top of page

Suchergebnisse

261 Ergebnisse gefunden mit einer leeren Suche

  • Polizei registriert zahlreiche Verstöße im Straßenverkehr

    Mit diesem Fahrzeug war der 15-Jährige unterwegs. Foto: Polizei Friesoythe/Barßel . Einsatzkräfte der Polizei Friesoytheführten am vergangenen Montag zwischen 13 und 21 Uhr umfangreiche Schwerpunktkontrollen im Zuständigkeitsbereich des Polizeikommissariats Friesoythe durch. Im Mittelpunkt standen dabei mobile und stationäre Verkehrskontrollen mit den Schwerpunkten Geschwindigkeit, Fahrtüchtigkeit, Vorfahrt sowie das Verhalten von Fahrradfahrenden. Im Verlauf des Einsatzes kontrollierten die Beamtinnen und Beamten mehr als 60 Verkehrsteilnehmende. Dabei wurden nach Angaben der Polizei insgesamt 24 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet, unter anderem wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen, Gurtverstößen und der verbotswidrigen Nutzung von Mobiltelefonen während der Fahrt. Zudem leitete die Polizei zwei Strafverfahren ein. In zwei Fällen wurde die Weiterfahrt untersagt. Besondere Aufmerksamkeit erregte ein Vorfall gegen 15.20 Uhr in Barßelermoor. Dort fiel den Einsatzkräften ein 15-jähriger Jugendlicher aus Barßel auf, der mit einem trikeähnlichen Fahrzeug die Hauptstraße befuhr. Bei dem Gefährt handelte es sich um ein BMX-Fahrrad, das mit einem selbst angebauten Rasenmähermotor ausgestattet war. Nach Angaben der Polizei erreichte das umgebaute Fahrzeug eine Geschwindigkeit von rund 55 km/h und verfügte über keinen erforderlichen Versicherungsschutz. Als die Beamten den Jugendlichen kontrollieren wollten, versuchte dieser zunächst, sich der Maßnahme durch Flucht zu entziehen. Im weiteren Verlauf der Kontrolle gab der 15-Jährige zudem falsche Personalien an. Entsprechende strafrechtliche Konsequenzen wurden eingeleitet.

  • Umwelttag 2026: Friesoythe sammelt Müll für eine saubere Stadt

    Die Stadt Friesoythe lädt wieder zum Umwelttag ein. Symbolbild: Adobe Stock Friesoythe . Die Stadt Friesoythe ruft auchin diesem Jahr wieder zum gemeinsamen Einsatz für Umwelt- und Naturschutz auf. Am Samstag, 14. März, findet der jährliche Umwelttag statt. Eingeladen sind alle Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Schulen, Kindergärten sowie ortsansässige Unternehmen, sich an der Müllsammelaktion zu beteiligen. Ziel der Aktion ist es, öffentliche Flächen, Grünanlagen, Wegeränder und Landschaftsräume von achtlos weggeworfenem Abfall zu befreien und damit aktiv Verantwortung für die Umwelt zu übernehmen, heißt es in der Pressemitteilung der Verwaltung. Der gesammelte Müll kann am Aktionstag von 12 bis 16 Uhr an den eingerichteten Sammelplätzen abgegeben werden. Diese befinden sich in Edewechterdamm (Altenoyther Straße 150), Friesoythe (Am Klärwerk 2), Gehlenberg (Mühlenstraße 5a), Markhausen am Marktplatz sowie in Thüle (Thüler Kirchstraße 2). Um eine möglichst flächendeckende Beteiligung zu ermöglichen, stellt die Stadt Friesoythe erneut eine digitale Umweltkarte unter umweltkarte.friesoythe.net zur Verfügung. Dort können Einzelpersonen, Gruppen und Vereine eintragen, welche Bereiche sie während der Aktion übernehmen möchten. Bürgermeister Sven Stratmann hofft auf eine breite Unterstützung aus der Bevölkerung: „Unsere Umwelt zu schützen und sie für kommende Generationen zu erhalten, ist eine Aufgabe, zu der wir alle beitragen können – am Umwelttag ebenso wie im Alltag.“ Begleitend zur Aktion bittet die Stadt um Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit. Teilnehmende sind eingeladen, ihre Eindrücke in Form von Fotos festzuhalten und diese per E-Mail an klimaschutz@friesoythe.de zu senden.

