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- Geranien trotzen den Eisheiligen am alten Rathaus
Bei der Arbeit: Bernd Stuke, Bernd Dedden (hinten), Dorothea Kuhlmann-Arends, Sabine Dedden und Andrea Block (von links) sorgen als Mitglieder des Friesoyther Aktionskreises am alten Rathaus Stadtmitte für blühendes Leben. Foto: Claudia Wimberg Friesoythe (cl). Die Eisheiligen sind da und haben kühles und wechselhaftes Wetter gebracht. Der Kälteschock mit winterlichen Nächten bleibt laut Meteorologen allerdings aus. Somit können die aktuellen Temperaturen den frostempfindlichen Geranien nichts anhaben, die der Aktionskreis Friesoythe „Wir gestalten unserer Stadt“ in Kästen gepflanzt hat, um das alte Rathaus Stadtmitte aufblühen zu lassen. Zwar steht das städtische Gebäude zurzeit leer, „aber es bleibt ein zentraler Mittelpunkt und wir möchten es zumindest von außen wieder schick machen“, sagte Vorsitzende Dorothea Kuhlmann-Arends. Nach dem Auszug des Bildungswerks 2023 legten die Mitglieder ihr bis dahin stets fest im Terminkalender verankerte Projekt auf Eis, entschieden sich nun jedoch für eine Neuauflage und legten am Namenstag des Heiligen Pankratius (12. Mai) tatkräftig Hand an. Den Auftakt der insgesamt fünf „kalten Tage“ bildet am 11. Mai der Heilige Mamertus. Nach Servatius am 13. und Bonifatius am 14. Mai folgt Sophia als einzige Frau zum Finale. Laut einer aus dem Mittelalter überlieferten Bauernregel sind die Gedenktage der katholischen Bischöfe und Märtyrer gefürchtet, da sich Mitte Mai noch mal Polarluft auf den Weg machen kann. Für manche Gehölze und Pflanzen ein tödliches Phänomen, wenn das Thermometer unter null Grad sinkt. Klimawandel und regionale Unterschiede zum Trotz: Die Eisheiligen sind über Jahrhunderte im Bewusstsein geblieben und machen gemäß dieser mal mehr, mal weniger verlässlichen Wetterregel ab dem 15. Mai dem Sommer Platz.
- Zwischen Himmel und Bollerwagen
Die FRITZ-Kolumne zum Feiertag Symbolbild: Adobe Stock Es ist einer der eigentümlichsten Feiertage des Jahres: Offiziell feiern wir Christi Himmelfahrt. Inoffiziell scheint es vor allem ein Tag zu sein, an dem Menschen gemeinsam losziehen — mit Bollerwagen, Proviant und dem festen Vorsatz, das Leben für ein paar Stunden etwas leichter zu nehmen. Vielleicht entstand der Vatertag tatsächlich irgendwann aus dem Wunsch heraus, auch den Männern einen besonderen Tag zu schenken. Einen Anlass, nicht für große Gesten oder Geschenke, sondern für Zeit miteinander. Für Gespräche unterwegs, spontane Umwege und das angenehme Gefühl, gemeinsam durch den Tag zu treiben. Blumen gegen Bratwurst Der Verdacht liegt nahe, dass der Vatertag einst aus purem Neid auf den Muttertag entstanden ist. Während Mütter Blumen, Frühstück ans Bett und selbst gemalte Herzen bekommen, dachten sich viele Männer vermutlich: „Schön. Aber was ist mit Bratwurst?“ So begegnet man jedes Jahr kleinen Gruppen auf Feldwegen, an Flussufern oder zwischen Biergärten: Freunde, Väter, Brüder, Kollegen — manchmal alles zugleich. Die einen tragen den Grill, die anderen die Bluetooth-Box, und irgendwer behauptet stets, den besten Weg zu kennen. Bemerkenswert ist dabei die Großzügigkeit des Begriffs „Vatertag“: Mitfeiern dürfen auch kinderlose Freunde, Kollegen und der Nachbar, der einfach zufällig einen Bollerwagen besitzt. Die eigentliche Botschaft Und irgendwie steckt darin auch etwas sehr Deutsches: gemeinsam aufbrechen, alles ein bisschen organisieren — und am Ende trotzdem einfach den Moment genießen. Vielleicht liegt genau darin die eigentliche Botschaft dieses Tages: Für den Weg nach oben reicht manchmal ein Feldweg, gute Gesellschaft und ein kühles Getränk in der Hand.
