einem Geburtstag teil und genoss den unterhaltsamen Abend in großer Runde. Seine Familie war bei all seinen Unternehmungen sein größtes Gut und festes Fundament. Bernd Sieger war Vater und Großvater und legte gleichermaßen Wert auf den traditionellen Skiurlaub in Reit im Winkel wie die weiteren gemeinsamen Zusammenkünfte mit Kindern und Enkeln. „Wir haben immer etwas vom Leben gehabt und würden uns für dieses Leben genauso wieder entscheiden“, sagte er stets nachdrücklich beim Blick zurück. Sein Leben ist nun unerwartet zu Ende gegangen. Sein Platz im neuen Haus bleibt leer, aber als gläubiger Christ vertraute er darauf, dass es nach dem Tod in einem ewigen Zuhause weitergeht.
- Jugend fragt nach – Kandidaten stellen sich Friesoyther Schülern
Rund 150 Schülerinnen und Schüler verfolgten die "junge Podiumsdiskussion" im Dorfgemeinschaftshaus Altenoythe. Fotos: Höffmann Friesoythe/Altenoythe. Wie sieht die Zukunft der Mobilität in Friesoythe aus? Wird sich die Situation an den Schulen verbessern? Und welche Perspektiven gibt es für Krankenhaus und Gesundheitsversorgung? Mit bemerkenswerter Sachlichkeit und großem Interesse haben sich rund 150 Schülerinnen und Schüler der zehnten Klassen von Realschule und Oberschule Friesoythe diesen Fragen gewidmet. Anlass war eine „junge Podiumsdiskussion“ mit den Friesoyther Bürgermeister-Kandidaten im Dorfgemeinschaftshaus Altenoythe. Unter der Moderation des selbständigen Journalisten Julius Höffmann (fritz-online) entstand eine lebendige und zugleich stilvolle Gesprächsrunde, bei der die Jugendlichen selbst im Mittelpunkt standen. Die Schülervertreter Antonia Herdes, Alina Neumann und Jonte Kleefeld führten durch die Fragerunden und stellten Themen vor, die zuvor gemeinsam mit Mitschülern erarbeitet worden waren. Die Schüler (von rechts) Jonte Kleefeld, Alina Neumann und Antonia Herdes stellten den Bürgermeister-Kandiddaten zahlreiche Fragen. Auf dem Podium diskutierten Melanie Buhr, Olaf Eilers und Jann-Christian Hegewald, die bei der Kommunalwahl im September für das Amt des Bürgermeisters kandidieren. Die Fragen der Jugendlichen spiegelten ihren Alltag in der Schule und in ihrer Freizeit wider: bessere Bus- und Mobilitätsangebote – auch an Wochenenden –, modernere Toilettenanlagen, die Abschaffung des Unterrichts in Containern sowie die Zukunft des Krankenhauses und die allgemeine Gesundheitsversorgung standen im Fokus. Die Kandidaten nahmen sich ausführlich Zeit für ihre Antworten und lobten das hohe Niveau der Diskussion. Besonders beeindruckt zeigten sie sich vom politischen Interesse und der guten Vorbereitung der jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Auch die beiden Schulleiter, Rasmus Braun (Oberschule) sowie Tim Schülke (Realschule), freuten sich ebenfalls über die engagierte Beteiligung der Jugendlichen. Für beide Schulen sei die Veranstaltung ein gelungenes Beispiel gelebter Demokratiebildung. Wie Rektor Rasmus Braun im Anschluss erläuterte, werden die Inhalte der Diskussion nun gemeinsam mit den Lehrkräften im Unterricht analysiert und nachbereitet. So soll die Veranstaltung nicht nur ein einmaliger Austausch bleiben, sondern nachhaltige politische Bildung fördern. Die beiden Schulleiter Tim Schülke (Realschule, zweiter von links) und Rasmus Braun (Oberschule, rechts) sowie die Kandidaten (von links) Olaf Eilers, Melanie Buhr und Jann-Christian Hegewald.