  • Pfarrheim gerettet: Neuscharreler Bürger schreiben Geschichte

    Von Claudia Wimberg Spende: Rüdiger Mai, Annegret Ewen, Stefanie Hanekamp und Maria Olliges (von links) überreichen im Namen des Neuscharreler Gemeindeausschusses einen Scheck an Maria Reiners (Zweite von rechts). Foto: Marcel Meemken Neuscharrel . Bürokratische Hürden glichen manches Mal einem Buch mit sieben Siegeln, aber auf Sand hat der Verein „Use Dörp Neischarrel“ am Ende nicht gebaut. So machten die Mitglieder drei Kreuze, als sie das Pfarrheim ihres Ortes nach sechs Jahren nun offiziell von der Kirchengemeinde St. Marien Friesoythe übernehmen konnten. Vorsitzende Maria Reiners und Pfarrer Christoph Winkeler besiegelten die Vereinbarung während einer kleinen Feierstunde per Handschlag und Zahlung des symbolischen Kaufpreises von einem Euro.   „Ein Novum“, verwies Reiners auf das Alleinstellungsmerkmal im Offizialatsbezirk, das für andere Gemeinden richtungsweisend sein könne. Wie berichtet, schlossen sich engagierte Dorfbewohner zusammen, um das in die Jahre gekommene und aus Sicherheitsgründen in Teilen stillgelegte Gebäude zu retten. Mit der Kirchengemeinde wurden verschiedene Varianten erörtert sowie Kosten ermittelt, bevor es zur Gründung des gemeinnützigen Vereins und schließlich zum Kaufangebot kam. Nach zähen Beratungen fanden die Vertragsunterzeichnungen im Sommer 2025 statt.   Handschlag: Pfarrer Christoph Winkeler und Vereinsvorsitzende Maria Reiners besiegeln die Übergabe. Foto: Hans Werner Insgesamt sind für die Sanierung rund 380 000 Euro zu schultern und Maria Reiners erinnerte in diesem Zusammenhang an Veranstaltungen, Spenden und Sponsoren, die bereits Geld in die Kasse des rund 100-Mitglieder-starken Vereins fließen ließen. „Wir können allen Förderern und Unterstützern des Projekts immer wieder nur herzlich danken“, unterstrich die Vorsitzende.   Weitere Mittel seien für die Verwirklichung der Pläne erforderlich und in diesem Zusammenhang auch Förderanträge gestellt worden. Die Bescheide stünden noch aus. Liegen sie vor, „können die Handwerker mit ihrer Arbeit beginnen“, so Reiners und zeigt sich mit einem Goethe-Zitat insgesamt zuversichtlich: „Auch mit Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas Schönes bauen.“   Baumaßnahmen stellen Bistümer und Kirchengemeinden angesichts tiefgreifender Veränderungen und finanzieller Engpässe dagegen vielfach vor unlösbare Schwierigkeiten. Somit freute sich Pfarrer Winkeler, dass sich St. Marien um die Zukunft des Neuscharreler Pfarrheims keine Gedanken mehr machen muss. Das Vorhaben stünde unter einem „guten Stern“ und für die Realisierung wünschte er allen Beteiligten Zuversicht und Erfolg.   Soll saniert werden: Das in die Jahre gekommene Neuscharreler Pfarrheim. Foto: cl Nach Fertigstellung soll das „Dörpshus“ ein Treffpunkt für alle Generationen und Vereine werden „und für die Kirche ein verlässlicher Ort der Begegnung und des Wirkens“, sagte Maria Reiners und konnte noch während der Feierstunde einen weiteren Scheck vom Gemeindeausschuss entgegen nehmen, der den Erlös seines „Suppentages“ übergab.