- SPD wirft Eilers aus der Fraktion und verliert Mehrheit in Ausschüssen
Fraktionschefin Renate Geuter mit Kommentar Von Julius Höffmann Friesoythe. Die SPD Friesoythe hat Ratsherr Olaf Eilers aus der Stadtratsfraktion ausgeschlossen. Einen entsprechenden Beschluss der Fraktionsmitglieder vom vergangenen Montag bestätigte Vorsitzende Renate Geuter auf Anfrage von Fritz-online. Die Entscheidung hat erhebliche politische Folgen: Vor allem im Verwaltungsausschuss sowie in den Fachausschüssen verliert die SPD/Grünen-Gruppe damit ihre bisherige Mehrheit. Wie Geuter erläutert, sehen die Richtlinien der Partei einen solchen Schritt vor, nachdem Olaf Eilers seinen Austritt aus der SPD zum 1. April 2026 vollzogen hatte. Die Fraktionschefin hat sowohl den Betroffenen als auch die Friesoyther Stadtverwaltung schriftlich über die Entscheidung informiert. Ratsherr Olaf Eilers Zuvor habe die Fraktion mehrfach versucht, das Gespräch mit Eilers zu suchen. „Wir haben uns mehrmals bemüht, mit Olaf Eilers Kontakt aufzunehmen“, sagte Geuter. Auch zur Fraktionssitzung am vergangenen Montag sei er eingeladen worden, um Gelegenheit zur Stellungnahme zu erhalten. „Darauf hat Herr Eilers nicht reagiert.“ Eine solche Gesprächsbereitschaft sei jedoch die Mindestvoraussetzung für eine Klärung der Situation gewesen. Deshalb hätten sich die Fraktionsmitglieder letztlich klar für den Ausschluss ausgesprochen, da eine konstruktive Zusammenarbeit nicht mehr möglich erscheine. Eilers habe zudem öffentlich angekündigt, mit der neu gegründeten Wählergemeinschaft "Freie Friesoyther Wähler“ (FFW) zur Kommunalwahl anzutreten und einen eigenen Wahlvorschlag einzureichen. Ob dies bereits offiziell erfolgt sei, „ist mir nicht bekannt“, so die SPD-Fraktionsvorsitzende. Wahlvorschläge können noch bis zum 20. Juli bei der Stadtverwaltung eingereicht werden. Spätestens zu diesem Zeitpunkt hätte nach Parteiangaben ohnehin der sogenannte Unvereinbarkeitsbeschluss gegriffen. Geuter betont, die gesamte Vorgehensweise sei „sauber und rechtskonform“ abgearbeitet sowie dokumentiert worden. Sie habe sich mehrfach rechtlich abgesichert. Mit rund 30 Jahren Erfahrung als Ratsfrau – davon seit 2008 als Fraktionsvorsitzende – kenne sie die entsprechenden Richtlinien genau. Dass die SPD/Die Grünen-Fraktion mit dem Ausschluss ihre Mehrheit in den Ausschüssen verliert, sei der Fraktion bekannt gewesen. „Das war und ist uns durchaus bewusst“, erklärte Geuter. Dennoch habe man sich entschieden, „mit der Situation sauber umzugehen“. Bislang verfügte die SPD/Grünen-Fraktion in den Fachausschüssen über eine Mehrheit von 7 zu 5 Stimmen. Künftig wird es dort ein Patt von 6 zu 6 Stimmen geben. Auch im wichtigen Verwaltungsausschuss entsteht nun ein Gleichstand von 4 zu 4 Stimmen. Im Friesoyther Stadtrat verfügen die SPD/Die Grünen über 16 Stimmen, die CDU/FDP über 15 Stimmen. Hinzu kommt der Bürgermeister und in Zukunft Olaf Eilers als fraktionsloses Mitglied mit jeweils einer Stimme. Trotz der neuen Kräfteverhältnisse verweist Geuter auf die in den vergangenen Jahren vielfach konstruktive Zusammenarbeit mit der CDU/FDP-Fraktion. Viele Entscheidungen seien fraktionsübergreifend getroffen worden. Kommentar von Julius Höffmann Politische Klarheit hat ihren Preis Die SPD Friesoythe hat mit dem Ausschluss von Olaf Eilers ein deutliches Signal gesetzt – und dafür bewusst einen hohen politischen Preis in Kauf genommen. Denn mit dem Verlust der Mehrheiten in Ausschüssen schwächt sich die Fraktion selbst. Trotzdem war die Entscheidung am Ende wohl alternativlos. Wer aus einer Partei austritt, gleichzeitig aber politische Konkurrenz in Form einer neuen Wählergemeinschaft organisiert, muss mit einer