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- Pfarrer Jasper-Bruns wechselt an die Hase
Böseler Pastor geht nach Löningen Pfarrer Stefan Jasper-Bruns wird neuer Pastor in Löningen. Foto: Kirche Bösel Bösel/Löningen . Stefan Jasper-Bruns wird neuer Pfarrer in der katholischen Kirchengemeinde St. Vitus Löningen. Gelegenheit zu einem ersten Kontakt gab es für Gremien und Pastorale Mitarbeitende der Pfarrei St. Vitus bei einem Gespräch im Pfarrheim. Wie in einer Pressemitteilung weiter mitgeteilt wurde, gehören rund 7.700 Katholikinnen und Katholiken zur Pfarrei in Löningen und in den Gemeindeteilen Bunnen, Evenkamp und Benstrup. Der Geistliche soll am 22. Februar 2026 in sein Amt eingeführt werden. Jasper-Bruns stammt aus Recke (Westfalen). Zum Priester geweiht wurde der heute 48-Jährige im Mai 2004 in Münster. Im selben Jahr wurde er Vikar in Dinklage St. Catharina, 2008 wechselte er als Kaplan nach Cloppenburg. Dort blieb er bis 2012. Am 14. April wurde der katholische Priester als Leitender Pfarrer in Bösel, St. Cäcilia, eingeführt. Jasper-Bruns hat, das sagt er selbst, ein Herz für die Katholischen Verbände. So war er u.a. Präses der KAB in Cloppenburg, Präses der Schützenbruderschaft und Bezirkskurat der DPSG. Seit 2013 ist er Präses des Kolpingwerks im Land Oldenburg. Seit Juli 2024 ist Jasper-Bruns Dechant des Dekanates Friesoythe. „Ich bin sehr dankbar für den gemeinsamen Weg, den wir bis Januar in Bösel gehen. Wir haben viele schöne Sachen erleben und gemeinsam erfahren dürfen“, erklärte der Geistliche. Er denke an die große Gemeindepilgerfahrt nach Rom und viele andere Pilgerfahrten. Vieles sei mit viel Unterstützung von vielen Menschen vor Ort bewegt und weiterentwickelt worden: Die Familienkatechese in der Erstkommunionvorbereitung, die Gestaltung und Feiern von schönen und ansprechenden Familiengottesdiensten, der Bau des Begegnungszentrums, die Erstellung von Rasengräberfeldern auf dem Friedhof in Bösel und vieles mehr. „Ich bin gerne Pfarrer in Bösel!“, betonte er. Er halte es für richtig, alle zehn bis fünfzehn Jahre eine Pfarrstelle zu wechseln. „Ich habe gespürt, dass für mich nun der Wechsel in eine neue Aufgabe dran ist,“ erzählte er. „Deshalb freue ich mich auf die neue Pfarrei. Ich freue mich darauf, Pfarrer in Löningen, Benstrup, Bunnen und Evenkamp zu werden. Und ich freue mich darauf, neue Menschen in einem neuen Gemeindegefüge kennen zu lernen". Nach seiner Entpflichtung von der Pfarrstelle in St. Cäcilia Bösel wird zum 1. Februar 2026 ein Pfarrverwalter eingesetzt. Diese Aufgabe ist noch vakant.
- Laubtage in Bösel
Kostenlose Entsorgung Um die Entsorgung des gesammelten Laubs zu erleichtern, bietet die Gemeinde Bösel offizielle „Laubtage“ an. An diesen Terminen kann das Laub kostenfrei beim Bauhof abgegeben werden. An folgenden Terminen ist eine Abgabe möglich: Samstag, den 13.12.2025 von 10-13 Uhr Samstag, den 10.01.2026 von 10-13 Uhr.
- Auf ein Wort mit...