  • FRITZ-Kolumne: Heiligabend und die Nordfrautanne

    Kolumne an Heiligabend Von Julius Höffmann Die Nordmanntanne gilt als Liebling in deutschen Weihnachtshaushalten. Foto: Adobe Stock Sagen wir es, wie es ist: Diese Tanne nadelt nicht. Sie wirft nichts hin, sie wirft nichts um, sie wirft höchstens Schatten auf alte Familienkonflikte. Wochenlang steht sie da, mit Lichterketten umwickelt wie ein schlecht gefesselter Weihnachtsbraten, behängt mit Kugeln in Farben, die im Baumarkt vermutlich als „ungewöhnlich“ gelten. Und was macht sie? Nichts. Sie steht. Ruhig. Stabil. Würdevoll. Ist Raclette ein Essen? Während um sie herum diskutiert wird, ob Raclette wirklich ein Essen oder nur geschmolzene Verzweiflung ist, während jemand „Last Christmas“ zu früh abspielt und jemand anderes zu spät explodiert – bleibt sie einfach sie selbst. Das ist keine Nordmanntanne. Das ist emotionale Reife auf Nadeln. Eine Nordfrautanne , wenn man ehrlich ist. Symbolfoto: Adobe Stock Verlässlich wie Omas Plätzchen Sie braucht Wasser, ja. Aber Aufmerksamkeit? Nein. Lob? Auch nicht. Sie trägt alles, schweigt über alles und lässt sich nicht einmal anmerken, dass sie seit drei Wochen schief angeschaut wird, weil sie angeblich „diesmal kleiner wirkt als letztes Jahr“. Zuverlässig ist sie. Wie Omas Plätzchen. Allerdings ohne Rosinen, die niemand wollte. Nordfrau klingt nach Kompetenz Benannt wurde die Klassiker-Tanne nach Alexander von Nordmann, Botaniker, Mann, 19. Jahrhundert. Natürlich. Damals bekamen Bäume noch Männernamen. Geschichte eben. Ordnung. Schublade auf, Baum rein. Fertig. Dabei hätte „Nordfrautanne“ so viel besser gepasst. Klingt nach Kompetenz. Nach Wärme. Nach jemandem, der den Überblick behält, während andere schon wieder Geschenkpapier suchen, das wirklich nachhaltig ist. Gleichstellung Vielleicht ist es Zeit für ein Rebranding. Gleichstellung im Wald. Alternativ: Nordelterntanne. Nordmanagerin. Oder einfach: Nordmenschentanne. Oder, ganz revolutionär: Weihnachtsbaum. Denn am Ende ist klar: Diese Tanne hält Weihnachten zusammen. Still. Grün. Unerschütterlich. Die Hauptrolle spielt eben oft nicht der Lauteste, sondern der, der einfach stehen bleibt. Foto: Adobe Stock FRITZ wünscht frohe Weihnachten!

