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- 22 Leuchttürme für den Ernstfall: Landkreis baut Schutznetz auf
Freuten sich über die Einrichtung des ersten Katastrophenschutz-Leuchtturms unter Zuständigkeit des Landkreises Cloppenburg: (von links) Landrat Johann Wimberg, Kreisrätin Anne Tapken und Ordnungsamtsleiter Dieter Schütte. Foto: Landkreis Landkreis Cloppenburg . Der Landkreis Cloppenburg hat gemeinsam mit seinen Städten und Gemeinden ein flächendeckendes Netz von 22 sogenannten Katastrophenschutz-Leuchttürmen eingerichtet. Diese sollen im Fall eines länger andauernden Stromausfalls oder anderer Krisenlagen als zentrale Anlaufstellen für die Bevölkerung dienen – etwa zur Informationsbeschaffung, für Erste Hilfe oder zum Aufladen medizinischer Geräte. Die erste Beschilderung wurde jetzt in Cloppenburg am Medienzentrum an der Bahnhofstraße angebracht; der zugehörige Leuchtturm entsteht am Clemens-August-Gymnasium (CAG). Drei landkreiseigene Standorte – die Elisabethschule in Friesoythe, das Clemens-August-Gymnasium in Cloppenburg und das Copernicus-Gymnasium in Löningen – sind bereits mit Einspeisepunkten für Notstromaggregate ausgestattet. Betrieben werden die Leuchttürme im Ernstfall von ehrenamtlichen Kräften, unter anderem vom DRK, der DLRG sowie der psychosozialen Notfallversorgung. Ziel ist es, Einsatzkräfte wie Feuerwehr und THW zu entlasten. Die Standorte verteilen sich über das gesamte Kreisgebiet: In Barßel (Dreifeldsporthalle), Bösel (BIB-Arena und Sporthalle Petersdorf), Cappeln (Oberschule), Cloppenburg (CAG und Nebenhalle der Münsterlandhalle), Emstek (Oberschule), Essen (Sporthalle Bevern und Turnhalle am Hasestadion), Friesoythe (Elisabethschule), Garrel (Oberschule sowie Grundschulen Beverbruch und Falkenberg), Lastrup (Oberschule), Lindern (Grund- und Oberschule), Löningen (Maximilian-Kolbe-Schule und Copernicus-Gymnasium), Molbergen (Sporthalle) sowie im Saterland (Sporthallen Ramsloh, Scharrel, Strücklingen und Sedelsberg). Eine kreisweite Übung ist für den 14. November 2026 geplant. Ergänzend informiert eine Katastrophenschutz-Broschüre die Bevölkerung über Vorsorge und Verhalten im Ernstfall.
- Noch Restkarten für Thomas Schaaf
Friesoythe . Am Mittwoch, 8. April, ist Thomas Schaaf im Forum am Hansaplatz in Friesoythe zu Gast. Der langjährige Erfolgscoach von SV Werder Bremen berichtet ab 19.30 Uhr über seine Karriere, prägende Momente im deutschen Fußball und persönliche Erlebnisse aus seiner Trainerlaufbahn. Ein besonderes Highlight des Abends ist die Ausstellung der Meisterschale sowie des DFB-Pokal vor Ort. Einlass ist ab 19 Uhr. Tickets zum Preis von 12 Euro sind nach Angaben der Friesoyther Stadtverwaltung noch in begrenzter Anzahl im Rathaus am Stadtpark sowie in der Buchhandlung Schepers erhältlich.