Konsequenz rechnen. Für Olaf Eilers war diese Reaktion vermutlich keine Überraschung. Politik lebt von Vertrauen, Verlässlichkeit und gemeinsamer Linie. Genau dieses Fundament scheint zwischen beiden Seiten endgültig zerstört gewesen zu sein. Für Friesoythe bedeutet das eine neue politische Realität. Entscheidungen werden künftig stärker von Kompromissen abhängen. Das muss nicht zwangsläufig schlecht sein. Wenn alle Beteiligten den angekündigten konstruktiven Kurs ernst nehmen, könnte aus der neuen Kräftebalance sogar eine sachorientiertere Ratsarbeit entstehen. Dass das funktionieren kann, haben die Fraktionen bereits in der jüngsten Vergangenheit bewiesen. Die eigentliche Bewährungsprobe beginnt allerdings erst jetzt: Die SPD muss zeigen, dass sie auch ohne komfortable Mehrheit handlungsfähig bleibt. Und Olaf Eilers muss beweisen, dass hinter den „Freien Friesoyther Wählern“ mehr steckt als persönlicher Protest gegen die alte politische Heimat.
- Hohefeld: In alter Grundschule entwickelt sich neues Dorfleben
mit Kommentar Das Schild "Grundschule Hohefeld" hängt noch und erinnert an frühere Zeiten. Die Vorstandsmitglieder (von links) Bernd Hardenberg, Marianne von Garrel und Alfons von Garrel sowie Fitness- und Tanzlehrerin Dana Marcussen stellten die neue Nutzung des neuen Gebäudes vor. Altenoythe/Hohefeld. „Hier pulsiert das Leben“, gerät Marianne von Garrel bei der Vorstellung der renovierten alten Grundschule in Altenoythe/Hohefeld regelrecht ins Schwärmen. Wo früher unterrichtet wurde, sei heute ein lebendiger Treffpunkt für alle Generationen entstanden. Stimmt: Im ehemaligen Lehrerzimmer befindet sich inzwischen eine moderne Küche, in den früheren Klassenräumen wird getanzt, geturnt und gemeinsam gefeiert. Gleich nebenan treffen sich Vereine, Gruppen und Clubs zum Kaffee und Klönen, in der Kühlkammer stehen Getränkekisten. Die 1. Vorsitzende des Vereins Freunde und Förderer der Grundschule Hohefeld e. V. blickt gemeinsam mit ihren Vorstandskollegen Alfons von Garrel und Bernd Hardenberg auf eine bemerkenswerte Entwicklung des rund 100 Jahre alten Gebäudes zurück. Der Blick nach vorne Zunächst aber richtet sich der Blick nach vorne in die nahe Zukunft: Zu den nächsten Planungen gehört ein inklusiver Mehrgenerationen-Spielplatz mit naturnahen Aufenthaltsmöglichkeiten, ein Großprojekt, das zeitnah realisiert werden soll. Kosten der ambitionierten Maßnahme: rund 55 000 Euro. Fördersummen der Stadt, des Landkreises, der Banken, der Kleebaumstiftung, Gelder aus dem Leaser-Programm sowie eine große Portion Eigenleistung machen die Umsetzung möglich. Die ehemalige Grundschule Hohefeld. Fotos: Höffmann "Vatertagstour" mit Pommes und Bratwurst Doch alleine durch Fördermaßnahmen könnten die entstehenden Kosten nicht gedeckt werden. Rund 12000 - 15000 Euro müsse der Verein jährlich aufbringen (Unterhaltung, Heizung, Strom, Wasser, Versicherung). Dies sei durch die Mieteinnahmen der Fitnessangebote und Wohnungsvermietung sowie mit den Einnahmen von Veranstaltungen möglich. So zum Beispiel auch am kommenden Donnerstag, wenn bei Pommes und Bratwurst zur Vatertagstour mit "Boxenstopp" eingeladen wird. Der Blick zurück: Vom Protest zur starken Dorfgemeinschaft Seit 2004 engagiert sich der Verein für den Erhalt der Grundschule und die Förderung des Dorflebens. Gegründet wurde er einst als Reaktion auf die damals diskutierte Schließung der Schule. Über viele Jahre entstand daraus eine starke Gemeinschaft aus engagierten Mitgliedern und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Neue Aufgabe nach der Schulschließung Als die Grundschule schließlich zum 1. August 2020 geschlossen wurde, stand der Verein vor einer richtungsweisenden