Heidi Hoppe, neue Dirigentin des Friesoyther Motettenchores. Foto: Alexander Zinn Fritz: Der Friesoyther Motettenchor ist 56 Jahre alt und kennt nur zwei Dirigenten. Nach Gründer Werner Haselier hat Heinrich kl. Siemer im Jahr 2000 die musikalische Leitung übernommen und sich mit dem „deutschen Requiem“ von Johannes Brahms in dieser Funktion verabschiedet. Sie treten im Februar seine Nachfolge an. Planen Sie für sich auch eine Ära? Heidi Hoppe (lacht): Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Ich weiß, dass ich in große Fußstapfen trete, aber ich nehme Herausforderungen grundsätzlich gerne an. Es ist mir eine Ehre, dass ich diese Stelle übernehmen darf und ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit. Fritz: Haben Sie sofort zugesagt? Heidi Hoppe: Ich habe mich mit meinem Mann besprochen und eine Nacht darüber geschlafen. Und je länger ich nachdachte, desto mehr Lust bekam ich. Fritz: Mit dem Chor haben Sie für Heinrich kl. Siemer ein Stück zum Abschied einstudiert und damit am Ende des Konzerts für eine gelungene Überraschung gesorgt. Davor waren Sie schon einmal zu Gast bei einer Probe, um sich vorzustellen und die Sängerinnen und Sänger zu erleben. Ihr erster Eindruck? Heidi Hoppe: Total sympathisch. Ich wurde sehr herzlich begrüßt und war von der Klangfülle beeindruckt. In diesem Chor steckt wahnsinnig viel Potenzial, das war mir sofort klar. Fritz: Sie legen großen Wert auf Stimmbildung durch gezielte Atem- und Körperübungen, zu denen Sie zu Beginn der Probe auffordern. Heidi Hoppe: Ja, das zählt zu einem wesentlichen Teil meiner Arbeit. Ebenso wie beim Sport ist es auch in der Musik wichtig, den Körper aufzuwärmen. Einsingübungen wirken sich in hohem Maße auf den Klang und die Qualität der Stimme aus. Fritz: Ihre Vita ist beeindruckend. Sie sind studierte Musikerin und haben sich auf Gesang, Klavier und Dirigieren spezialisiert. Sie unterrichten an der Oldenburger Cäcilienschule und waren Lehrbeauftragte an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Solistisch und in federführenden Funktionen kennen Sie sich auch auf internationalem Parkett aus. Sie spielen Querflöte, Klavier und Orgel und sind im Besitz des C-Examens in Kirchenmusik. In Karlsruhe, Leipzig und Lübeck hatten sie die künstlerische Leitung von großen Chören und Sinfonieorchestern inne. Wie sind Sie zur Musik gekommen? Heidi Hoppe: Ich hatte eine tolle Klavierlehrerin, die mir die Welt zur Musik eröffnete. Der Ursprung liegt aber ganz klar bei meinen Eltern, die beide sehr musikalisch und der Musik verbunden sind. Ich bin mit drei Geschwistern aufgewachsen und bei uns wurde viel gesungen. Was meine Laufbahn angeht, haben meine Eltern mich immer unterstützt, alles gegeben und ich verdanke ihnen sehr viel. Fritz: Allerdings starteten Sie an der Uni mit Deutsch und Geschichte… Heidi Hoppe: In der Tat, da waren meine Eltern typische Schwaben, die mir mit dieser Fächerkombination zu einer gymnasialen Laufbahn als sichere Grundlage rieten. Von der Stuttgarter Uni wechselte ich dann an die Hochschule für Musik in Karlsruhe. Fritz: …doch nicht zuletzt haben Sie auch das Examen in Geographie in der Tasche. Heidi Hoppe: Geographie hat mich immer interessiert. Das liegt sicher auch daran, dass ich aus einer Försterfamilie stamme. Ich liebe die Natur und das Wandern in den Bergen. Fritz: Also geht es im Urlaub trotz der Nähe zum Meer lieber zurück in die Berge? Heidi Hoppe (lacht): Wenn man schon Heidi heißt. Fritz: Können Sie auch jodeln? Heidi Hoppe: Ich habe