- Kontinuität statt Kurswechsel
Christoph Burtz. Foto: CDU Kommentar Von Julius Höffmann Die Entscheidung des CDU-Vorstands in Bösel wirkt weniger wie eine klassische politische Weichenstellung – und vielmehr wie ein bewusst gesetztes Signal für Verwaltungskompetenz. Sie fiel schnell, nahezu geräuschlos, und sie fiel erkennbar vorbereitet – intern abgestimmt und strategisch durchdacht. Mit Christoph Burtz rückt kein profilierter Parteipolitiker in den Vordergrund, sondern eine Persönlichkeit, die die Strukturen, Abläufe und Herausforderungen der Gemeinde aus dem Inneren heraus kennt. Seine enge Verbundenheit mit Bösel ist dabei mehr als ein biografisches Detail: Als gebürtiger Böseler ist ihm das örtliche Gefüge vertraut. Heute lebt er mit seiner Familie im nahegelegenen Markhausen – eine Distanz, die er im Einvernehmen mit den CDU-Gremien auch künftig beibehalten kann. Die oft betonte Präsenzpflicht tritt damit bewusst in den Hintergrund – zugunsten der Überzeugung, in ihm den passenden Kandidaten gefunden zu haben. Diese Personalie steht für Kontinuität statt Kurswechsel. Burtz verkörpert den Typus des Verwaltungspraktikers: jemand, der weniger über unrealistische Visionen spricht als darüber, wie sich Projekte konkret umsetzen lassen. Gerade in einer Zeit, in der Kommunen vor komplexen Aufgaben stehen – von Infrastruktur über Digitalisierung bis hin zu finanziellen Spielräumen – kann genau dieser Ansatz als bewusst gewählt verstanden werden. Am Ende steht damit weniger eine politische Richtungsfrage als vielmehr die Überlegung, wer Verwaltung kann – und wer eine funktionierende Gemeinde solide weiterführt. In Bösel hat man darauf eine klare, frühzeitig vorbereitete und entschlossen getroffene Antwort gefunden.
- Einbruch in Wohnhaus in Augustendorf
Symbolbild: Adobe Stock Friesoythe/Augustendorf . Am Freitagabend (27. März 2026) ist es in Augustendorf zu einem Einbruch in ein Wohnhaus gekommen. Die Tat ereignete sich gegen 19:20 Uhr an der Dorfstraße auf einem landwirtschaftlichen Anwesen. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei verschaffte sich ein bislang unbekannter Täter gewaltsam Zugang zum Haus, indem er ein Küchenfenster aufhebelte. Anschließend durchsuchte er mehrere Räume und durchwühlte Schränke. Die Bewohnerin befand sich zum Zeitpunkt des Einbruchs nicht im Haus. Der Täter konnte im Anschluss unerkannt flüchten. Angaben zur Höhe des entstandenen Schadens liegen derzeit noch nicht vor. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet mögliche Zeugen, sich unter der Telefonnummer 04491/93390 zu melden.
- CDU Bösel schlägt Christoph Burtz als Bürgermeisterkandidaten vor
CDU Gemeindeverband Bösel v.l.n.r Michael Oltmann (stv. Gemeindeverbandsvorsitzender, Andre Brunemund (Gemeindeverbandsvorsitzender, Christoph Burtz, Ludger Beeken (CDU Fraktionsvorsitzender). Foto: CDU Bösel Bösel . Der CDU-Vorstand Bösel schlägt Christoph Burtz als Kandidaten für die anstehende Bürgermeisterwahl der Mitgliederversammlung vor. Der 41-jährige Familienvater ist in Bösel aufgewachsen und seit vielen Jahren fest in der Gemeindeverwaltung verankert. Er möchte als unabhängiger, parteiloser Kandidat antreten und erhält die volle Unterstützung des CDU-Vorstands. Burtz begann seine Laufbahn 2003 mit einer Verwaltungsausbildung bei der Gemeinde Bösel und wurde im Anschluss übernommen. Nebenberuflich schloss er 2011 ein Studium zum Diplom-Betriebswirt ab. Von 2012 bis 2015 war er beim Landkreis Cloppenburg in der Abteilung Finanzen tätig. Seit 2015 leitet er bei der Gemeinde Bösel den Fachbereich Infrastruktur und Gebäudemanagement, der wesentliche Zukunfts- und Investitionsthemen der Kommune umfasst. CDU-Vorsitzender Andre Brunemund betont die persönliche und fachliche Eignung des Kandidaten: „Durch seine langjährige Tätigkeit als Fachbereichsleiter kennt Christoph Burtz die Verwaltungsarbeit aus dem Stegreif. Er weiß, wo die Herausforderungen liegen und wo die Stellschrauben sind. Dieses Wissen ist ein großer Vorteil für die Zukunft unserer Gemeinde.