Entscheidung. Statt sich aufzulösen, nahm er eine neue Herausforderung mit einem neuen Satzungszweck an: den Erhalt und die sinnvolle Nachnutzung. Das Konzept eines naturnahen, inklusiven Mehrgenerationenortes für Jung und Alt entwickelte sich und stieß auf Akzeptanz. Im Juli 2023 verkaufte die Stadt Friesoythe das Gebäude schließlich für den symbolischen Preis von einem Euro an den Förderverein. Ehrenamtliches Engagement bringt neues Leben ins Haus Zahlreiche Ehrenamtliche investierten unzählige Stunden in die Sanierung und Belebung des Hauses. Innerhalb kurzer Zeit wurden Garagen für das Zeltlagerteam hergerichtet, eine Wohnung renoviert und vermietet, ein barrierefreier Zugang geschaffen sowie Möbel und Ausstattung organisiert. Auch Traditionen wie der St.-Martinsumzug kehrten zurück. 2024: Die ehemalige Schule wird zum Treffpunkt 2024 nahm das Projekt richtig Fahrt auf. Rund 20 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer arbeiteten nahezu durchgehend an der ehemaligen Schule. Es wurden Bodenbeläge verlegt, Wände geöffnet, Wasser- und Abwasserleitungen erneuert, Elektrik modernisiert sowie Küchen eingebaut. Zusätzlich entstanden eine Veranda mit barrierefreiem Zugang und neue Aufenthaltsbereiche im Außenbereich. Dana Marcussen bietet in den früheren Klassenzimmern regelmäßige Tanzkurse, Yoga und Pole-Moves an. Heute wird das Gebäude fast täglich genutzt. Zum Angebot gehören unter anderem Yoga, Kinderturnen, Poledance sowie Sport- und Kursangebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die von Dana Marcussen und Claudia Schlörmann (pole-moves.de) professionell angeboten werden. Hinzu kommen private Familienfeiern, Klassentreffen, Grillabende und Weihnachtsfeiern. 2025: Weitere Investitionen und mehr Planungssicherheit Die positive Entwicklung spiegelt sich auch in den Mitgliederzahlen wider, berichtet der Vorstand im Gespräch mit fritz-online: Während nach der Schulschließung nur noch rund 30 Mitglieder aktiv waren, zählt der Verein inzwischen etwa 110 Unterstützerinnen und Unterstützer. Auch 2025 wurde weiter investiert. Zu den umgesetzten Projekten gehören unter anderem eine behindertengerechte WC-Anlage, Brandschutzmaßnahmen, Pflasterarbeiten, die Fertigstellung der Elektrik sowie die Gestaltung des Außengeländes mit Baumbank, Sandkasten und neuem Geräteschuppen. Zudem sorgt die Aufnahme in die Förderrichtlinien für Dorfgemeinschaftshäuser der Stadt Friesoythe seit Februar 2025 für zusätzliche Planungssicherheit. Kommentar Von Julius Höffmann Mitten im Leben Was in Hohefeld entstanden ist, verdient mehr als nur anerkennende Worte. Die ehemalige Grundschule ist nicht einfach nur saniert worden – sie wurde mit Herzblut, Ideenreichtum und unzähligen ehrenamtlichen Stunden neu zum Leben erweckt. Dort, wo einst das Ende einer Schule drohte, wächst heute ein Ort der Begegnung, der Gemeinschaft und des Zusammenhalts. Gerade in Zeiten, in denen vielerorts über schwindendes Ehrenamt und fehlendes Miteinander geklagt wird, setzt Hohefeld ein starkes Zeichen. Die engagierten Bürgerinnen und Bürger haben gezeigt, was möglich ist, wenn Menschen gemeinsam Verantwortung übernehmen und an ihre Dorfgemeinschaft glauben. Ohne großes Aufheben, aber mit beeindruckender Tatkraft. Das Projekt beweist: Eine starke Gemeinschaft kann etwas bewegen. Sie kann Leerstand verhindern, Traditionen bewahren und gleichzeitig neue Perspektiven schaffen. Aus einem ehemaligen Schulgebäude ist Schritt für Schritt ein offener Treffpunkt für alle Generationen geworden – mitten im Leben. Genau solche Orte braucht der ländliche Raum: Plätze, an denen Gemeinschaft nicht nur beschworen, sondern tatsächlich gelebt wird. So kann es gelingen.