  • Das Jahr bleibt zurück - aber wir gehen weiter

    Kolumne zum Jahresende Von Julius Höffmann Symbolbild: AdobeStock Kennen Sie das? Ein Jahr geht zu Ende und der Kalender fordert quasi Bilanz.  Sie denken über Erfolge und Misserfolge nach, nehmen sich vor, das eine oder andere in Zukunft zu korrigieren, vielleicht besser zu machen.  Ich glaube: Wer nur zählt, was gelungen ist und was nicht, übersieht oft das Wesentliche: Leben – und damit auch dieses Jahr – ist kein Abschlussbericht mit klaren Daten. Es ist vielmehr ein Prozess, der sich ungeordnet fortsetzt. Ich kann mir vorstellen , dass auch Ihr ganz persönliches Jahr nicht frei von Brüchen war. Unsicherheiten, Diskussionen, Müdigkeit und Momente, in denen sich unzählige Fragen stellten und genauso viele Antworten fehlten.   Wir wünschen uns Stabilität, leben aber im ständigen Wandel und müssen damit umgehen.  Diese Erkenntnis kann verunsichern – oder befreien. Denn sie erinnert uns daran, dass Stillstand keine Lösung ist und Veränderung nicht automatisch Verlust bedeutet. Philosophisch betrachtet stellt sich zum Jahresende immer auch die Frage nach Sinnhaftigkeit. Haben Sie ihn entdeckt? Den Sinn des Leben? Ihres Lebens? Nach meiner Überzeugung ist Sinn nichts, was fertig vor uns liegt.  Das Leben stellt uns Fragen – nicht umgekehrt. Trotz aller Kritik am Tempo, am Lärm, an der oft spürbaren Überforderung unserer Zeit bleibt das Fazit: Hoffnung speist sich nicht aus der Annahme, dass alles gut wird, sondern aus der Erfahrung, dass wir mit dem Unvollkommenen umgehen müssen. So endet dieses Jahr nicht mit einem Schlussstrich, sondern mit einer Fortsetzung. Nicht aus Euphorie, sondern aus Notwendigkeit. Und vielleicht ist gerade das eine Form von Zuversicht: weiterzumachen, nicht weil alles Sinn ergibt, sondern weil Leben gelebt werden will. Ich wünsche Ihnen ein gutes neues Jahr mit viel Gesundheit und möglichst vielen sinnbefreiten Momenten .

  • Neujahrs-Kolumne: Der Kofferraum des Vergessens

    Kolumne Von Julius Höffmann Die Hündin fühlte sich im Kofferraum pudelwohl und verhielt sich mucksmäuschenstill. Foto: AdobeStock Es gibt Tage , da trägt man so viele Gedanken mit sich herum, dass selbst der Kopf dringend einen zusätzlichen Raum bräuchte. Und wie ein Kofferraum wird auch dieser gelegentlich einfach zugemacht – mitsamt Inhalt. So jetzt geschehen bei einer Frau aus Friesoythe, die nur schnell einkaufen wollte. Rein ins Auto, losgefahren, zurückgekommen. Ein ganz normaler Ablauf, bis auf ein kleines Detail: Die Hündin. Normalerweise steht sie bei der Heimkehr geschniegelt vor Freude an der Haustür. Dieses Mal: nichts. Kein Wedeln, kein Jaulen, kein „Wo warst du so lange?“. Die Suche begann routiniert und endete panisch. Rufen half nicht. Keller? Leer. Das Gartentor stand offen – das Kopfkino gleich mit. Gedanken rasten schneller als jeder Einkaufswagen im Sonderangebot. In dieser Mischung aus Sorge und Zerstreutheit öffnete die Frau schließlich den Kofferraum. Und siehe da: Dort lag die vermisste Hündin. Still. Entspannt. Offensichtlich der Meinung, man könne es schlechter treffen. Kein Laut, kein Vorwurf, nur ein Blick, der sagte: Warum so aufgeregt? Die Geschichte hat ein gutes Ende, einen gehörigen Lacher im Nachhinein – und eine kleine Erkenntnis: In diesen Tagen haben wir oft einfach zu viel im Kopf. Termine, Nachrichten, To-do-Listen. Dinge werden „nebenbei“ erledigt, manchmal sogar zu gut. So gut, dass man vergisst, was – oder wer – gerade noch dabei war.