mal einen Kursus absolviert. Fritz: Haben Sie Lieblingskomponisten? Heidi Hoppe: Da bin ich mit Gustav Mahler und Robert Schumann eher in der Romantik oder mit Igor Strawinsky in der Moderne verortet. Für den Chor liegt mir aber auch die zeitgenössische Musik am Herzen. Es gibt wunderbare Komponisten, die vielfach unterschätzt werden. Ein Vorteil: Man kann sie noch direkt fragen und über ihre Werke sprechen. Im Grunde bin ich offen für viele Arten von Musik. Fritz: Gibt es eine Art, mit der Sie nichts anfangen können? Heidi Hoppe: Mit Techno. Fritz: Schmieden Sie schon Pläne für die Proben und erste Aufführung mit dem Motettenchor? Heidi Hoppe: Ich habe Ideen und wälze Gedanken. Und ja, ich arbeite gerne mit Zielen und denke auch über ein Konzert nach. Mehr wird aber noch nicht verraten. Fritz: Verraten Sie, was Sie hören, wenn Sie im Auto sitzen? Heidi Hoppe: Podcasts, Hörspiele und bevorzugt „Die drei ???“
- Neues Buch aus Bösel: "Die Herren bitten zu Tisch"
Das Beste aus den Männer-Kochkursen Bösel . „Die Herrn bitten zu Tisch“: Als Hommage an angekohlte Anfänge und vor allem an die Freude des gemeinsamen Kochens hat Martin Pille ein Kochbuch herausgebracht. Die besten Rezepte aus 25 Jahren Männerkochkursus in Bösel und Garrel sind auf 208 Seiten verewigt. Daneben Bilder und Anekdoten, die neben den kulinarischen Informationen auch einen Unterhaltungswert garantieren. Der Böseler Heimatexperte erlernte das Kochen als Kind von seiner Mutter. Nicht weil er musste, sondern weil er wollte. 1999 übernahm er dann eher zufällig den Kursus der Volkshochschule und blieb ein Vierteljahrhundert dabei. Neben zwei Abenden in Bösel, wurde unter seiner Regie an einem weiteren Abend auch in Garrel gebrutzelt. Info : Das neue Kochbuch ist in Bösel bei EP:Zemke, der Rosen-Apotheke und der Apotheke am Kirchplatz erhältlich. Erworben werden kann es außerdem bei der Buchhandlung Schepers (Friesoythe), der Buchhandlung Terwelp (Cloppenburg) und in Peters Haarstudio (Garrel) sowie direkt bei Martin Pille (04494/1094 oder 01520/9447278).
- „Ich war Lego-Fan“
Die Nachwuchsreporter Julie und Ben im Gespräch mit Pfarrer Johannes Rohlfing. Friesoythe. Der Tisch war festlich gedeckt, als Friesoythes Pfarrer Johannes Rohlfing die Nachwuchs-Reporter Julie Etzel (9) und Ben Stelle (10) im evangelischen Gemeindehaus begrüßte. Bei Kinderpunsch und Lebkuchen stellte sich der Geistliche im Weihnachtsinterview den Fragen der Viertklässler, die die Friesoyther Ludgeri-Schule besuchen und nun exklusiv für das Fritz-Magazin unterwegs waren. Julie und Ben: Hatten Sie als Kind eine besondere Weihnachtstradition? Johannes Rohlfing: Natürlich gab es bei uns auch erst einmal ein leckeres Essen. Dann musste alles wieder abgewaschen werden und ihr könnt euch vorstellen, dass das bei uns Kindern immer mit Gezeter verbunden war. Als alles sauber war, haben wir einen Spaziergang gemacht, der sich für uns endlos anfühlte. Aber als auch der dann endlich vorbei war, gab es die Bescherung. Julie und Ben: Können Sie sich an ein Geschenk erinnern, das Sie als Kind unendlich glücklich gemacht hat? Johannes Rohlfing: Ich war Lego-Fan und keine acht Jahre alt, als ich eine Eisenbahn von Lego bekam. Darüber habe ich mit riesig gefreut und noch sehr lange damit gespielt. Julie und Ben: Können Sie uns eine schöne Weihnachtserinnerung aus Ihrer Kindheit erzählen? Johannes Rohlfing: Wir haben unter anderem „Alle Jahre wieder“ gesungen und wenn es darin hieß „kehrt mit seinem Segen“ haben wir immer „Sägen“ verstanden, was uns aber nie komisch vorkam. Schließlich musste das Christkind ja in die Häuser kommen und hat sich irgendwie unsichtbar hineingesägt - so hatten wir es uns zumindest überlegt. Und wenn ich heute dieses Lied höre, muss ich immer noch ein bisschen lachen. Julie und Ben: Haben Sie ein Lieblings-Weihnachtslied, das Sie jedes Jahr singen müssen? Johannes Rohlfing: Ich singe an Weihnachten viele Lieder sehr gerne, aber auf keinen Fall fehlen darf „Stille Nacht“, weil es so feierlich, ruhig und andächtig ist. Dass alle Kinder, ihr ganz sicher auch, „Stern über Bethlehem“ kennen, weiß ich aus einem der Weihnachtsgottesdienste. Das war so laut, dass das Dach fast von der Decke flog. Auch das fand ich natürlich ganz toll, denn wir haben an Weihnachten ja etwas zu feiern und das muss nicht immer leise sein. Julie und Ben: Was bedeutet Weihnachten für den christlichen Glauben? Johannes Rohlfing: Weihnachten ist immer noch ein großes Geheimnis und eine verrückte Geschichte. Der allmächtige Gott als Baby in einer Krippe. Und das nicht in einer Weltstadt, sondern in einem Stall. Das kann man sich nicht ausdenken. Julie und Ben: Welche biblische Geschichte verbinden Sie mit Weihnachten? Johannes Rohlfing: Es gibt mehrere. Einmal die Weihnachtsgeschichte, die ihr aus dem Krippenspiel mit Jesus, Maria, Josef, den Hirten und der Geburt im Stall kennt. Daneben dann eine andere, gruselige Geschichte, die beschreibt, wie Josef und Maria nach Ägypten fliehen müssen, als König Herodes den Befehl gab, alle neugeborenen Jungen in Bethlehem zu töten. Er hatte von den Weisen aus dem Morgenland von der Geburt eines Königs gehört, aber wollte keinen König neben sich haben und keiner sollte ihm seine Macht streitig machen. Die dritte Weihnachtsgeschichte dauert fünf Sekunden und lautet: Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt. Kurz, aber dahinter stecken ganz viele kluge Gedanken. Julie und Ben: Gibt es Traditionen oder Bräuche, die Sie empfehlen? Johannes Rohlfing: Es gibt in allen Familien viele unterschiedliche Traditionen und Bräuche, die Weihnachten ausmachen. Als Pfarrer empfehle ich natürlich auch den Gottesdienst. Da Weihnachten allerdings nicht für alle Menschen ein Fest der Freude ist, weil ein Freund oder ein Familienmitglied gestorben ist, laden wir am 24. Dezember um 14 Uhr auf den Friedhof zu einem etwas anderen Heiligabendgottesdienst ein. Und ich kann euch sagen: Das ist mein berührendster Gottesdienst im ganzen Jahr, weil dort eine ganz eigene Stimmung herrscht. Julie und Ben: Müssen Sie an Heiligabend den ganzen Tag arbeiten? Johannes Rohlfing: Nein, nach vier Gottesdiensten habe auch ich Feierabend. Dann feiere ich mit meiner Familie. Julie und Ben: Welches Weihnachtsessen darf bei Ihnen auf keinen Fall fehlen? Johannes Rohlfing: Da bin ich beim Festessen eigentlich nicht so festgelegt. Rouladen dürfen es genauso sein wie der Schweinebraten. Was ansonsten nicht fehlen darf, sind Mandarinen, die gehören für mich an Weihnachten unbedingt dazu. Julie und Ben: Was wünschen Sie sich selbst zu Weihnachten – und darf ein Pfarrer auch verrückte Wünsche haben? Johannes Rohlfing: Also, ein Pfarrer ist ja auch nur ein Mensch. Und wünschen, so haben es unsere Eltern immer gesagt, darf man sich alles. Ehrlich gesagt habe ich aber so ganz große Wünsche in Form von Paketen nicht, aber freue mich natürlich über das ein oder andere Kleinigkeit. Vor allem wünsche ich mir aber, dass es auf der Welt wieder ein bisschen friedlicher wird. Das mag etwas