- Böseler Rat besucht Baumschule Bruns in Bad Zwischenahn
Mit dem Rasenmähertrecker ging es durch die langen Wege der Baumschule. Fotos: privat Bösel (pi). Warum besucht der Böseler Gemeinderat die Baumschule Bruns in Bad Zwischenahn? Es war 2020, als die Gemeinde Bösel mit der Baumschule einen Deal festmachte: Sie entnimmt an der Hermann-zur-Lage-Straße in Hülsberg ca. 120 Kupfer-Felsenbirnen, die in der Gartengestaltung sehr beliebt sind und pflanzt stattdessen Obst- und Vogelnährbäume an. Das gefiel damals nicht allen, denn es handelte sich um einen Windschutzstreifen, der seinerzeit vom Siedlungsamt angepflanzt wurde und im Frühjahr namensgebend blüht. Nun lud die Baumschule den Gemeinderat ein, damit der sich über den Fortschritt erkundigen konnte. Die Felsenbirne muss nämlich „aufgeschult“ werden. Das dauert mehrere Jahre, bevor sie in Schirmform verkauft werden kann. Die Baumschule Bruns verfügt über 600 Hektar Produktionsfläche rund um das Zwischenahner Meer. An zwei Betriebsstandorten gab es einen Überblick über ein breitgefächertes Sortiment an hochwertigen Laub- und Nadelgehölzen, Alleebäumen, Solitärpflanzen, Formgehölzen und Rhododendren. Ein Stopp legte man beim Betriebsstandort in Ohrwege ein, wo viele der in Hülsberg entnommenen Kupfer-Felsenbirnenbäume stehen. Mit dem Rasenmähertrecker ging es auch durch den Rhododendronpark Gristede, den die Gäste in voller Blüte genießen konnten. Bürgermeister Hermann Block (3.v.l.) überreichte einen Präsentkorb an Jan-Dieter Bruns (links) und Ehefrau Maria sowie Sohn und Geschäftsführer Jan-Gerd Bruns. Zuvor gab es im Verwaltungsgebäude einen Empfang für die Böseler, die sich in einem Film über die 150-jährige Firmengeschichte (seit 1876) informieren konnten, genauso lang wie die politische Gemeinde Bösel. Das Jubiläum wird übrigens von der Böseler Big Band Bösel musikalisch begleitet (wie bereits vor 25 Jahren). Bürgermeister Hermann Block überreichte als Dankeschön für die Gastfreundschaft einen Präsentkorb mit dem EUBO an Jan-Dieter Bruns (geschäftsführender Gesellschafter), seiner Frau Maria sowie Sohn und Geschäftsführer Jan-Gerd Bruns. Den gesellschaftlichen Abschluss der Informationstour bildeten ammerländische Vesper-Spezialitäten in einer Blockhütte.