  • Sonntags-Kolumne: Badekappe statt Stall

    Kolumne am Sonntag Von Julius Höffmann Manchmal gehen sogar Kaninchen schwimmen. Vielleicht. Foto: AdobeStock Sonntage sind normalerweise entspannt. Man schlürft Kaffee, schaut in die Zeitung und denkt: „Endlich mal ein freier Tag.“ Nicht so bei Timmy. Timmy ist acht, hat zwei Kaninchen – Möhre und Hoppel – und nimmt seine Aufgabe als Kaninchen-Pflegeprofi sehr ernst. Streicheleinheiten? Check. Bestes Futter? Check. Tägliche Außenpatrouillen auf dem heimischen Rasen? Doppel-Check. Die beiden Kaninchen leben wie kleine royale Mitbewohner: Ihr Pelz glänzt, die Ohren stehen auf Empfang, und Timmy schwört, dass sie ihn heimlich anlachen, wenn er nicht hinschaut. Alles könnte also idyllischer kaum sein, bis zu diesem einen Sommertag, der alles verändern sollte. Timmy bekam von seiner Familie eine besondere Mission. Etwas, das er sonst nie durfte: den Gartenschlauch bedienen. Ja, richtig gehört. Der Gartenschlauch! Sogar mit ein paar Euro Belohnung für die Verantwortung – und die mögliche Gefahr, nass zu werden. Timmy war Feuer und Flamme, stapfte hinaus, drehte das Ventil auf, und machte sich an die Arbeit, während Möhre und Hoppel ihm neugierig vom Kaninchenstall aus zusahen. Er ließ seine pelzigen Majestäten kaum aus dem Auge, denn er spürte ein gewisses Unbehagen. Er wusste, wie sehr seine Familie einen leckeren Sonntagsbraten liebte. Doch für einen Moment mag er wohl nicht konzentriert genug gewesen sein. Denn als Timmy nach seiner heroischen Schlauchaktion zurückkam, war der Kaninchenstall… leer. Keine Möhre, kein Hoppel. Nur ein Haufen Stroh. Timmy starrte. Die Familie starrte - zumindest scheinbar. Sogar die Gartenzwerge schienen verwirrt. Und dann entdeckte er es: Eine kleine Karte lag mitten im Stroh. Daneben lag das Fell der beiden.  Auf dem Zettel stand in krakeliger Kinderschrift: "Sind schwimmen.“ Ach sooo.