- Gesellige Challenge soll Sportabzeichen aufpeppen
Laden zur Challenge ein: Carola Reiners (rechts) und Sonja Pahlke. Foto: Stützpunkt Friesoythe (cl). Jeder kann mitmachen und keiner braucht dafür eine Vereinsmitgliedschaft. Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer und Kondition sind beim Deutschen Sportabzeichen gefragt, das seit über 100 Jahren zu einem bewährten Angebot für alle Generationen steht. In Friesoythe laden Carola Reiners, Sonja Pahlke, Christine Stuke und Heinz John über den „Stützpunkt“, der dem Kreissportbund unterstellt ist, zu den unterschiedlichen Disziplinen im Breitensport ein. Ein Selbstläufer sei der Wettbewerb im Stadtgebiet jedoch nicht und der prozentuale Anteil der erwachsenen Absolventen gemessen an der Bevölkerungszahl „sehr niedrig“ bedauern die Organisatoren und verweisen auf kleinere Orte im Kreisgebiet, die „deutlich besser sind.“ Damit zufriedengeben wollen sich die Prüferinnen und Prüfer jedoch nicht und haben deshalb eine Challenge ins Leben gerufen, um am Ball zu bleiben, die Aktion aufzupeppen und neue Anreize zu schaffen. So sind Firmen, Betriebe, Vereine, Chöre, Cliquen, Sportmannschaften und viele andere Gruppen aufgerufen, sich als Team zu bewerben. Wer mit fünf Erwachsenen das Sportabzeichen unabhängig von Bronze, Silber und Gold schafft, nimmt an einer Verlosung teil, dessen Ziehung am Ende des Jahres stattfindet. Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit: Zu den traditionellen Disziplinen wie Radfahren, Schwimmen und Laufen sind im Laufe der Jahre alternative dazugekommen. Foto: cl/KI-generiert Die Mannschaften sollten möglichst mit einem witzigen Namen antreten und gemeinsam ein, zwei oder mehrere Termine finden, an denen sie gemeinsam auf dem Sportplatz aktiv sind. „Als Betriebsfeier, Teambuilding-Maßnahme oder als besonderes Event, das Spaß macht und den Zusammenhalt fördert, ist alles möglich“, betont Carola Reiners. Die sportlich-geselligen Treffen könnten auch mit Grillen oder Kaffee und Kuchen garniert werden, schlagen die Initiatoren vor. Eltern und Kinder können darüber hinaus das Familiensportabzeichen absolvieren, für unter Fünfjährige gibt es das „Minisportabzeichen.“ Warum es beim Friesoyther Sportabzeichen in Sachen Resonanz nicht rund läuft, darüber könnten sie nur spekulieren, sagt Carola Reiners. Sollte ein Grund sein, dass man es auf Laufen, Springen und Werfen reduziere, dann fehle es an Information. „Es gibt dazu zahlreiche Alternativen wie die turnerischen Übungen Crunches, Triceps-Dips, Liegestütze und Klimmzüge, die seit zwei Jahren anerkannt werden. Schwimmen sei die einzige Disziplin, die alternativlos sei. Wer dabei sei, „kann nur gewinnen“, hofft das Team auf Anmeldungen und außerdem Sponsoren, die die Verlosung unterstützen möchten. Info: Wer an der kostenlosen Challenge, die mit Verlosung, Pokal, Abzeichen und Urkunden verbunden ist, teilnehmen möchte, kann sich bei Carola Reiners (01736034061 oder caro-5@web.de) oder Sonja Pahlke (015234385374 oder sonja.pahlke@ewetel.net) informieren und anmelden. Die Aktion läuft bis Ende November.