kitschig klingen, aber steht wirklich ganz oben auf die Wunschliste. Julie und Ben: Sind Sie eher Team „Früh dekorieren“ oder Team „Am 23. alles in Panik aufhängen“? Johannes Rohlfing: Ehrlich gesagt lasse ich denjenigen freie Bahn, die das alles viel besser können als ich. Und ich stehe ihnen nicht im Weg. Julie und Ben: Was wünschen Sie den Kindern unserer Stadt für dieses Weihnachtsfest? Johannes Rohlfing: Dass sie Weihnachten in vollen Zügen genießen und sich ein bisschen von diesem kindlichen Zauber für das Erwachsenendasein aufbewahren. -cl-
- Zwerge und ein Eisbär bleiben noch ein Rätsel
Das Chronikteam fragt: Wie kamen die Zwerge an Nikolaus nach Markhausen? Markhausen. Der Ackerwagen des heiligen Mannes war mit vielen bunten Paketen geschmückt. Da musste doch natürlich auch etwas drin sein, kombinierten ein paar Kinder von Neugier getrieben und stiegen vor Jahrzehnten kurzerhand in die Scheune ein, in der das Gefährt für den großen Auftritt abgestellt war. An den Nikolaus glaubte die kleine Bande nicht mehr, aber an die vielen Geschenke umso mehr. Doch statt leuchtender Augen gab es dann vermutlich lange Gesichter, als sich die vermeintlichen Präsente als Attrappen entpuppten. Doch mit leeren Händen kam und kommt der Heilige natürlich nie nach Markhausen und hat bis heute viele süße Sachen im Gepäck. 2025 ist es genau 70 Jahre her, dass er sich am 5. Dezember unter dem Glockengeläut zum ersten Mal vom Mühlenberg auf den Weg machte. Nach einer gemeinsamen Feier mit vielen großen und kleinen Gästen besucht er dann die Familien in ihren Häusern. In den Anfangsjahren war er mit Pferd und Wagen und später mit dem Traktor unterwegs. Heute nimmt er in einer prachtvoll dekorierten Kutsche Platz, die von ebenso prächtigen Rössern gezogen wird. Eine Tradition, die sich auch in der ersten Dorf- und Familienchronik wiederfinden soll, die ein rühriges Chronikteam aktuell erstellt. Karsten Stammermann, Kerstin Barlage, Nicole Schmidt, Renate Suter, Claudia Stammermann, Christoph Böhmann und Michael Röben haben sich dem umfangreichen und auf Jahre ausgerichteten Projekt angenommen, bei dem sie immer wieder auch die Bevölkerung in und über Markhausen hinaus um Unterstützung bitten. Mit Blick auf die Nikolaus-Auftritte ist bekannt, dass die Idee von Hauptlehrer Rudolf Braun stammte und der Gesangverein von Beginn an die Organisation übernahm. Der Heilige Mann wird stets vom Ruprecht begleitet, aber auch von Zwergen. „Und was hat es ihnen auf sich und wer kam auf diese Idee?“, fragen sich Karsten Stammermann und seine Mitstreiter und hoffen auf Antworten. Sollten es Wichtel sein? Und wenn ja, warum wurden sie an Nikolaus in Markhausen eingeführt und von wem? Oder verbirgt sich hinter der Existenz der drolligen Gesellen eine ganz andere Geschichte? Nach wie vor ein Rätsel ist darüber hinaus auch ein Eisbär, der unabhängig von Nikolaustagen oder Weihnachtszeit immer wieder mal in Markhausen auftauchte. „Es gibt verschiedene Fotos, aber noch keine Hintergründe“, sagt Stammermann und hofft auch hier auf Zeitzeugen, die für Aufklärung sorgen können. Info : Wer das Chronikteam mit Geschichten, Schriftstücken oder Erzählungen unterstützen möchte, kann sich an Kerstin Barlage (0176/45855149) Nicole Schmidt (0151/12792390), Renate Suter (0172/4367548), Claudia Stammermann (0173/6469180), Christoph Böhmann (0170/2360889), Michael Röben (0172/9711083) oder Karsten Stammermann (01522/1793058) melden. Per Mail ist das Team unter info@chronik-markhausen.de erreichbar.