“ Neben seiner Verwaltungserfahrung setzt Burtz auf Zukunftsthemen wie Digitalisierung, moderne Kommunikation, auch in der Information der Einwohner. Die Präsenz der Gemeinde in sozialen Medien soll ausgebaut und Informationen schneller zugänglich gemacht werden. „Ich bin in Bösel aufgewachsen und hier tief verwurzelt. Ich kenne die Menschen, die aktuellen Themen und begleite die vielen aktuellen Baustellen als „Bauherr“ . Unsere Gemeinde hat ein starkes Fundament, auf dem wir weiter aufbauen können. Mit mehr Digitalisierung, moderner Kommunikation und eigenen Impulsen will ich Böselgemeinsam mit den Einwohnerinnen und Einwohnern weiter voranbringen,“ betont Christoph Burtz Fraktionsvorsitzender Ludger Beeken erklärt: „Mit Christoph Burtz gewinnen wir einen Bürgermeisterkandidaten, der zuhören kann, aber auch Entscheidungen trifft. Er arbeitet konstruktiv mit allen Beteiligten zusammen. Genau das braucht unsere Gemeinde weiterhin. “ Mit der Nominierung spricht sich der CDU-Vorstand für einen Kandidaten aus, der sowohl fachlich als auch menschlich in Bösel verankert ist und den erfolgreichen Kurs der Gemeinde weiterführen und modern ausgestalten will. Kurzvita – Christoph Burtz • 41 Jahre, verheiratet • Zwei Kinder (4 und 11 Jahre) • 2003: Verwaltungsausbildung bei der Gemeinde Bösel, anschließende Übernahme • 2011: Diplom-Betriebswirt (nebenberuflich) • 2012 – 2015: Landkreis Cloppenburg, Abteilung Finanzen • Seit 2015: Fachbereichsleiter Infrastruktur & Gebäudemanagement, Gemeinde Bösel
- Palmsonntag mit Zeitverlust
Die Sonntags-Kolumne Von Julius Höffmann Symbolbild: Adobe Stock Palmsonntag – feierlich, traditionsreich, ein bisschen nach Weihrauch und Kindheit duftend. Und gleichzeitig: der erste Tag nach der Zeitumstellung. Damals, als der Palmstock noch ein kleines Kunstwerk aus Buchsbaum, bunten Bändern und rot glänzenden Äpfeln war, die irgendwie immer ein wenig zu perfekt aussahen, um ganz natürlich zu sein. Mutiert schön, könnte man sagen. Ich sehe mich noch, geschniegelt auf dem Weg zu meinem Patenonkel Job in Bösel/Overlahe. Den Palmstock fest in der Hand, ein wenig Stolz im Blick und die leise Hoffnung im Herzen, dass sich die Mühe auch auszahlen möge. Tat sie. Onkel Job, ein Mann von angenehmer Wortkargheit und verlässlicher Großzügigkeit, drückte mir ein kleines Geldstück in die Hand – und ein Marzipanei. Kein großes, kein kunstvoll verziertes. Aber eines, das nach Kindheit schmeckte. Und nach Glück. In dem Moment war ich, ohne es damals zu hinterfragen, der glücklichste Junge der Welt. Heute ist das alles… nun ja, anders. Nicht schlechter, nicht besser – einfach anders. Die Palmstöcke sind noch da, die Kinder auch, und die Aufregung sowieso. Aber da ist eben auch diese Uhr, die sich in der Nacht klammheimlich eine Stunde davongeschlichen hat. Eltern blicken leicht nervös auf Smartphones, Küchenuhren und Backofendisplays, als hätten sich diese gegen sie verschworen. Denn eines ist klar: Zu spät zum Gottesdienst erscheinen – das geht am Palmsonntag nun wirklich nicht. Schließlich ist nur ein geweihter Palmstock ein richtiger Palmstock. Alles andere ist bestenfalls Dekoration. Und so sieht man sie heute wieder: junge Familien, leicht gehetzt, ein bisschen zu früh oder ein bisschen zu spät, mit aufgeregten Kindern und sorgfältig gebundenen Palmzweigen. Ein kleines Stück gelebte Tradition, das sich auch von der Zeitumstellung nicht aus dem Takt bringen lassen will. Ich hingegen werde später, ganz ohne Eile, ein Marzipanei essen. Einfach so. Nicht, weil ich muss. Sondern weil ich kann.