- Spannende Entdeckungstour durch St. Cäcilia Bösel
Rund 20 Interessierte ließen sich in der Pfarrkirche St. Cäcilia informieren. Foto: privat Bösel. In der Pfarrkirche St. Cäcilia in Bösel hat jetzt eine spannende Kirchenführung mit Benjamin Dirks stattgefunden. Rund 20 interessierte Gemeindemitglieder nahmen daran teil und zeigten sich beeindruckt von den Geschichten und Besonderheiten ihrer Kirche. Mit viel Wissen und Begeisterung führte Benjamin Dirks die Besucher durch die Geschichte des Gotteshauses und erläuterte zahlreiche Details zur Ausstattung der Kirche. Besonders großes Interesse fanden die Erklärungen zu den Kirchenfenstern, den Wandmalereien und Gemälden sowie zur Bedeutung der heiligen Cäcilia. Für viele Teilnehmer wurde dabei deutlich, welche historischen und kulturellen Schätze sich direkt vor der eigenen Haustür befinden.
- Olaf Eilers kandidiert als Bürgermeister für Friesoythe
Olaf Eilers kandidiert für das Bürgermeisteramt in Friesoythe. Foto: privat Friesoythe. Olaf Eilers (FFW) kandidiert als Bürgermeister für Friesoythe. Das bestätigte der Kommunalpolitiker auf Anfrage von fritz online. Eilers tritt für die neu gegründeten „Freien Friesoyther Wähler“ (FFW) am 13. September an. Der 53-Jährige setzt dabei nach eigenen Angaben auf kommunalpolitische Erfahrung, parteiunabhängige Positionierung und eine starke lokale Verwurzelung. Damit stellt sich die politische Landschaft in Friesoythe zur Kommunalwahl neu auf: Neben Melanie Buhr (SPD) und Jann-Christian Hegewald (CDU) tritt jetzt ein dritter Kandidat zur Wahl an. Eilers gehört zu den Mitbegründern der FFW und fungiert zugleich als Sprecher der neuen Wählergemeinschaft (fritz-online berichtete). Zuvor war er mehrere Jahre in der SPD aktiv, unter anderem als Vorsitzender des Ortsvereins Kampe/Kamperfehn sowie zuletzt von 2022 bis 2025 als Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Friesoythe. Im März 2026 zog er einen politischen Neustart außerhalb klassischer Parteistrukturen vor. Kommunalpolitisch ist Eilers in Friesoythe kein Unbekannter: Bereits von 2006 bis 2020 sowie erneut seit 2022 sitzt er im Rat der Stadt Friesoythe. Die FFW sieht darin eine wichtige Grundlage für seine Kandidatur. „Friesoythe braucht eine Politik, die zuhört, anpackt und die Menschen in den Mittelpunkt stellt – unabhängig von ideologischen Vorgaben. Mein Ziel ist eine transparente, verlässliche und zukunftsorientierte Verwaltung, die die Lebensqualität in unserer Kernstadt und allen Ortsteilen nachhaltig sichert“, betont Olaf Eilers. Neben seiner politischen Laufbahn verweist Eilers auch auf seine berufliche Erfahrung. Nach Tätigkeiten in der Textilindustrie und einer Ausbildung zum Informatikkaufmann arbeitet er heute im Sozial- und Gesundheitswesen. Dort übernehme er Verantwortung in Organisation und Personalführung. Stark engagiert ist der Friesoyther zudem im Ehrenamt. Seit 2016 ist Eilers Präsident des Schützenkreises Alter Amtsbezirk Friesoythe. Zuvor war er dort 18 Jahre als Kreissportleiter aktiv. Auch im Schützenverein Kampe-Ikenbrügge engagierte er sich über viele Jahre insbesondere in der Jugendarbeit. Mit seiner Kandidatur wollen die „Freien Friesoyther Wähler“ nach eigenen Angaben einen „bürgernahen und unabhängigen Kurs“ für Friesoythe etablieren. Der Wahlkampf dürfte damit bereits frühzeitig an Dynamik gewinnen.