- Auffälliger Sportwagen in Friesoythe gestohlen
Symbolfoto: Adobe Stock Friesoythe. In der Zeit zwischen Donnerstag, 7. Mai 2026, und Freitag, 8. Mai 2026, stahlen bislang unbekannte Täter einen hochwertigen Sportwagen vom Gelände eines Autohauses an der Elbestraße in Friesoythe. Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen schwarzen Mercedes Benz R 1 GT AMG. Die genauen Umstände des Diebstahls sind derzeit Gegenstand der Ermittlungen. Die Polizei bittet Zeugen, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich der Elbestraße beobachtet haben – insbesondere bereits vor dem 7. Mai 2026 – sich bei der Polizei Cloppenburg unter 04471/18600 zu melden. Baustellencontainer aufgebrochen Unbekannte Täter verschafften sich zwischen Freitag, 8. Mai 2026, 9 Uhr, und Montag, 11. Mai 2026, 6 Uhr, Zutritt zu einer umzäunten Baustelle an der Gehlenberger Kirchstraße in Friesoythe. Dort brachen sie einen Baustellencontainer gewaltsam auf und entwendeten verschiedene Werkzeuge. Hinweise nimmt die Polizei Friesoythe unter 04491/93390 entgegen. Schwerer Verkehrsunfall mit E-Scooter-Fahrerin Am Montagmorgen, 11. Mai 2026, kam es gegen 8:25 Uhr auf dem Niedersachsenring in Friesoythe zu einem schweren Verkehrsunfall. Ein 88-jähriger Autofahrer aus Friesoythe wollte in einen Kreisverkehr in Richtung Böseler Straße einfahren und übersah nach bisherigen Erkenntnissen eine von links kommende 24-jährige E-Scooter-Fahrerin. Bei dem Zusammenstoß wurde die junge Frau nach weiteren Polizeiangaben schwer verletzt. Sie wurde mit einem Rettungswagen in ein umliegendes Krankenhaus gebracht. Frontscheibe eines Baustellenfahrzeugs beschädigt Zwischen Freitag, 8. Mai 2026, und Montag, 11. Mai 2026, beschädigten unbekannte Täter die Frontscheibe eines Baustellenfahrzeugs auf einer Baustelle an der Straße Auf dem Sande in Friesoythe. Die Polizei Friesoythe bittet Zeugen, sich unter 04491/93390 zu melden. Leitungen an LKW-Anhängern durchtrennt Barßel. In Barßel beschädigten unbekannte Täter zwischen Sonntag, 10. Mai 2026, 19 Uhr, und Montag, 11. Mai 2026, 8 Uhr, mehrere Fahrzeuge auf einem Parkplatz an der Deichstraße. Die Täter durchtrennten die Leitungen für Druckluft- und Lichtsteuerung von zwei Anhängern sowie einer Zugmaschine. Hinweise nimmt die Polizei Barßel unter 04499/922200 entgegen.
- 50 Jahre Tennis in Bösel: Jubiläum mit Emotionen, Ehrungen und Starbesuch
Einlauf von Dustin Brown durch ein Tenniskinder-Spalier auf der Böseler Tennisplatzanlage. Bösel (pi). „23 Jahre lang ist es ihm gelungen, den Tennisverein mit großem Engagement, Weitsicht und Kontinuität erfolgreich zu führen und nachhaltig weiterzuentwickeln.“ Mit diesen Worten würdigte Bürgermeister Hermann Block am Tag des Jubiläums Frank Holubek, der den Verein über Jahrzehnte entscheidend geprägt habe. Innerhalb des Vereins genieße Holubek große Anerkennung und sei bei den Mitgliedern schlicht als „Präsi“ bekannt – ein Ausdruck seiner engen Verbundenheit mit Verein und Mitgliedern. Auch die Modernisierung und Weiterentwicklung der Tennisanlage im Jahr 2025, die zugleich Grund für die Verschiebung der Jubiläumsfeier um ein Jahr war, trage deutlich seine Handschrift. Bürgermeister Hermann Block (links) und der 2. Vorsitzende des Tennisvereins, Thomas Plaggenborg-Schötzel (rechts), zeichneten Frank Holubek aus Ehrennadel für außergewöhnliches Engagement Ein besonderer Dank galt zudem Holubeks Ehefrau Susanne, die ihm über viele Jahre den nötigen Rückhalt für seinen außergewöhnlichen Einsatz gegeben habe. Bereits im vergangenen Jahr hatten die Mitglieder Frank Holubek zum „Sportler des Jahres“ gewählt. Im Rahmen der Feier erhielt er nun aus den Händen von Bürgermeister Hermann Block sowie des zweiten Vorsitzenden Thomas Plaggenborg-Schölzel die silbervergoldete Ehrennadel des Tennisverbandes