- Bösel nach Block - zwischen Respekt und Eiltempo
Der Kommentar Von Julius Höffmann Der vorzeitige Abschied von Bürgermeister Hermann Block ist ein Einschnitt – politisch wie atmosphärisch. Fast zwei Jahrzehnte hat er die Entwicklung der Gemeinde geprägt, Kontinuität gesichert und Wachstum gestaltet. Der parteiübergreifende Dank ist daher mehr als eine höfliche Geste: Er ist Ausdruck ehrlicher Anerkennung. Die Entscheidung kommt nicht völlig überraschend, wohl aber zu einem Zeitpunkt, der den politischen Takt merklich beschleunigt. Bis zur Kommunalwahl bleibt wenig Zeit – und Zeit ist in der Politik bekanntlich eine eigene Währung. Eine Kandidatin oder einen Kandidaten zu finden, vorzustellen und im Ort zu verankern, ist kein Sprint, sondern eher ein gut geplanter Dauerlauf. Nun wird daraus zwangsläufig ein zügiger Trab. Die CDU zeigt sich vorbereitet, Bündnis Bösel setzt auf Geschlossenheit – beides nachvollziehbar. Doch gerade in dieser Mischung liegt die Herausforderung: Tempo darf nicht zulasten der Überzeugung gehen. Denn was schnell entschieden wird, muss am Ende umso gründlicher tragen. Vielleicht ist es genau das, was Bösel jetzt braucht: keine Hektik, sondern einen klaren, offenen Prozess – auch wenn die Uhr etwas schneller tickt als gewohnt. Der Dank an Hermann Block ist unstrittig und verdient. Die eigentliche Kunst beginnt nun: aus der Eile keinen Makel werden zu lassen, sondern einen gemeinsamen Aufbruch.
- Thüler Fahrradtreff: Gemeinschaft auf zwei Rädern startet Saison im April
TFT-Vorsitzender Rolf Schrandt Thüle . Der Thüler Fahrradtreff (TFT) ist seit seiner Gründung im Jahr 2014 eine feste Größe im lokalen Vereinsleben. Von Mitte April bis etwa Mitte September treffen sich die Teilnehmenden jeden Donnerstag zu gemeinsamen Radtouren. Rund 20 Touren stehen pro Saison auf dem Programm, im Durchschnitt mit etwa 22 Radfahrerinnen und Radfahrern. Dabei steht nicht nur die Bewegung im Vordergrund: Die Treffen leben von Vertraulichkeit, Gemeinschaft und vor allem viel Spaß. Der regelmäßige Austausch und das gemeinsame Erlebnis machen den besonderen Reiz des TFT aus. Eröffnung mit Genuss Traditionell beginnt die Saison im April mit einer vom Vorstand organisierten Genussfahrt. Diese Auftakttour ist ein echtes Highlight, betont Vorsitzender Rolf Schrandt: Kostenlose Getränke und belegte Canapés sorgen für einen gelungenen Start. Vor allem das Wiedersehen nach der Winterpause bereitet vielen Teilnehmenden große Freude – selbst wenn das Frühlingswetter noch nicht immer mitspielt. Beliebte Ziele und sommerliche Stopps Die Touren führen durch die Region und bieten abwechslungsreiche Ziele. Besonders beliebt ist die Strecke zur Thülsfelder Talsperre. In den Sommermonaten gehört auch ein Halt am Softeisstand in Dwergte für viele fest dazu. Einmal im Jahr übernimmt der Radsportclub (RSC) dort die Kosten für eine Runde Eis – ein