- Lenkstange von E-Scooter gelöst - Jugendlicher verletzt sich schwer
Symbolbild: Adobe Stock Bösel. Am Montag, 25. Mai, befuhr ein 15-jähriger E-Scooter-Fahrer aus Oldenburg die Kantinenstraße in Fahrtrichtung Kanalstraße. Gegen 16:15 Uhr löste sich ersten Erkenntnissen der Polizei nach die Lenkstange des E-Scooters aus der Verankerung. Der Jugendliche stürzte und verletzte sich schwer. Er wurde einem umliegenden Krankenhaus zugeführt.
- Integratives Turnier bringt Vielfalt und Teamgeist nach Bösel
Am kommenden Samstag findet das integrative Turnier der Supertalente in Bösel statt. Symbolbild: Adobe Stock Bösel. (pi). Am Samstag, den 30. Mai 2026, verwandelt sich das Bürgermeister-Elsen-Stadion in Bösel ab 9 Uhr in einen Ort voller Begeisterung, Fairplay und Gemeinschaft: Beim „Integrativen Turnier der Supertalente“ stehen Teamgeist, Freude am Fußball und gelebte Inklusion im Mittelpunkt. Spielerinnen und Spieler aus dem gesamten Landkreis Cloppenburg treten gemeinsam an, um zu zeigen, wie verbindend Sport sein kann. Fußballerinnen und Fußballer spielen hier Seite an Seite – unabhängig von individuellen Voraussetzungen – und setzen gemeinsam ein starkes Zeichen für Zusammenhalt und gegenseitigen Respekt. Organisiert wird das große Fußballfest in Kooperation mit lokalen Partnern wie dem SV Bösel und dem Caritas-Verein Altenoythe. Neben spannenden Spielen und mitreißender Stimmung auf dem Platz erwartet die Besucherinnen und Besucher ein buntes Rahmenprogramm für die ganze Familie mit Unterhaltung, Begegnungen und vielen gemeinsamen Momenten. Alle Interessierten sind eingeladen, dabei zu sein und gemeinsam ein Zeichen für Vielfalt, Fairness und Inklusion zu setzen!
- Zwischen Ruhe und Gänsehaut: Wenn Musik Frieden hörbar macht
Das FRITZ-Interview Heidi Hoppe leitet den Friesoyther Motettenchor, am 14. Juni dirigiert sie ihr erstes Konzert. Foto: Alexander Zinn Friesoythe. Wenn am 14. Juni die ersten Töne von Rutter, Mealor und Gjeilo erklingen, beginnt für den Friesoyther Motettenchor zugleich ein neues Kapitel: Mit Heidi Hoppe steht erstmals die neue Dirigentin am Pult. Das Konzert „Abendklänge“ in der St. Marienkirche orientiert sich am Stil des englischen Evensongs und verbindet Chormusik, Gebete und literarische Texte zu einem atmosphärischen Abend über Frieden, Hoffnung und Menschlichkeit. Im Gespräch mit der FRITZ-Redaktion erzählt die neue Leiterin, warum Musik gerade heute Räume der Ruhe schaffen kann – und weshalb sie ihrer ersten Premiere mit Vorfreude und Respekt entgegenblickt. Aktuell bereiten Sie Ihr erstes Konzert als neue Dirigentin des Friesoyther Motettenchores vor. Mit welchen Gefühlen blicken Sie auf diese Premiere? Mit ganz viel Vorfreude! Wir werden wunderbare Musik von Komponisten wie etwa Rutter, Mealor und Gjeilo zu Gehör bringen. Werke die berühren, zum Nachdenken anregen und beflügeln.Und natürlich blicke ich auch mit einer Portion Aufregung auf die Premiere ;-). Das Konzert steht unter dem Titel „Abendklänge“ im Stil des englischen Evensongs. Was zeichnet diese besondere Form geistlicher Musik aus und was dürfen die Besucher darunter verstehen? Ein Evensong ist ein feierliches, musikalisches Abendgebet der anglikanischen Kirche. Er verbindet Liturgie, Gebet und Chormusik. Die Musik eröffnet