  • Steuersenkung entlastet, aber macht Essen nicht billiger

    Interview Sinken die Preise in der Gastronomie nach der Steuersenkung? Foto: Adobe Stock DeHoGa-Geschäftsführerin Weser-Ems, Hildegard Kuhlen aus Thüle, erklärt im FRITZ-Interview, warum die reduzierte Mehrwertsteuer vor allem Preissteigerungen verhindert, statt sie zu senken, welche Rolle steigende Lohn- und Betriebskosten spielen und weshalb Qualität wichtiger bleibt als der Preis. Außerdem positioniert sie sich klar gegen eine Pflicht zur Kartenzahlung und plädiert für Wahlfreiheit und Bargeld als Stück gelebter Freiheit. FRITZ: Nun ist die Mehrwertsteuersenkung in der Gastronomie vollzogen: Wird jetzt alles günstiger? Kuhlen :   Um es gleich vorweg zu nehmen: Nein, es wird nicht alles günstiger. Aber die Mehrwertsteuerreduzierung für Speisen in der Gastronomie auf 7% wird dafür sorgen, dass es nicht zu den Preissteigerungen in den Gastrospeisekarten kommt, die es ohne die Mehrwertsteuersenkung hätte geben müssen. Wenn man so will, wird dann doch alles günstiger und auch die Gäste profitieren von der Mehrwertsteuerreduzierung im Gastgewerbe.   FRITZ: Warum ist das so? Nahezu alles, was die Gastronomie benötigt, ist in der jüngsten Vergangenheit erheblich teuer geworden. Insbesondere die steigenden Lohnkosten schlagen hier deutlich  zu buche. Sie wissen, dass zum 1. Januar 2025 der Mindestlohn um 8,42% gestiegen ist. Das schlägt in der Gastronomiebranche voll durch und "frisst" einen guten Teil der Steuerreduzierung auf, so dass kein Spielraum da ist, um die Preise zu reduzieren.    FRITZ: Glauben Sie, dass die Steuersenkung langfristige positive Auswirkungen auf die Branche haben wird? Welche Folgen könnten sich hieraus ergeben? Kuhlen: Die Mehrwertsteuersenkung wird dazu beitragen, dass wir überhaupt eine vielfältige Gastronomie in unserem Lande behalten. Gastronomie ist kein einfaches Geschäft. Damit für sich und die Familie Geld zu verdienen ist mit sehr viel Arbeit und Anstrengung verbunden. Das gilt für die Mitarbeitenden in der Gastro sowie auch für die Betriebsinhaberinnen und Betriebsinhaber. Wenn am Ende sowohl für die Beschäftigten als auch für die Unternehmerinnen und Unternehmer ein kleines Plus drin ist, ist das für die ganze Branche belebend.   DeHoGa-Geschäftsführerin Hildegard Kuhlen. Foto: privat FRITZ: Restaurantbesuche sind sowieso ein relativ teures Vergnügen. Wäre die Senkung für die Branche nicht auch eine Chance, mit günstigeren Preisen mehr Gäste zu gewinnen? Kuhlen: Meines Erachtens ist über den Preis nicht viel zu machen, da ist kaum Spielraum. Die Betriebe müssen mit Qualität überzeugen und serviceorientiert sein. Gäste wollen sich wohlfühlen und umsorgt sein. Dafür sind sie auch bereit zu zahlen.   FRITZ: Anderes Thema: Was halten Sie von der politischen Diskussion über die Einführung von ausschließlichen Kartenzahlungen in der Gastronomie? Welche Vor- und Nachteile sehen Sie in dieser Maßnahme? Kuhlen: Davon halte ich gar nichts. Aus meiner Sicht sollte es weiterhin möglich sein, mit Bargeld zu zahlen. Im Idealfall entscheidet der Gast, wie er bezahlen möchte, also ob bar oder aber mit Karte. In den meisten Betrieben in unserer Region ist eine Zahlung sowohl mit Bargeld als auch per Karte möglich. Das sollte auch weiterhin so sein.   FRITZ: Gab es bereits Umstellungen oder Überlegungen, dies umzusetzen? Kuhlen: Das Thema ist immer mal wieder in der politischen Diskussion. Aus Sicht der Politik, die die Abschaffung von Barzahlungen bewirken möchte, soll so die Nachvollziehbarkeit des Zahlungsverkehrs erhöht und Geldwäsche erschwert werden. Allerdings ist zu bedenken, dass die Kartenzahlung nicht umsonst ist. Hierdurch entstehen bei jeder Transaktion Gebühren, die zunächst vom Betrieb, aber dann indirekt auch vom Gast zu zahlen sind, da diese Gebühren in der Preisgestaltung natürlich berücksichtigt werden. Darüber hinaus beschränkte eine solche Pflicht die Bürgerinnen und Bürger in ihrer Wahlfreiheit. Bargeld ist auch ein Stück Freiheit und eine Verpflichtung zur Kartenzahlung betrifft auch den Datenschutz und begründet eine technische Abhängigkeit.