- Ohne Leistungsdruck: Schuh an und los geht´s
Die Laufgruppen des SV Hansa Friesoythe sind Woche für Woche unterwegs, um Gesundheit, aber auch Gemeinschaft zu pflegen. Fit und früh unterwegs: Die Mitglieder der Laufgruppen des SV Hansa treffen sich in den Herbstmonaten am Samstagmorgen. Foto: Claudia Wimberg Friesoythe . Wind und Wetter hält sie ebenso wenig auf wie der innere Schweinehund. Somit sind die Laufgruppen des SV Hansa Woche Friesoythe für Woche unterwegs, um Gesundheit, aber auch Gemeinschaft zu pflegen. Im Sommer treffen sich die Frauen und Männer Dienstag- und Mittwochabend, im Herbst samstagmorgens. Aktuell haben sie eine kleine Winterpause eingelegt, bevor es ab dem 31. Januar wieder losgeht. 40 Akteure sind es in zwei Gruppen, die sich „Ohne Dehner“ und „Willoh Runner“ nennen und regelmäßig zum Training zusammenkommen. Ein seit 2018 beim SV Hansa existierendes Angebot, für das der Verein mit Paul Gries aus Oldenburg einen lizensierten Übungsleiter für Breiten- und Rehasport gewinnen konnte. Nach zwölf Wochen eine halbe Stunde ohne Pause laufen können, lautete vor sieben Jahren das in Zeitungsmeldungen formulierte Ziel, für das sich auch Claudia Ortmann und Ina Kirchberg damals auf den Weg machten. Heute nehmen die Friesoytherinnen die Hürde Halbmarathon und haben das Laufen fest in ihrem Leben verankert. Andere hörten nach kurzer Zeit wieder auf und wieder andere wechselten die Sparte. „Auch das freut mich natürlich, denn die Hauptsache ist doch, sie bleiben in Bewegung“, unterstreicht Gries. Zwischen 18 und 80 Jahren sind die Teilnehmer alt, die aus drei Landkreisen anreisen. Der größte Teil der Gruppen startet mit dem Sport im mittleren Alter. Dann, wenn die eigene Geländegängigkeit spürbar nachlässt und der Gedanke aufkommt: ich muss was tun. Der Frauenanteil überwiegt, „weil sie es im Gegensatz zu vielen Männern nicht als Wettkampf ansehen“, weiß der Trainer aus Erfahrung. Dr. Bernd Hinrichs zählt allerdings nicht dazu. Der Veterinär hat 2022 schlicht einen gesundheitsfördernden Ausgleich zum beruflichen Alltag gesucht und gefunden. „Es macht Spaß und ich habe weitaus mehr Puste als noch vor drei Jahren“, freut sich der Friesoyther über seine neue Fitness. Hinzu kommt der mentale Effekt. Dass Laufen den Kopf frei macht, ist wissenschaftlich längst belegt „und trifft zu hundert Prozent zu“, berichtet Claudia Ortmann. Ohne Leistungsdruck Schuhe an und los: bei sich vor der Haustür, beim Training und auch bei Laufveranstaltungen, wie in Oldenburg, Hamburg, Köln oder Berlin. Das schätzen die Sportlerinnen und Sportler neben der Stärkung des allgemeinen Wohlbefindens an ihrem Hobby. Auch in Sachen Gemeinschaft läuft es rund. „Da ist etwas zusammengewachsen“, loben die Mitglieder die positive Stimmung in den eigenen Reihen, die sie gerne mit weiteren Sportbegeisterten teilen möchten. Getreu dem olympischen Gedanken: Dabei sein ist alles. Ein Marathon kann es werden, muss es aber nicht. Info : Wer Interesse hat, sich den Laufgruppen anzuschließen kann sich bei Carola Reiners (SV Hansa) unter 0173 6034061 melden.
- Bauarbeiten: Es bewegt sich was in Bösel
Reges Treiben herrscht derzeit in den neuen Baugebieten hinter der St. Martin-Grundschule und jenseits des Friedhofs, die ersten Häuser stehen. Bösel . In Bösel tut sich was. Reges Treiben herrscht derzeit in den neuen Baugebieten hinter der St. Martin-Grundschule und jenseits des Friedhofs, die ersten Häuser stehen. Der ländliche Raum scheint, allen Unkenrufen zum Trotz, insgesamt die bevorzugte Wohngegend für Bauinteressenten zu sein. Das bestätigt sich zumindest in Bösel, denn „die Gemeinde wächst nach wie vor“, freute sich Bürgermeister Hermann Block in einem Gespräch mit FRITZ. Der Bürgermeister freut sich aus gutem Grund, denn der