Termin, der bewusst nicht festgelegt ist, sondern spontan nach Wetterlage und Tourenplanung entschieden wird. Offen für neue Gesichter Der Thüler Fahrradtreff lebt von seinen treuen Mitgliedern, freut sich aber ebenso über neue Gesichter. Besonders Zugezogene sind eingeladen, sich der Gruppe anzuschließen und Teil der Gemeinschaft zu werden. Organisatorisch ist der TFT gut aufgestellt: Jeden Donnerstag übernimmt ein Mitglied des Fahrtenleiter-Teams die Führung der Gruppe. Für zusätzliche Sicherheit sorgt der zweite Vorsitzende, Uwe Müller, der die Gruppe am Ende begleitet und absichert.
- Abschied vor der Zeit: Breiter Dank an Bürgermeister Block
Update und Reaktionen Ein Bürgermeister prägt eine Gemeinde Bürgermeister Hermann Block. Foto: Martin Pille Bösel . Seit fast zwei Jahrzehnten steht Hermann Block an der Spitze der Gemeinde Bösel. Im Juni 2006 gewählt, trat er sein Amt am 1. Juli desselben Jahres an. Zuletzt bestätigten ihn die Bürger im Februar 2022 ohne Gegenkandidaten für eine dritte Amtszeit – mit 56,41 Prozent der Stimmen. Regulär wäre diese bis Ende 2031 gelaufen, bei einer historisch niedrigen Wahlbeteiligung von 34,55 Prozent. Dass diese Amtszeit nun verkürzt wird, sorgt parteiübergreifend für Bedauern – und zugleich für Respekt vor der persönlichen Entscheidung. CDU: „Nicht unvorbereitet“ auf die Zeit danach Für die CDU kommt der Schritt nicht völlig überraschend. „Wir sind nicht unvorbereitet und werden zeitnah sprechfähig sein“, erklärt Gemeindeverbandsvorsitzender Andre Brunemund . Gespräche über mögliche Nachfolger habe es bereits gegeben. Gleichzeitig überwiegt der Dank: In den vergangenen 20 Jahren habe sich Bösel dynamisch entwickelt, sei „enorm gewachsen“ und stehe kurz vor der Marke von 10.000 Einwohnern. „Man kann als Böseler stolz auf das Geleistete sein.“ Einen maßgeblichen Anteil daran habe Bürgermeister Block. Auch CDU-Fraktionschef Ludger Beeken unterstreicht die erfolgreiche Zusammenarbeit. Die Entwicklung der gesamten Gemeinde – von Bösel bis Petersdorf – sei „in Riesenschritten“ erfolgt. „Ich hätte mit Hermann Block sehr gerne bis 2031 weiter zusammengearbeitet“, sagt Beeken. Nun gelte es, die Entscheidung zu akzeptieren und die Zukunft aktiv zu gestalten. Bündnis Bösel: Respekt und Wunsch nach gemeinsamer Lösung Eher überrascht zeigt sich hingegen Bernd Roder , Fraktionsvorsitzender von Bündnis Bösel (SPD/Grüne). „Ich hätte mit dieser Entscheidung nicht mehr gerechnet“, sagt er mit Blick auf die vergleichsweise kurze Zeit bis zur nächsten Kommunalwahl. Roder würdigt die Zusammenarbeit als „sehr gut“, geprägt von gegenseitigem Respekt und großem Erfolg. Für die Zukunft setzt er auf Geschlossenheit: Seine Fraktion werde keinen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken. Stattdessen plädiert er dafür, eine Persönlichkeit zu unterstützen, die von allen etablierten Kräften getragen wird.