hier eine Art spirituellen Klangraum und gibt den Zuhörenden die Möglichkeit zur Ruhe zu kommen und sich von Musik und Gebeten sowie Gedanken berühren zu lassen. Warum haben Sie sich für dieses besondere Konzertformat entschieden? Viele Menschen tragen gerade in dieser Zeit eine große Sehnsucht nach Frieden in sich. Gleichzeitig erleben wir eine Welt, die oft von Hektik, Unsicherheit, negativen Schlagzeilen und erschütternden Nachrichten geprägt ist. Der Evensong bietet einen Raum, in dem diese Sehnsucht nach Frieden in Musik, Gebeten und Texten Ausdruck finden kann. Unter dem Motto „Prayer for Peace“ möchten wir mit diesem Konzert auch an all die Menschen denken, die aktuell unter Krieg, Gewalt und Angst leiden. Neben der Musik spielen auch Texte eine Rolle im Programm. Wie werden die Textbeiträge in den Konzertabend eingebunden? Die Texte sind ein wichtiger Bestandteil des Konzertabends und greifen das zentrale Thema Frieden aus unterschiedlichen Perspektiven auf. Dabei geht es sowohl um den inneren Frieden, als auch um den äußeren Frieden zwischen Menschen und Nationen. Im Programm finden sich Gebete, spirituelle Gedanken und literarische Texte von Schriftstellerinnen und Schriftstellern, die sich mit Sehnsucht, Hoffnung und Menschlichkeit auseinandersetzen. Die Worte ergänzen die Musik auf besondere Weise und eröffnen zusätzliche Gedanken- und Gefühlsräume. Durch die Verbindung von gesprochenem Wort und Chormusik entsteht ein Abend, der musikalisch und inhaltlich berühren und zum Innehalten einladen möchte.
- Um Verstand wir herzlich flehn...
Die FRITZ-Kolumne am Sonntag Von Julius Höffmann Symbolbild: Adobe Stock Pfingsten ist bekanntlich das Fest des Heiligen Geistes. Also jener göttlichen Kraft, die Menschen plötzlich verständig, friedfertig und sprachfähig macht. Ein Vorgang, der heute stellenweise fast schon als übernatürlich gelten darf. Im Pfingstlied "Heilger Geist o Tröster mein" heißt es: „Um Verstand wir herzlich flehn…“ Ein bemerkenswert zeitloser Satz. Denn je länger man Nachrichten schaut, Debatten verfolgt oder sich durch soziale Netzwerke bewegt, desto mehr gewinnt man den Eindruck: Diese Bitte sollte dringend mit Lautsprecherwagen gen Himmel geschrien werden. Dabei hätte Pfingsten eigentlich beste Voraussetzungen, ein Lieblingsfeiertag zu sein. Weihnachten erstickt zuverlässig im Geschenkpapier, Ostern verlangt theologisches Feingefühl — aber Pfingsten? Pfingsten kommt angenehm rätselhaft daher. Viele wissen ungefähr, dass es irgendwie um den Heiligen Geist geht, manche vermuten zusätzlich Tauben, Feuerzungen oder verlängerte Wochenenden. Und während die Kirche um himmlische Weisheit bittet, hat Heinz Erhardt die menschliche Realität einst deutlich präziser zusammengefasst: „Wer ahnte, dass zum Weihnachtsfest Cornelia mich sitzen lässt? Das war noch nichts: zu Ostern jetzt, hat sie mich abermals versetzt. Jetzt freu ich mich auf Pfingsten —nicht im geringsten!!!“ Es gibt Verse, die altern nicht. Dieser gehört dazu. Denn irgendwo zwischen göttlicher Eingebung, menschlicher Hoffnung und romantischer Dauerschleife liegt vermutlich der wahre Kern von Pfingsten. Und vielleicht ist genau das der Geist, den wir heute am nötigsten brauchen: etwas mehr Verstand — und dringend mehr Humor.