  • Warum Friesoythe keinen Getränkefachmarkt mehr hat

    Einzelne Getränkefachmärkte haben es schwer, sagt Thorsten von Hammel. Foto: privat Friesoythe . Mit Ende des vergangenen Jahres ist auch der Getränkefachmarkt an der Meeschenstraße in Friesoythe Geschichte ( Fritz online berichtete ). Mit der Schließung des Marktes  gibt es in der Stadt  keinen Getränkefachmarkt mehr. Im FRITZ-Interview erklärt Thorsten von Hammel, Inhaber des gleichnamigen Getränke-Großhandels am  Alten Hafen in Friesoythe, warum es einzelne Getränkefachmärkte schwer haben, wirtschaftlich zu bestehen.    FRITZ: Herr von Hammel, Sie kennen sich aus in der regionalen Getränke-Szene: Wie bewerten Sie die Schließung des letzten Getränkefachmarkts in Friesoythe? Warum gibt es nicht mehr Angebote? von Hammel: Die Entwicklung kommt für mich leider nicht überraschend. Ein einzelner, eigenständiger Getränkefachmarkt kann heutzutage wirtschaftlich kaum noch bestehen. Die Rahmenbedingungen haben sich in den vergangenen Jahren stark verändert. FRITZ:   Woran liegt das konkret? von Hammel : Vor allem am Wettbewerbsdruck durch große Supermarktketten. Diese arbeiten regelmäßig mit zeitlich begrenzten Sonderaktionen und stark reduzierten Preisen einzelner Marken. Mit solchen Angeboten kann ein kleiner Fachmarkt, der nur begrenzte Mengen umsetzt, schlicht nicht mithalten. FRITZ: Sie sind selbst seit Jahrzehnten in der Getränkebranche tätig. Wie hat sich der Markt verändert? von Hammel: Der Markt ist insgesamt professioneller und härter geworden. Die Margen sind geringer, die Anforderungen höher. Wer heute erfolgreich sein will, braucht entweder große Absatzmengen oder eine klare Spezialisierung. FRITZ: Ihr Unternehmen ist im Getränkegroßhandel erfolgreich. Wo liegen Ihre Schwerpunkte? von Hammel: Wir sind seit vielen Jahren im Getränkegroßhandel tätig, insbesondere im sogenannten Festebereich. Wir beliefern Veranstaltungen jeder Größenordnung – von kleinen Jubiläumsfeiern bis zur Großveranstaltung. FRITZ: Sehen Sie für Friesoythe künftig noch Chancen für einen klassischen Getränkefachmarkt? von Hammel: Nur schwer. Ohne Einbindung in größere Strukturen oder ein stark spezialisiertes Konzept wird es sehr schwierig, einen solchen Markt dauerhaft wirtschaftlich zu betreiben.

  • Überholmanöver misslungen - Schwerer Unfall bei E'damm - B 401 voll gesperrt

    Symbolbild: Adobe Stock Edewechterdamm. Zu einem schweren Verkehrsunfall ist es am Freitagmittag, 16. Januar, gegen 13.50 Uhr auf der B401 im Bereich Friesoythe, Ortsteil Edewechterdamm, gekommen. Ein 41-jähriger Autofahrer aus der Gemeinde Heede war mit seinem Mercedes aus Richtung Oldenburg kommend in Fahrtrichtung Papenburg unterwegs. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei setzte der Mann zum Überholen eines Lastwagens an, konnte jedoch nicht mehr rechtzeitig auf seine Fahrspur zurückkehren. In der Folge kam es zu einem Frontalzusammenstoß mit einem entgegenkommenden Auto, das von einem 31-jährigen Mann aus Friesoythe gesteuert wurde. Bei dem Zusammenstoß wurde die 37-jährige Beifahrerin, eine Frau aus der Gemeinde Lorup, schwer verletzt. Sie musste nach der Erstversorgung vor Ort in ein umliegendes Krankenhaus gebracht werden. Die beiden beteiligten Fahrer blieben nach Angaben der Polizei unverletzt. Die Höhe des entstandenen Sachschadens ist derzeit noch nicht bekannt. Aufgrund der Unfallaufnahme und der Bergungsarbeiten wurde die B401 zwischen den Ortschaften Edewechterdamm und Kampe vollständig gesperrt. Die Vollsperrung soll im Laufe des Abends wieder aufgehoben werden. Im Einsatz waren neben der Polizei Friesoythe auch die freiwilligen Feuerwehren aus Altenoythe und Edewecht, ein Rettungswagen sowie Mitarbeiter der Straßenmeisterei Friesoythe.

bottom of page