- Bösels Bürgermeister Block hört überraschend vorzeitig auf
Bösels Bürgermeister Hermann Block hört auf. Die Gemeinde sucht nun eine neue Kandidatin/einen neuen Kandidaten für das Bürgermeisteramt. Gewählt wird am 13. September. Foto:privat Bösel. Bösels Bürgermeister Hermann Block hört auf. Wie er jetzt mitteilte, beendet er seine Amtszeit vorzeitig zum 31. Oktober 2026. Die Neuwahl des Bürgermeisters/der Bürgermeisterin findet am Sonntag, 13. September 2026, statt. Die Wahl erfolge gemeinsam mit den Abstimmungen zum Rat, Kreistag und Landrat. Die Entscheidung sei ihm nicht leicht gefallen, betont Block in einer Pressemitteilung. In der Rückschau verweist er auf eine aus seiner Sicht sehr positive Entwicklung der Gemeinde: „Rat und Verwaltung haben Bösel städtebaulich und infrastrukturell sichtbar weiterentwickelt.“ Durch eine enge Zusammenarbeit seien über viele Jahre hinweg umfangreiche Investitionen in Millionenhöhe angestoßen worden. Sein Dank gelte allen Beteiligten für das gemeinsame Engagement in den vergangenen zwei Jahrzehnten. Das Bürgermeisteramt beschreibt er als anspruchsvolle und zeitintensive Aufgabe, die bewusst auf Zeit angelegt sei, um neue Impulse für die kommunale Entwicklung zu ermöglichen. Ein Großteil der Ziele aus der vergangenen und laufenden Wahlperiode sei bereits erreicht oder auf den Weg gebracht worden. Bis zum Ende seiner Amtszeit in rund sieben Monaten stehen laut Bürgermeister jedoch noch wichtige Projekte an, die weiter vorangebracht oder abgeschlossen werden sollen. Parallel dazu seien noch zentrale planerische Entscheidungen für die Zukunft der Gemeinde in den politischen Gremien zu treffen. Nach eigenen Angaben hat der Bürgermeister seine Aufgaben stets mit Überzeugung ausgeübt und die Zusammenarbeit mit politischen Entscheidungsträgern geschätzt. Zugleich verweist er auf die hohe Verantwortung und zeitliche Belastung des Amtes. Mit Blick auf sein Alter – er wird zum Ende der Wahlperiode fast 60 Jahre alt sein – sieht er nun den richtigen Zeitpunkt gekommen, um sich beruflich noch einmal neu zu orientieren. Konkrete Pläne für die Zeit danach gebe es jedoch noch nicht. Er zeigt sich überzeugt, dass die Gemeinde gut aufgestellt ist: „Es sind viele Pflöcke eingeschlagen worden – baulich wie strukturell.“ Damit sei eine stabile Grundlage geschaffen, auf der eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger aufbauen und eigene Akzente setzen könne. Bilanz der Amtszeit Zu den wichtigsten Meilensteinen seiner rund 20-jährigen Amtszeit zählt der Bürgermeister unter anderem die abgeschlossene Dorferneuerung sowie die darauf aufbauende Sanierung des Ortskerns von Bösel. Auch die wohnbauliche Entwicklung in zentralen Lagen von Petersdorf und Bösel sowie der Ausbau von Kindergarten- und Schulplätzen hätten die Gemeinde insbesondere für junge Familien attraktiver gemacht. Darüber hinaus hebt er die solide Finanzentwicklung hervor: Trotz jährlich hoher Investitionen sei es gelungen, durch die Einwerbung erheblicher Fördermittel die Verschuldung dauerhaft auf einem moderaten Niveau von inzwischen deutlich unter fünf Millionen Euro zu halten.