Niedersachsen-Bremen. Familienfest mit Spiel, Spaß und Tombola Auf der Tennisanlage herrschte den ganzen Tag über buntes Treiben. Für Jung und Alt hatte der Verein ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm organisiert. Besonders die Kinder kamen voll auf ihre Kosten: Eine große Hüpfburg sorgte für ausgelassene Stimmung, während bei einer Kinder-Olympiade mit zahlreichen Spielstationen viele Preise gewonnen werden konnten. Großen Zuspruch fand auch die umfangreiche Tombola mit attraktiven Gewinnen, die den ganzen Tag über zahlreiche Besucher anzog. Alle Vereinsvorstände und der Initiator: Peter Schifferli, Hans-Jürgen Mühlhaus, Alfons Fennen, Frank Holubek, Reinhard Lanfer, Daniel Ludwig und Willibald Stolle (von links). Fotos: Martin Pille Ehemalige Vorsitzende blicken auf Vereinsgeschichte zurück Ein besonderer Moment des Tages war das Treffen aller bisherigen Vorsitzenden des Vereins. Gemeinsam blickten Hans-Jürgen Mühlhaus, Peter Schifferli, Willibald Stolle, Reinhard Lanfer, Daniel Ludwig und Frank Holubek zusammen mit Initiator Alfons Fennen auf fünf Jahrzehnte Vereinsgeschichte, sportliche Erfolge und viele gemeinsame Erinnerungen zurück. Stargast Dustin Brown mit knallhartem Aufschlag Dustin Brown begeistert die Zuschauer Für ein sportliches Highlight sorgte der ehemalige Tennisprofi Dustin Brown, der durch ein Spalier von Tenniskindern auf die Anlage einlief. Der charismatische Publikumsliebling ist vor allem für seine spektakuläre Spielweise bekannt und sorgte in seiner Karriere mehrfach international für Aufsehen. Zu seinen größten Erfolgen zählen die Siege gegen den damaligen Weltranglistenersten Rafael Nadal in Halle 2014 sowie in Wimbledon 2015. Darüber hinaus gewann Brown mehrere ATP- und Challenger-Titel und galt über viele Jahre als einer der unterhaltsamsten Spieler auf der Profitour. In Bösel zeigte Brown bei Schaukämpfen gegen regionale Tenniscracks eindrucksvoll sein Können und ließ seinen Gegnern kaum eine Chance. Mit spektakulären Ballwechseln und seiner lockeren Art begeisterte er die zahlreichen Zuschauer. Besonderes Erinnerungsfoto zum Jubiläum Ein weiteres Highlight war das große Drohnenfoto, auf dem sich möglichst viele Mitglieder des Vereins gemeinsam versammelten. Das besondere Erinnerungsbild soll auch künftig an das Jubiläumsfest und die lange Vereinsgeschichte erinnern. Vorstand zieht positives Fazit Der Vorstand zeigte sich am Ende der Veranstaltung hochzufrieden. Das Jubiläum habe einmal mehr gezeigt, wie lebendig das Vereinsleben in Bösel sei und welchen hohen Stellenwert der Tennissport in der Gemeinde habe. Die 50 - das Drohnenfoto zum besonderen Jubiläum als Erinnerung
- Ein Weihnachtsgeschenk mit Nervenkitzel
Der 13-jährige Leon zeigte sein Können im Match gegen Dustin Brown. Foto: Edeltraud Nordenbrock Bösel. Für den 13-jährigen Leon Janzen dürfte sich am Jubiläumstag des 50-jährigen Bestehens des Tennisclubs wohl ein kleiner großer Tennistraum erfüllt haben. Seine Eltern hatten dem talentierten Nachwuchsspieler zu Weihnachten ein ganz besonderes Geschenk gemacht: ein zehnminütiges Match gegen den ehemaligen Tennisprofi Dustin Brown, der zum Jubiläumsfest den Böseler Tennisverein besuchte (siehe aktuelle Berichterstattung). Vor großer Kulisse und zahlreichen Zuschauern betrat Leon mutig den Platz – und zeigte schnell, dass er sich von großen Namen nicht einschüchtern lässt. Mit viel Ehrgeiz, schnellen Ballwechseln und manchem gelungenen Schlag hielt der junge Tennisfan den Ex-Profi zeitweise ordentlich auf Trab. Dustin Brown nahm die Herausforderung mit sichtlichem Spaß an und hatte sichtlich Freude daran, mit dem Nachwuchstalent einige spektakuläre Ballwechsel zu liefern. Für Leon dürfte am Ende vor allem eines bleiben: ein unvergessenes Match , von dem noch lange erzählt werden wird.