Zuzug geht meist auch mit wirtschaftlichem Fortschritt einher. Die rege Bautätigkeit hat sicher auch etwas mit dem modernen Wohnstandort, einer Familienförderung und der Nähe zu Cloppenburg und Oldenburg zu tun. Wer dort arbeitet, kommt vergleichsweise schnell zu seinem Arbeitsplatz, über die B72 oder die B72. Die Bauarbeiten für die Errichtung eines neuen Bauhofs an der Glaßdorfer Straße haben begonnen. Auch das Gewerbegebiet Westerloh wird deutlich erweitert. Es wird forsch gebaut und es gibt vermehrte Nachfragen von Interessenten. Gen Norden zum Vorplatz hin wird gerade auch das Rathaus erweitert. Dann hat es ein Ende mit der Ausgliederung von Mitarbeitern im Adam-Haus, das dann abgebrochen wird und wie das gesamte Areal am Rathaus Platz macht für die Quartiersplanung „Am Kirchplatz“. „Wir müssen hier die Räume zulassen, wenn wir noch einen Ortskern in Bösel entwickeln wollen“. Alle anderen Überlegungen aus der Vergangenheit wie die Bahnhofstraße seien nicht mehr möglich, so Block. Auf dem Gelände der ehemaligen Gründing-und Schmidt-Häuser soll sich nach den bisherigen Plänen ein Rathausplatz ausbilden, der als Multifunktionsplatz auch mit dem Ärztehaus korrespondieren könnte. Ein weiteres Gestaltungsmerkmal soll unter anderem auch ein Minikreisel auf der Kreuzung Am Kirchplatz/Jahnstraße/Hölker Weg sein. Bis auf die ersten 1,9 Kilometer mit geringeren Schäden, die noch an weitgehend geschlossener Bebauung liegen, wird die Korsorsstraße derzeit in mehreren Bauabschnitten erneuert. Sie hat danach den Charakter eines Wirtschaftsweges, denn die Straße selbst wird nur 3,50 Meter breit. Begegnungsverkehr auch mit Lkw und Landmaschinen ist weiterhin möglich, denn etwa alle 800 bis 900 Meter soll es Ausweichbuchten geben. Die Allee bleibt erhalten. Begonnen haben auch die Arbeiten zum Ausbau und Neugestaltung der Ortsdurchfahrt im Rahmen der Dorferneuerung. Die Parkplätze werden nach Aussage des Bügermeisters noch in diesem Jahr fertig. Die Entwürfe für die Platzgestaltung beim Rathaus im Rahmen der Quartiersplanung werden im Januar der Öffentlichkeit vorgestellt. In mehreren Bauabschnitten wird die Dorferneuerung durch die gesamte Bahnhofstraße weitergeführt, an die sich in der Verlängerung bis zur Umgehungsstraße die Thüler Straße anschließt, die aber in einem eigenen Verfahren nicht zum Dorferneuerungsgebiet gehört. Deren Vollausbau in einer weiteren Ausbaustufe war überlegt worden, weil die Trasse für Schmutz- und Regenwasserkanalisation, die komplett erneuert wird, durch beide Fahrbahnen läuft. Die Allee muss dafür weichen. Die Trasse ist alternativlos, die Bäume an der Radwegseite müssen gefällt werden, Ersatzpflanzungen mit „großstämmigen“ Bäumen sind geplant. Im Bau ist der Masterplan, der unter anderem die gesamte Verkehrs- und Parksituation im Umfeld der Grund- und Oberschule im Auge hat. Die Straße „Auf dem Rahe“ wurde zurückgebaut und wiederhergestellt. Dabei entstanden im Dreieck der „Garreler Straße“ 22 neue Parkplätze für die Oberschule und die Mensa gebaut, der Regenwasserkanal wurde erneuert, Fahrradstände werden errichtet. In zwei Bauabschnitten werden 2026/27 der bisherige „Busbahnhof“ umgestaltet und die Fladderburger Straße, an dem er liegt, ausgebaut. Die Gemeinde hat auf dem ehemaligen Brüggemannschen Flurstück eine Teilfläche von rund 1.716 Quadratmeter an der Fladderburger Straße erworben. Die restliche Fläche des insgesamt 6.084 Quadratmeter großen Grundstücks gegenüber der Böseler Tafel hat eine Oldenburger Baufirma erworben, die hier ab 2026 einen Wohnpark mit mehreren Mehrfamilienhäusern errichten möchte. Das von der Gemeinde erworbene Grundstück mit der Fachwerkscheune wird dem „Pallert“ zugeschlagen. Das Heiligenhäuschen bleibt bestehen und wird von der Gemeinde gepflegt.