- Neue Selbsthilfegruppe
Kampe (cl). Am Dienstag, 9. Juni, um 19 Uhr gründet sich im Haus der Begegnung, Schulweg 16 in Friesoythe/Kampe eine neue Selbsthilfegruppe für Menschen mit Ängsten, Depressionen und psychischen Belastungen. Ziel der Gruppe ist es, Betroffenen einen geschützten Raum für Austausch, gegenseitige Unterstützung und neue Perspektiven zu bieten. Immer mehr Menschen leiden unter Ängsten, Erschöpfung oder depressiven Phasen. Dennoch fühlen sich viele mit ihren Sorgen allein oder scheuen den Schritt, offen darüber zu sprechen. Die neue Selbsthilfegruppe möchte genau hier ansetzen und zeigen: Niemand muss diesen Weg allein gehen. Die Treffen richten sich an Erwachsene jeden Alters, die sich in einer belastenden Lebenssituation befinden oder bereits länger mit Ängsten und Depressionen leben. Im Mittelpunkt stehen offene Gespräche, gegenseitige Unterstützung sowie der gemeinsame Umgang mit Herausforderungen des Alltags. Die Teilnahme an der Selbsthilfegruppe ist freiwillig, kostenlos und vertraulich. Anmeldung und Informationen zu dieser Gruppe unter info@selbsthilfe-cloppenburg.de oder unter 04471/185872
- Verfolgungsjagd und Brand: Polizei und Feuerwehr in Friesoythe gefordert
Symbolfoto: Adobe Stock Jugendliche flüchten mit schnellen E-Scootern vor Polizei Am Sonntagnachmittag war die Polizei im Friesoyther Innenstadtbereich gefordert. Zwischen 13.30 Uhr und 15.30 Uhr fielen einer Streifenwagenbesatzung drei Jugendliche auf E-Scootern auf, die deutlich schneller als die erlaubten 20 km/h unterwegs waren. Als die Beamten die Jugendlichen kontrollieren wollten, flüchtete das Trio mehrfach vor der Polizei. Dabei sollen die Jugendlichen die eingesetzten Beamten mit beleidigenden Worten sowie obszönen Gesten verhöhnt haben. Gegen 15.30 Uhr gelang es den Beamten schließlich, einen 16-jährigen Friesoyther in einer Passage zwischen dem Forum und der Willohstraße zu stoppen. Dabei musste nach Polizeiangaben einfache körperliche Gewalt angewendet werden, um die Weiterfahrt zu verhindern. Die beiden weiteren Fahrer entkamen unerkannt. Nach Polizeiangaben war der genutzte E-Scooter technisch in der Lage, bis zu 50 km/h zu fahren. Für das Fahrzeug lagen nach weiteren Angaben weder eine gültige Betriebszulassung noch ein Versicherungsnachweis vor. Zahlreiche Passanten verfolgten den Vorfall in der belebten Innenstadt. Die Polizei leitete mehrere Strafverfahren ein, unter anderem wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie Beleidigung. Der Jugendliche wurde anschließend an seine Erziehungsberechtigten übergeben. Carportbrand im Schulweg Am Sonntagabend wurde die Freiwillige Feuerwehr Friesoythe gegen 19 Uhr zu einem Brand auf dem Gelände einer Firma im Schulweg alarmiert. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei geriet zunächst ein Container unterhalb eines Carports in Brand. Das Feuer breitete sich anschließend auf das Carport sowie eine angrenzende Hecke aus. Rund 50 Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten den Brand schließlich unter Kontrolle bringen und eine weitere Ausbreitung verhindern. Ein Anwohner hatte zuvor versucht, das Feuer eigenständig zu löschen. Er erlitt dabei vermutlich eine Rauchgasintoxikation und wurde vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Zur genauen Brandursache sowie zur Höhe des entstandenen Sachschadens liegen derzeit noch keine Informationen vor.