- Eilers kündigt Rückzug an
Vorsitzender des SPD-Ortsvereins kritisiert Umgang innerhalb der Partei Olaf Eilers verzichtet auf eine Bürgermeister-Kandidatur. Foto: SPD Turbulente Kandidaten-Nominierung in der Friesoyther SPD: "Auf Grund der Geschehnisse und der Art und Weise, wie mir von Seiten des Bürgermeisters und Teilen der Fraktion das Vertrauen entzogen und die Zusammenarbeit aufgekündigt wurde sowie um weiteren Schaden vom SPD-Ortsverein abzuwenden, ziehe ich hiermit meine Kandidatur für die Bürgermeisterwahl zurück", schreibt der Vorsitzende des Ortsvereins, Olaf Eilers, in einem Brief an alle Mitglieder. Das Schreiben, das der FRITZ-Redaktion vorliegt, hat in den Reihen der Sozialdemokraten für heftige Diskussionen und Auseinandersetzungen gesorgt. In einem weiteren Brief teilen neben Eilers auch der stellvertretende Vorsitzende Ludger Beelmann, Kassenwart Jonas Schulte und die Mitgliederbeauftragte Mona Liebling ihren Rücktritt von ihren Ämtern mit. Zuvor hatte sich die zwölfköpfige SPD-Findungskommission, bestehend aus Mitgliedern der Partei und der Fraktion, für Olaf Eilers mit sieben zu fünf Stimmen als Bürgermeister-Kandidaten entschieden. Ein Ergebnis, das für Diskussionen sorgte. Denn als Favoritin war die stellvertretende Bürgermeisterin und Mitbewerberin Melanie Buhr ins parteiinterne Rennen gegangen. Nach Informationen der FRITZ-Redaktion soll es wegen der Entscheidung in der Parteibasis heftig rumort haben. Dem Kandidaten schlug erheblicher Widerstand und Gegenwind entgegen, dem er sich offenbar nicht weiter aussetzen wollte. "Ich bedanke mich bei meinen Unterstützern. Es tut mir sehr leid, dass Sie zum Teil persönlich von einigen in unangemessener Art angegangen worden sind", schreibt Eilers. Sein Dank gelte auch den vielen Mitgliedern, die im Vorfeld ihre Unterstützung zugesagt hätten. Enttäuscht sei er "vom Verhalten des Bürgermeisters und der Fraktion". Zusagen seien nicht eingehalten und in unangebrachter Weise agiert worden. Ein solches Verhalten habe ich in 27 Jahren Mitgliedschaft in der SPD bisher noch nicht erlebt. "Aus den genannten Gründen werde ich mit Wehmut und schweren Herzens meine Mitgliedschaft kündigen, da eine vertrauensvolle Arbeit nicht mehr denkbar ist".
- „Danke für dein großes Herz“
Der frühere Vorsitzende des Fördervereins, Dr. Bernd Hinrichs, bekommt Präsente und viele lobende Worte von Kindern und Pädagoginnen der Friesoyther Elisabethschule. Friesoythe . „Danke für dein großes Herz“! Den von Hand bemalten und beschriebenen Kaffeebecher hält Dr. Bernd Hinrichs nicht nur in Ehren, er wird auch einen besonderen Platz erhalten. Überrascht und sichtlich erfreut nahm der frühere Vorsitzende des Fördervereins Präsente und viele lobende Worte von Kindern und Pädagoginnen der Friesoyther Elisabethschule entgegen. Von Herzen dankten sie ihm für sein Engagement und seine große Unterstützung rund um einen Ausflug in den Thüler Tier- und Freizeitpark, der regelmäßig zum Ende des Jahres auf dem Programm der Schule steht. Für die Mädchen und Jungen bedeutet diese Tour jede Menge Abenteuer, Spiel und Spaß. Spannend, einmal einem Löwen live zu begegnen, der majestätisch durch sein Gehege schreitet. Lustig die flinken Erdmännchen, die in ihrer Gruppe fest zusammenhalten oder die Affen, die von Ast zu Ast baumeln. Nach Lust und Laune Toben heißt es danach auf dem Spielplatzgelände und mit Pommes, Limo oder Eis ist natürlich auch für das leibliche Wohl gesorgt. Der Gründer des Fördervereins, Dr. Heinrich Frohne-Brinkmann, hatte diese Fahrt ins Leben gerufen. War es damals noch ein Bus, der sich dafür in Bewegung setzte, „sind es heute rund 100 Kinder“, und die Begeisterung ist ungebrochen“, unterstreicht sein Nachfolger Hinrichs, der 2025 nach 27 Jahren als Vereinschef Abschied nahm und seinen Posten an Marwin Ziegler abgab.










